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Im Check: Finn Fahrradhandyhalterung mit Bike Citizens App

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„I want to ride my bicycle!“ Radfahren ist natürlich gerade jetzt in der warmen Jahreszeit wieder angesagter. Und doch wollen wir gleichzeitig unsere Smartphones nutzen. Und das ist gar nicht so abwegig. Du musst nicht auf Insta abhängen oder deine Söldner zum Raid schicken, wenn du durch die Stadt radelst. Aber so als Navi für die beste Route oder neue Orte zu entdecken, dafür ist ein Smartphone am Rad genau richtig. Natürlich braucht es dann noch die passende App. Für alle radfahrenden Smartphonenutzer haben wir heute einen Check. Die Finn Fahrradhandyhalterung vom Entwickler der App Bike Citizens erreichte uns aus österreichischen Graz. Das Gadget haben wir getestet, dazu stellen wir euch noch kurz die Apps vor und verraten euch, warum man bei einem Test durchaus mal in den Lenker beißen darf.

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Finn ist eine robuste und universelle Halterung. Für alle Smartphones, für jedes Rad. Die Bike Citizens haben zusammen mit der nun (vormals BikeCityGuide) gleichnamigen App einen Navigationshelfer auf GPS-Basis herausgebracht. Dieser ist für Android und iOS verfügbar und bietet modular nachkaufbares Kartenmaterial für eine große Anzahl an Städten an. Neben der Neuerung beim Namen der App gibt es nun auch neue Finns. Das Gadget gibt es schon länger. Nun wurde es vergrößert, sodass auch Geräte mit 5,x Zoll besser reinpassen.

finn – die Halterung getestet

Recht dünn und leicht scheint die Halterung zu sein und Schrauben sucht man vergebens. Das war der erste Eindruck, den ich von der flachen Verpackung in meinen Händen hatte. Ausgepackt präsentiert sich mir ein schmales Band, welches an eine Armbanduhr erinnert. In der Mitte ist es dicker, an beiden Seiten sind Laschen. Das ganze besteht aus transparentem Silikon. Es ist entsprechend abwaschbar und sehr strapazierfähig. Ganz selbstbewusst wird man dazu aufgefordert es zu ziehen, zu biegen oder zu reißen. Reinbeißen kann man ja auch mal für den Test. Schmeckt nicht und zeigt sich völlig unbeeindruckt. Nur spitze Gegenstände sollte man erfahrungsgemäß nicht ranlassen. Die Halterung selbst ist sehr leicht, klein und sieht wie gesagt nicht wie eine Halterung aus. Entsprechend ist natürlich die Hauptfrage: Ja, hält sie denn nun?

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Die erste Befestigung des Finn am Lenker fällt mir ehrlich gesagt recht schwer. Wie herum muss es denn nun ran? Muss die Aufschrift nach oben zeigen oder nach unten? Die Anleitung ist zwar gut gemacht und doch habe ich letztlich die Halterungs falsch montiert, wie mir der Hersteller noch mitteilte. Entsprechend editiere ich hier nochmals meinen Beitrag: Obwohl es eigentlich nur gefühlt zwei Möglichkeiten gibt ihn zu befestigen, trotzdem falsch. Ein Video hier auf YouTube erklärt die Befestigung. Da man hier ein mehrere hundert Euro teures und den meisten sehr wichtiges Device an den Lenker „bindet“, wäre also wohl eine noch bessere Visualisierung sinnvoll, ein Voiceover und mehrere Perspektiven wären wohl eine gute Idee. Letztlich habe das Smartphone wegen der falschen Befestigung auf dem Lenker gewackelt, wie ich weiter unten vormals geschrieben hatte.

Das Smartphone wird jedenfalls in die Laschen eingespannt und hält so fest wie die Laschen eben sind. Das geht beim iPhone 5s recht gut, beim iPhone 6 muss man entsprechend mehr ziehen. Grundsätzlich ist der neue Finn gewachsen laut Hersteller. Die neue Version ist den Grazern nach in mehrerlei Hinsicht verbessert wurden: sie haben eine größere Auflagefläche, größere Gesamtlänge und die Laschen sind breiter.

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Das Versprechen lautet: „Fixiert dein Smartphone sicher und stabil an jedem Lenker“. Der Finn hält das Smartphone tatsächlich recht sicher. Ich kann mir nur ein Szenario vorstellen, bei welchen es herunterfällt – wenn die Laschen reißen. Und das hatten wir ja gerade ausgeschlossen. Aber 100 Prozent Sicherheit gibt es wohl nicht. Dazu müssten Schrauben ran. Vorstellbar ist z.B. noch, dass man während der Bedienung eine Lasche abstreift. Also so für die völlig abwegige Nutzungssituation. Ach nein, kann ich mir nicht vorstellen. Also das Smartphone ist sicher am Lenker.

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Die Bedienung des Smartphones ist durch die Laschen etwas eingeschränkt. Auch wackelt es am Lenker logischerweise schon recht stark, es wippt sozusagen.(vgl. Editierung oben, es war falsch montiert) Aber wie gesagt sollte man auf dem Smartphone ohnehin nicht anfangen zu spielen. Nachrichten schreiben geht freilich, aber die eigentliche Nutzung ist für die App Bike Citizens vorgesehen. Positiv ist, dass man das Telefon jederzeit schnell aus der Halterung raus bekommt und beim Parken des Rads also auch mitnehmen kann. Positiv ist weiterhin in der Bedienung, dass man es am Lenker selbst jederzeit etwas drehen und verschieben kann, sodass man bei Spiegelungen (wenn die Sonne plötzlich im Rücken ist) leicht Anpassungen vornehmen kann. Negativ ist… ja, da habe ich nichts gefunden.

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Auf welchen Gelände kann man Finn nutzen? Der Hersteller macht den Gag auf seiner Seite, dass sie ihn nicht Downhill gestestet haben. Okay, bei Amazon kann man schon Erfahrungen von solchen Abenteuern lesen, die gut ausgehen. Die Nutzung in der Stadt macht jedoch hauptsächlich auch Sinn, denn die Navigations-App ist ebenso hierfür ausgelegt.

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Die Apps

Bike Citizens heißt die für Android und iOS verfügbare App. Sie ist Routenplaner mit Ort zu Ort Navigation sowie Fahrradcomputer mit Streckenaufzeichnung. Der Download ist kostenfrei, jedoch ist da nur eine kurze testweise Nutzung inbegriffen. Danach muss man für jede Stadt extra die Karte kaufen. Als Kartenmaterial wird OpenStreetMap genutzt. Im Test schnitt die kostenfreie Alternative gut ab, was Kartengenauigkeit und Aktualisierungen angeht. Besonders positiv ist immer wieder zu lesen, dass sie gerade abseits der PKW-Straßennutzung besser als kommerzielle Anbieter sind, da es viele engagierte Nutzer gibt, welche die Kartenerstellung unterstützen. Über 100 Städte in Europa werden angeboten, in Deutschland werden alle Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern abgedeckt. Die Karten sind nicht topografisch, sodass ein weiteres Argument gegen die Offroad-Nutzung von Finn & App vorliegt. Aber das verspricht der Entwickler gar nicht. Er schreibt:“Die Bike Citizens App nützt das Wissen von Fahrradboten und ist speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern in Städten zugeschnitten: Radwege und Nebenstraßen werden bevorzugt, verkehrsreiche Hauptstraßen gemieden.“ Die Navigation erfolgt per GPS, also ohne aktive Internetverbindung. Das spart Datenvolumen, fordert aber bekanntlich den Akku. Die App hat gute Nutzerbewertungen. Ich habe die App nur einmal in vertrauter Umgebung getestet. Hierbei ist mir aufgefallen, dass die Route nicht optimal ist. Die gemütliche Route führt recht umständlich durch eine Zone mit sehr schlechten Radwegen. In der schnellsten Variante führt mich die App über eine sehr bergige Strecke, welche ich so auch nicht fahren würde. Doch ist dieser einmalige Test nicht repräsentativ und müsste in einem extra Artikel auch für touristische Belange etc. ausführlicher erfolgen.

Edt.: Mittlerweile habe ich die Routenfunktion nochmals genauer angeschaut. Meine Kritik, dass die Beispielroute etwas unbequem ist, muss ich hier nochmals erweitern. Die Route ist nach dt. Verkehrsvorschriften so nicht in Ordnung. An einer Stelle muss man sogar entgegen der Fahrtrichtung eines sehr engen Weges fahren, um die Route wie vorgeschlagen zu nutzen. Jedoch muss ich einschränken, dass die Karte für meine Stadt als Beta ausgegeben wird. So gibt es auch keine Sehenswürdigkeiten. Ein weiterführender Test ist das natürlich noch immer nicht, aber mein erster Eindruck ist eher negativ.

Bike Citizens Fahrrad Navi GPS
Bike Citizens Fahrrad Navi GPS
Entwickler: Bike Citizens
Preis: Kostenlos+

Finn kaufen – Apps nutzen

Finn kostet pro Exemplar 15 Euro inklusive Versand. Das ist ein fairer Preis. Bei Amazon gibt es derzeit nur die alte Halterung, welche durch zahlreiche Nutzer als nicht besonders langlebig kritisiert wurde. Die neue Version hat längere Schlaufen und sollte entsprechend nicht kaputt gehen. Kaufen könnt ihr Finn auf der Seite des Herstellers.

Die Apps sind für einen kurzen Test über 30 km kostenfrei. Danach kann man Module für jede der aufgeführten Städte kaufen. Das kostet jeweils knapp 5 Euro. Wer einen Finn kauft, der bekommt einen Code für eine Stadt dazu, sodass das Gadget effektiv nur noch 10 Euro kostet.

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Kommentare zu Im Check: Finn Fahrradhandyhalterung mit Bike Citizens App

  • Hey, bin grade ueber euern Beitrag ueber Finn gestolpert. Toll geschrieben und sehr hilfreich. Ich hatte die Ehre Finn selbst auch zu testen. Bei interesse klickt doch hier. thecosmopolitan.me/en_GB/2016/09/29/finn-die-smartphonehalterung-von-bike-citizen/

    Alles Gute
    Eure Christin

    Christin 5. Oktober 2016 13:52 Antworten
  • Pingback: Produktvorstellung: LED Fahrradbeleuchtung von TaoTronics - Check-App

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