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Vorstellung Phicomm Clue M

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Das Clue M ist das Einsteiger-Modell von Phicomm, welches trotz des günstigen Preises überzeugende Leistungsmerkmale und ein alltagstaugliches Design aufweist. “Your Portal to smart Life” ist der Slogan des Herstellers und dieser versteht sich selbst als “Anbieter innovativer Smartphones” mit einer Produktpalette für Einsteiger-, Mittel- und die Oberklasse, bekannt dürfte auf dem deutschen Markt vor allem das Passion sein. Die Firma aus Shanghai, mit vollem Namen Feixun Communications, ist seit 2012 verstärkt auf dem europäischen Markt präsent. Eine Zentrale in München sichert den Support in Deutschland ab. Erst kürzlich hat Phicomm mit einer neuen Vertriebspartnerschaft aufwarten können, sodass es die Geräte auch bei Media Markt und Saturn gibt. Ich stelle euch das im Frühjahr in Barcelona präsentierte Gerät kurz vor, zeige an zwei, drei Beispielapps seine Performance und bewerte ein paar Testaufnahmen von seiner Kamera. Hier kommt die Vorstellung des Phicomm Clue M Androiden.

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“Eleganz gepaart mit technischer Raffinesse” überschreibt Phicomm selbst die Kurzvorstellung des Geräts. Als technische Rahmendaten werden angeführt: 4,5-Zoll-Display, 1,2 GHz Quad-Core, Dual-Sim mit LTE sowie der günstige Preis von derzeit 99 Euro. Das Gerät stammt aus der C-Serie, welche sich auf drei Merkmale reduzieren lässt: einfach zu bedienen, zuverlässig, für Smartphone-Einsteiger.

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Die einfache schatullenartige Verpackung des Clue M bringt ein 133 x 65.2 x 9.6mm großes Gerät mit. Recht dick ist es also im Ersteindruck und doch mit 125g vergleichsweise leicht, wenn auch das Display kleiner ist als bei vergleichbaren Gewichtsklassen. Im Lieferumfang enthalten ist nur Aufladestecker und USB-Kabel, ein Headset/Kopfhörer oder weitere Extras wie Tuch, Folie, Cases etc. gibt es nicht. Dafür liegt eine gute verständliche und gut gemachte Kurzanleitung gedruckt bei. Gerade für Einsteiger optimal, erklärt sie doch in perfektem Deutsch vom Einlegen der Sim-Karte und Batterie bis zur Intetriebnahme mit WLAN die ersten Schritte. Gerade bei der Sim ist Aufmerksamkeit angesagt, denn der eine Slot ist nur GSM fähig, der andere bietet erst Internet ab GSM bis LTE. Der aktuellste Mobilfunkstandard Long Term Evolution wird ja durch die Netzbetreiber hoch angeprießen derzeit, das “mobiles Surfen mit bisher unerreichten Geschwindigkeiten” verspricht.

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Das Android Smartphone hat ein Plastikgehäuse, die Farbe wird mit Dark Petrol von Phicomm angegeben, was einem dunklen Blau mit metallic Effekt entspricht und derzeit im Sportbereich angesagt scheint. Das Gehäuse zeigt Fingerabgedrücke recht schnell, ist dafür sehr sauber verarbeitet ohne jegliches “knartzen”, wenn man auf den Deckel drückt. Die Kamera befindet sich mittig oben auf der Rückseite, ein LED-Blitz ist auch verbaut. Die Ecken sind angenehm abgerundet, die Rückseite ist komplett glatt, sodass das Gerät wackelfrei auf dem Tisch liegt. Insgesamt also ein recht konventionelles Design.

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Die Rückseite ist leicht abgenommen, die zwei Slots für die Sim-Karten und die Micro-SD leicht erreichbar. Der Akku mit 1750 mAh lässt sich manuell austauschen. Alles, wie man es von vielen Androiden kennt und solide umgesetzt.

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Die zwei Anschlüsse, also für Micro USB und 3.5 mm Klinke sind oben am Gerät. An der Seite sind Einschalter und Lautstärkewippe, welche einen deutlichen Druckpunkt haben.

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Das Display hat eine Auflösung von 480×854, was FWVGA entspricht. Diese Full Wide Video Graphics Array wird z.B. auch beim Lumia 630 eingesetzt und garantiert 16:9 ohne Beschnitt. Wer von einem hochauflösenderen Gerät wechselt, dürfte die etwas unscharfen Buchstaben und Details der eher geringen Auflösung und Pixeldichte von 217,7 ppi für die Displaygröße sicherlich bei Text bemerken. Videos, Spiele und so weiter wirken aber sehr scharf und farbintensiv. Im direkten Sonnenlicht spiegelt das Gerät wie vergleichbare Modelle und ist für Fotos trotzdem gut einsehbar. Eingesetzt wird übrigens ein TN-Panel (Twisted-Nematic-Panel), was schnell und energiesparend ist. Es besteht nicht vom allseits bekannten Gorilla Glass von Corning, sondern aus dem mit ähnlichen Festigkeitswerten aufwartenden Dragontrail vom japanischen Asahi Glass. Drunter: drei kapazitive Touch-Buttons.

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Begrüßt wird der Nutzer von einem kleinen Jingle, danach erwartet einen ein Android 4.4.4 KitKat. Dieses ist unverbaut ohne Anpassungen durch den Produzenten, sodass einem der Umstieg leicht fallen dürfte als auch beim Einstieg jegliche Fragen über die Standardressourcen im Netz geklärt werden können. Einfach Google Account anmelden und Apps laden. Hinter dem Display arbeitet ein multitaskingeffizienter Qualcomm MSM8916 mit 1.2GHz Quad Core, 64 bit, Adreno-306-Grafikeinheit und einem Gigabyte an RAM. Speicher hat es nur 8 GB, wovon Android bekanntlich 1,7 bis 2 GB einnimmt, Erweiterung bis 64 GB gemäß Dateisystem fürs Auslagern von Apps und Daten ist per SD-Karte möglich. Neben GPS, Bluetooth und WLAN wird wie gesagt sogar der LTE-Standard unterstützt. Insgesamt ist der Chip sogar etwas überdimensioniert, da er mehr RAM (das Gerät hat 1 GB) sowie eine bessere Kamera (bis zu 13 MPix) unterstützen würde. Das wirkt sich natürlich auf eine insgesamt sehr gute Performance aus. Klar, ist das Menü sehr flüssig. Aber auch aktuelle Spiele wie CSR laufen reibungslos mit einer kräftigen Soundkulisse:

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Der Benchmarktest offenbart Werte von 20548 Punkte unterm HTC One (AnTuTu Version 5.7.1) sowie von 240 im Videotest.

Die Hauptkamera hat 5 Mpix sowie die zweite an der Front nur magere 0,3, was Selfies schlecht aussehen lässt. Die folgenden zwei Testfotos zeigen, dass die Kontrastwerte der Hauptkamera sehr gut sind, der Weißabgleich aber etwas zu gelb (alle Fotos im Automodus). Die Kamera App bietet freilich die bekannten Einstellungsmöglichkeiten, Panoramas und so weiter, sodass sich bessere Ergebnisse noch erzielen lassen.

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Fazit: Plastikgehäuse mit ordentlicher Verarbeitung, bruchfestem Display außen, nur wenig Speicher, aber dafür ein guter Chipsatz innen, eine durchschnittliche Kamera und LTE mit Dual-Sim im Alltagsgebrauch. Das alles zu einem Preis unter 100 Euro. Das Phicomm Clue M ist ein gutes Einsteigergerät, mit welchem man alle Spielapps zocken und nützliche Anwendungen laden kann. Die Fotoqualität ist in Ordnung, jedoch nichts für Selfies. Insgesamt ist das Gerät eine Empfehlung für Erstkäufer oder all jene, die einfach für den Alltag ein Gebrauchsgerät suchen, was nicht nach Chrome glänzen oder als Statussymbol herhalten muss. (mk)

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