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Die Garmin Fitnessarmbänder vívofit 2 und vívosmart im Check

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Fitnessarmbänder oder auch Aktivitätstracker sind weiterhin voll im Trend. Weiterhin? Seitdem wir die ersten der Geräte vorgestellt haben hier im Blog, sind schon etliche Jahre vergangen. Einen Hersteller, welchen wir bisher garnicht im Fokus hatten, aber auch bereits die zweite Gerätegeneration anbietet und sehr fortgeschrittene Features bietet, ist Garmin. Viele kennen den Schweizer Hersteller sicher von seinen Navigationsgeräten, auch mich hat so eins zuverlässig durch die Straßen New Yorks und San Franciscos geleitet. Eine Besonderheit ist die Fertigung in eigenen Fabriken. Das Produktsortiment im Bereich Ortung/Tracking ist recht breit, wie ihr euch auf der Homepage anschauen könnt. Aus dem Sortiment der vier angesagten Bänder von Garmin stelle ich euch das vívofit 2 und das vívosmart vor.

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“Werde fit mit jedem Schritt” ist das Motto von Garmin, was auf beide Geräte zutrifft. Denn die Aktivitätstracker erhöhen bei vielen Benutzern die Motivation sich im Alltag mehr zu bewegen, also lieber die Treppe zu nehmen als den Fahrstuhl. Der vívofit 2 ist die auf der CES vorgestellte neue Version eines Fitnesstrackers für den Alltagsgebrauch: neuer Verschluss, Hintergrundbeleuchtung und Stoppuhr für manuelles Aktionstracking wurden geupgradet. Der vívosmart ist ein Tracker für Kunden mit noch höherem Nutzungsverhalten, welche es gern auch als Notificator für SMS etc. gebrauchen oder die Musikapp des Smartphones steuern wollen. Während das Fit 2 im Aufbau modular aus Band und Tracker besteht und auch mit dem PC verbunden werden kann, ist das vívosmart das Übergangsmodel zu einer Smartwatch wie der vívoactive u.a. mit Touchscreen und einer höheren Integration mit dem Smartphone. Beide messen Schritte per Beschleunigungssensoren und nicht per GPS und berechnen daraus die Distanz und die Kalorien. Beide analysieren auch den Schlaf, lassen sich für manuelle Sportaufzeichnung nutzen und erlauben die Festlegung eines individuellen Tagesziels. Beide greifen auf die kostenlose Online-Fitness-Community Garmin Connect zurück, um die Daten zentral zu speichern. Und beide habe ich getestet und stelle sie euch nun vor.

vívofit 2 vorgestellt und getestet

Der Tracker ist ein kleines wenige Gramm leichtes Gehäuse mit beleuchtetem LCD-Display, welches in ein Armband eingesetzt wird. Der erste Vorteil dieser Lösung ist, dass man die Farbe tauschen kann. Erhältlich ist das vívofit 2 bei Amazon derzeit in schwarz, weiß, pink und blau. Zusatzarmbänder gibt es jeweils in Packs mit gleich drei lebhaften Farben zu einem sehr vernünftigen Preis von 25 Euro. Der zweite Vorteil ist, dass man die Bänder bei Verschleiß oder Verschmutzung leichter austauschen oder reinigen kann. Im Lieferumfang des Geräts ansich sind zwei Bänder enthalten, eins mit 21 cm als L-Variante und eins in Größe S mit 17,5 cm Länge. Beide sind stufig größenverstellbar und mit einer drehbaren Schließe sicher am Handgelenk befestigt (ein Update zur ersten Version des Bandes). Zudem gibt es eine Kurzanleitung, welche einem die “Montage” (also das etwa eine Sekunde dauernde Einsetzen des Gehäuses ins Band erklärt) sowie den Download der benötigten Software empfiehlt. Die Einrichtung geht sowohl übers Smartphone/Tablet als auch mit dem PC. Es gibt die Garmin Connect App für Android und iOS und für den PC und Mac die Garmin Express, welche einen nach dem Download durch die Installation mit einer leicht verständlichen Anleitung führen. Die Verbindung erfolgt hier über ANT+, wozu auch ein USB-Dongle für den PC beiliegt. Für die mobilen Geräte ist außerdem natürlich über Bluetooth ab iPhone 4s sowie Android 4.3 eine Datensynchronisation möglich. Die Ersteinrichtung geht schnell innerhalb von fünf Minunten. Der Dienst erfordert die Eingabe von personenbezogenen Daten, wie Alter und Gewicht und eine Registrierung per Email.

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Die Nutzung sieht generell vor, es ununterbrochen zu tragen. Um es für für den täglichen Gebrauch wie z.B. Baden, Duschen oder Händewaschen geeignet zu machen, wurde die Wasserdichtigkeit mit geprüften 5 atm ermöglicht. Die Batterielaufzeit von einem Jahr lässt außerdem Aufladezyklen komplett vermeiden, sodass auch hier kein Bedarf besteht es abzunehmen. Nur Schwimmen sollte man nicht damit, da es dabei ja Druckspitzen gibt, die mehr als besagte 5 Bar ausmachen. Wer sich unterschiedlich farbige Bänder kauft, kann es zudem natürlich an sein tägliches Outfit anpassen. Der Tragekomfort ist gut, wenn auch Druckspuren auf der Haut bleiben, wenn man es nachts und einige Tage ununterbrochen am Arm hat. Das Band ist eben wie bei einer Pulsuhr etc. sehr gummiartig. Da ich lieber eine Armbanduhr mit Leder trage, fand ich das schon “sportlich” inspiriert. Generell passt das Gerät nicht zum Bürolook. Wer also in einer Bank arbeitet, braucht ein Gerät für die Tasche. Generell ist das Design für den Alltag recht unauffällig und gelungen. Die Taste musste ich jedoch anfangs erst suchen, da die Abbildung in der App etwas anders war.

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Die aufgezeichneten Daten umfassen am Tag die Schritte und nachts reine Bewegungen. Das heißt man kann damit am Tag nicht etwa Radfahren, Schwimmen und so weiter aufzeichnen. Dafür bietet sie aber zumindest eine Stoppuhrfunktion. Schritte und die daraus berechnete Laufdistanz (deshalb auch die Eingabe der Körpergröße) und Kalorien (deshalb Eingabe des Gewichts) werden auf dem Display des Trackers angzeigt. Ebenso wird das Tagesziel gezeigt und mit einem roten Balken der Fortschritt. Die Uhr gibt akustische Signale ab, wenn man sich zu wenig bewegt, Vibrationen jedoch nicht. Ebenso sind Uhrzeit- und Datumsanzeige vorhanden, sodass man den Tracker auch als Uhr nutzen kann.

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Weitere Funktionen bietet die App “Connect”, welche ich auf meinem iPad für die vívofit 2 installiert habe, auch wenn sie dafür nicht angepasst ist. Die iOS-Version hat derzeit nur schlechte 1,5 Sterne als Bewertung von 57 Rezensenten. Kritisiert wird einiges, haupsächlich aber Probleme bei der Synchronisierung. Diese hatte ich nicht. Allerdings finde ich die Tastenbelegung etwas unständlich. Oftmals startete ich die Sportfunktion und musste mehrere Versuche machen, bis die Daten ankamen. Die App wertet diese übersichtlich nach Aktivität mit Diagrammen aus, wirkt aber insgesamt doch etwas lieblos gemacht. So zeigt das Schlafprofil nur die Bewegung, analysiert diesen aber nicht weiter. Auch gibt es keine Weckfunktion, da wie beschrieben der Vibrationsmechanismus fehlt. In der App lassen sich das Tagesziel für die Schritte anpassen und es gibt auch rudimentäre soziale Funktionen mit Gruppen zur Motivation und Befreundungen. Generell fehlt mir bei der App etwas der Anspruch als Nachrichtenzentrale für Gesundheit und Aktivität da zu sein. Verschiedene Aktivitäten kann man dann wohl nur per Laptop erfassen.

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Fazit: Das Tracking funktioniert einwandfrei und die dauerhafte Nutzung garantiert eine lückenlose Analyse. Diese wird ermöglicht durch die austauschbaren Armbänder und die lange Batterielaufdauer. Die App ist ausbaufähig. Erhältlich ist das vívofit 2 z.B. hier bei Amazon.de für derzeit um die 100 Euro, abhängig von der Farbwahl.

vívosmart vorgestellt

Das Armband macht mit seiner glatten Oberfläche ohne Tasten und der Farbabsetzung innen einen modernen und sportlichen Eindruck. So frisch aus der Packung, lässt es nicht viel erkennen, wo das Display sich befindet. Lediglich der Markenname des Herstellers setzt sich ab. Das Band gibt es in zwei Größen (S mit 17,2 cm L mit maximal 22,1cm Länge) und vier Farben. Mit etwa 20g ist es ein Leichtgewicht. Im Lieferumfang enthalten ist eine Kurzanleitung und eine Ladeklemme. Die Akku-Laufzeit beträgt bis zu einer Woche. Es verbindet sich mit dem Smartphone oder Tablet, was Bluetooth 4.0 bietet (also Android 4.3 / iOS 7.0 und neuer).

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Die Schließe am Armband bietet nicht den Drehmechanismus, sondern einfach nur zwei Druckstöpsel. Der Halt am Arm ist trotzdem sehr gut, da man mit einem zusätzlichem Ring, dem Vívokeeper, nochmals den Zusammenhalt fördert.

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Die Ersteinrichtung geht wie beim vívofit 2 sehr unkompliziert über die Bühne, eine Aufladung an der Steckdose über 90 Minuten vorher ist sinnvoll. Erster Unterschied ist, dass man die Ladeklemme am Gerät befestigen soll und keine Taste vor Pairing hat, sondern das Display selbst berührungsempfindlich ist. Außerdem muss man in der App einen Code eingeben, um das Gerät zu verbinden. Natürlich verlangt auch dieser Tracker zur Berechnung der Kalorien und Entfernung nach persönlichen Daten. Das geht alles drahtlos per Bluetooth oder auch wieder per Garmin Express am PC, wobei hier eine USB-Verbindung übers Aufladegerät hergestellt wird. Da ein Herzfrequenzsensor fehlt, kann dieser, wie weitere Geräte, mittels ANT+ gekoppelt werden.

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Das Display zeigt Uhrzeit und Datum, Schritte und Schrittziel, Kalorienverbrauch, gelaufene Strecke oder bei gekoppeltem Geschwindigkeitssensor auch diese sowie die Herzfrequenz und die Musikwiedergabe und Benachrichtigungen als smarte Funktionen bei gekoppeltem Telefon. Per Doppeltip wird das Display aus dem Stromsparmodus geholt bzw. schaltet sich automatisch ein, wenn man den Arm hebt, per Wischgeste können die Anzeigen durchgescrollt werden. Wenn man das Display länger berührt, kann man seinen Aktivitätsgrad auf Laufen stellen und es auch direkt in den Schlafmodus versetzen. Per Vibrationsalarm kann man sich zu der in der App eingestellten Zeit auch wecken lassen. Der Tracker meldet sich im Alltag nach einer Stunde ohne Bewegung mit einer Vibration und einem motivierenden “Los”. Leider lässt sich das Display wegen dem Interlance-Effekt nur schwer fotografieren, die Zeile ist also nicht defekt. Das Display ist klar ablesbar, auch in der Sonne.

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Die App habe ich beim vívosmart auf Android installiert. Diese App kommt im Store bei 23.000 Bewertungen und 3,4 Sternen bei den Nutzern auch nur durchschnittlich gut an, Probleme mit der Verbindung werden auch hier gemeldet, aber sie schneidet trotzdessen wesentlich besser als die iOS-Version ab. Hier hatte ich allerdings dann auch Probleme mit dem synchen und erhielt öfters die rote Fehlermeldung, dass ich es nochmals probieren solle. Offenbar gingen dabei auch Schlafdaten verloren, da ich diese einmal nicht in der App finden konnte. Letztendlich ging es aber immer grundsätzlich. Die Inhalte der App sind die gleichen wie auf iOS, also Statistiken zu Schritten, soziale Funktionen.

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Fazit: Der smarte Tracker macht nicht nur eine gute Figur am Handgelenk, sein schlichtes und futuristisches Design gefällt, sondern hat auch einen erstaunlich großen Funktionsumfang. Schritte zählen wird da beinahe schon zur Nebensache. Durch seine Kompatiblität mit anderen Geräten ist er eine sportliche und robuste Nachrichtenzentrale. Erhältlich ist er hier bei Amazon.de für derzeit um die 120 Euro.

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