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Ling! Ling! – Gigaset SL910A Festnetztelefon im Test

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„Ha-ha-hallo – wer is’n da?“ – „Dennis – D(T)ennisspielen…das macht Spaß!“ Was habe ich mit fünf Jahren die Gerhard Schöne-CD rauf und runter gehört. Was habe ich mich mit solchen Witzen verwegen gefühlt, auch, wenn sie geschrieben ein wenig des Zaubers einbüßen. Damals war das der Hochgenuss des guten Humors und heute…ehrlich gesagt immer noch nicht schlecht. Ling! Ling! geht das Telefon, meine verehrten Damen und Herren. Meistens jedenfalls. Was sich als Kinderlied tarnt zeigt uns vielleicht doch nur die enorme soziale Bedeutung und damit Reichweite des Erreichbar-Seins? Des Ohne-Sichtkontakt-Kommunizierens, aber mit live Stimmenübertragung? Sprich: des Telefonierens? Fest steht doch, dass wir ohne Telefon ziemlich aufgeschmissen sind. Ausnahmsweise lassen wir das Smartphone für eine kleinen Moment heute mal links liegen. Hinfort und Platz gemacht für den brother from another mother aka das Festnetztelefon. Meines nämlich ging nach einem langen, glücklichen Leben auf die Weide zu anderen Elektrogeräten. Freundlicherweise durften wir das Gigaset SL910A testen und durch eine glückliche Fügung nahte damit Rettung in Form eines hübschen, neuen, klar, schnurlosen Festnetztelefons. Nach wie vor ist das Festnetztelefon nämlich kaum wegzudenken. Auch, wenn wir alle an unserem Smartphone hängen, etwas Reelles braucht man dann auf dem Telefonschränkchen trotzdem noch. Sei es für Geschäftskontakte, aus Gewohnheits- oder Kostengründen. Ich wöllte nicht auf ein Festnetztelefon verzichten. Wenn Sie wissen wollen, was das vorgestellte Gerät alles kann – wählen Sie „Raute 1“.

Lieferumfang des SL 910A und erster Eindruck

Früher taten es auch zwei Dosen und eine Schnur. Seit man uns auch an anderen Stellen als dem heimischen Baumhaus antreffen kann, reicht uns das nicht mehr. Deswegen kommt das neue Glanzstück zu euch, besser schnell und zwar in einem schnieken Pappkarton mit den Maßen 24,5x18x8,5 cm. Das Design ist in orange und grau gehalten. Auf der Vorderseite finden wir  nicht nur eine Abbildung des SL910A, sondern auch die wichtigsten Eigenschaften, die es mitbringt. Dafür unbedingt weiterlesen, denn soviel sei schon einmal verraten, derer hat es viele und dann auch noch tolle. Auch auf der Rückseite werden uns die Hauptmerkmale ein wenig detaillierter vorgestellt, was zum Beispiel Display, Bluetoooth-Funktionen oder Anrufbeantworter angeht. Ohne das Ganze öffnen zu müssen, merkt man schon, dass wir es hier mit wesentlich mehr als nur „Telefonieren“ zu tun haben. Dank perforierter Lasche können wir das Telefon schnell befreien, den Karton danach sogar aufbewahren und dann eigentlich auch schon loslegen. Zum Lieferumfang gehören

  • eine Basis
  • eine Basisabdeckung mit Fuß
  • ein Steckernetzgerät für die Basis
  • ein abgeflachtes Telefonkabel
  • das Gigaset Mobilteil
  • Adeckung des Mobilteils
  • Akku
  • Ladeschale
  • Steckernetzgerät für die Ladeschale
  • Bedienungsanleitung.

Dich kann ich riechen, du Telefon, du

Bei Menschen entscheiden ja die ersten Sekunden, ob man sich vorstellen könnte, sein Gegenüber länger ertragen zu können oder wollen, als unbedingt nötig. Romantischer ausgedrückt: Finden wir jemanden gut, merken wir das sofort. Wir können ihn „riechen“, sagt der Volksmund. Ich bin mir sicher, dass das bei technischen Geräten auch so funktioniert. Denn in das Gigaset SL910A habe ich mich schockverliebt und will es um mich herum haben. Der erste Eindruck des Telefons ist richtig gut. Schon rein optisch hat es mich überzeugt, hier haben wir nämlich beim Mobilteil eine Kombination aus schwarzem, glänzenden Plastik auf der Rückseite und vorn und einem silbernen Metallrahmen ringsherum. Das sieht richtig gut aus uns passt eigentlich überall hin.

Meistens stören dabei aber die Fingerabdrücke, die man zwangsläufig hinterlässt. Die Oberfläche hier ist gar nicht anfällig und falls doch mal nötig, lässt sie sich einfach abwischen und muss nicht ewig poliert werden. Die Maße des Mobilteiles sind 15,5×13,5 cm und durch die abgerundeten Kanten als auch ein Gewicht von angenehmen 186 Gramm liegt es auch nach längerem Telefonieren noch gut in der Hand.

Auch die Ladeschale ist silber und fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Anders als bei vielen anderen Geräten sind Basisstation und Ladeschale nicht eins. Daher wird die Basis gesondert aufgestellt. Ich mag das sehr, denn das bedeutet rein vom ästhetischen Gesichtspunkt schon einmal, dass auf dem Telefontischchen nur ein Telefon steht, die Basis kann, wenn es sich anbietet, in der Nähe aufgestellt werden. Auch für WG_Bewohner ist das beispielsweise interessant, wenn die Telefonbuchse im Wohnzimmer ist, das Telefon an sich aber in einem anderen Raum zu Hause sein soll. Aber auch, wenn nicht, stört sie nicht und ist durch das matte schwarz kein Blickfang. Zumindest kein störender. Ein angenehmer Zeitgenosse also, das SL910 A, aber wie sieht es mit den Inneren Werten aus?

Die Inbetriebnahme des SL910A

Die Welt spaltet sich. Auch, wenn wir Liebe und Freundschaft groß schreiben, wenn wir alle gleich sind. Es gibt eine Sache, da hört die friedliche Koexistenz auf. Die Rede ist von Bedienungsanleitungen. Die eine Gruppe liest sie, die andere nicht…und macht das Gerät deswegen auch gleich kaputt. Na, das war übertrieben. Ich bin ein Anleitungsleser. Nicht zuletzt, weil  das die Vorfreude steigert und weil sich das Gerät so akklimatisieren kann. Würde ich mir einen Fisch kaufen, würde ich das Wasser aus seinem Tütchen ja auch mit in’s Aquarium schütten und ihn nicht gleich in das neue Wasser setzen, wenn ihr versteht. Hier allerdings habe ich meine Muster gebrochen und die Luft des anderen Lagers geschnuppert. Die haben da mehr Freizeit :-). Es ist schlicht und einfach nicht unbedingt nötog,  weil nicht nur die Bedienbarkeit des Telefons selbst, sondern auch die Inbetriebnahme fürchterlich selbsterklärend sind. Das Ganze ist in fünf Minuten erledigt. Basis und Ladeschale werden aufgestellt und dann mit dem Telefon- und Stromnetz verbunden. Wer möchte, kann die Basis auch an der Wand befestigen. Ich habe mich für die Aufstell-Variante entschieden. Anschließend wird noch die Ladeschale eingestöppelt et voilà.

Display und Tasten des Mobilteils sind durch Folien geschützt. Das Mobilteil ist bereits an der Basis angemeldet. Sollen weitere Mobilteile genutzt werden, was möglich ist, kann das anschließend manuell getan werden. Der Akku wird eingelegt und soll nun fünf Stunden laden, bevor es losgehen kann. Wie das meistens so ist, werden zunächst Datum und Uhrzeit eingestellt. Natürlich könnt ihr hier zwischen verschiedenen Modi wählen. Die Grundeinstellungen sind schnell gemacht. Auch hier bedarf es eigentlich keiner Anleitung.

Die Bedienung des Gigaset SL910A ist intuitiv und angenehm. Das 3,2 Zoll Touch-Display ist intuitiv bedienbar. Wer möchte, kann natürlich Töne und/ oder Vibration zuschalten. Über die Menütaste in der Mitte gelangt man zum Hauptmenü zurück, durch langes Drücken wird die Tastensperre aktiviert und deaktiviert. Die Bedienung unterscheidet sich also nicht arg von der unserer Smartphones, weswegen man darüber eigentlich gar nicht nachdenken muss.

Festnetztelefon mit Special Effects – was das Gigaset SL 910A mitbringt

Ok, vielleicht sind Special Effects ein wenig übertrieben. Wenn das Telefon klingelt, wird kein Feuerwerk gestartet, aber fast. Das SL910A kann alles, was man von einem Festnetztelefon erwartet. Aber eben auch mehr. Die Funktionen, die mich am meisten begeistern oder überrascht haben, möchte ich im Folgenden kurz beschreiben.

Funktion: ECO DECT

Diese Funktion setze ich ganz oben an, weil es für mich persönlich ein Kaufkriterium ist. ECO DECT bedeutet, dass der Stromverbrauch als auch die Funkleistung, sprich, die Strahlung geringer ist. Das Gigaset SL910A wird so eingestellt geliefert, dass es die maximale Reichweite bringt. Im Ruhemodus ist das Gerät auch hier strahlungsfrei, funkt also nicht. Zwischen Basis und Mobilteil wird allerdings immer ein Kontakt hergestellt. Je kleiner der Abstand zur Basis ist, desto weniger Strahlung, logisch. Wenn man in der Wohnung aber nicht die maximale Reichweite benötigt, kann man die Einstellung „Maximale Reichweite“ abstellen, die Funkleistung im Gespräch reduziert sich um 80 %. Mit der Einstellung „strahlungsfrei“ können die Funksignale im Ruhemodus komplett ausgeschaltet werden.

Wer die Reichweite und Empfangsstärke der Basis erhöhen möchte, kann die Repeater-Funktion aktivieren.

Funktion: drei Homescreens

Mit den drei Homescreens hat man eigentlich alles, was man so auf die Schnelle brauchen könnte, griffbereit. Das Ruhedisplay umfasst nämlich drei Seiten: Die Wähl-Seite, die konfigurierbare Seite und die Nachrichten-Seite.

Durch Wischen oder Tippen könnt ihr wechseln. Auf der Wähllseite, Überraschung, könnt ihr eine Nummer wählen. Klingt trivial, ist bei einem Telefon aber von Vorteil. Unten wird noch eine Leiste angezeigt, in der ihr auf das Adressbuch, in das im Übrigen 500 Einträge Platz finden, zugreifen könnt. Die konfigurierbare Seite kann nun auf eure eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Dort könnt ihr die wichtigsten Anwendungen und Rufnummern unterbringen, die direkt aus dem Ruhezustand heraus angesteuert werden können. Im Lieferzustand habt ihr hier Datum und Uhrzeit, sowie den Schnellzugriff auf Telefonbuch und Anruflisten. Die Konfiguration, wenn ihr denn etwas ändern wollt, geht schnell und ihr könnt aus den folgenden Anwendungen wählen: Datumsanzeige/ Kalender, Anruflisten, Wecker, Kurzwahl, Zeit, Babyalarm, Telefonbuch und SMS.

Funktion: Bluetooth-Geräte

Am SL910A könnt ihr bis zu 5 Datengeräte anschließen. Damit könnt ihr dann bequem Telefonbucheinträge austauschen oder auch Klingeltöne und Bilder auf das Mobilteil laden. Dazu braucht ihr Gigaset QuickSync. Das Verbinden und Anmelden funktioniert eigentlich wie überall anders oder zumindest beim Smartphone auch. Auch, wenn es Spielerei ist, oder gerade deswegen: Ich finde es super,  durch diese Funktion Anruferbilder und die liebsten Klingeltöne verfügbar zu haben. Was bei Smartphones vollkommen normal ist, ist bei Festnetztelefonen aber eben kein Standard und schiebt das Gigaset SL910 A auf der Rankingliste ganz weit nach vorn. QuickSync ist einfach herunter zu laden und ebenso anzuwenden. Dadurch kann man sich stundenlanges Nummern übertragen auch gleich sparen, auch, wenn es erfahrungsgemäß immer ein paar Nummern gibt, die aussortiert werden möchten.

Die Tatsache, dass ich meine Anrufer personalisieren und meine allerliebsten Töne übertragen kann, ist komfortabel. Natürlich sind auf dem SL910A aber auch bereits mono- und polyphone Sounds und Bilder, die als Screensaver oder Anruferbilder genutzt werden können, vorinstalliert.

Funktion: Babyalarm

Bei eingeschaltetem Babyalarm wird eine gespeicherte Nummer angerufen, sobald in der Umgebung des Mobilteils ein definierter Geräuschpegel überschritten wird. Ankommende Anrufe werden nur über das Display signalisiert, können das Baby also nicht aufwecken. Zudem wird die Beleuchtung um 50% reduziert, damit auch wirklich nichts stört. Der Vibarationsalarm, Klingel- und Hinweistöne sind ausgeschaltet. Das Mobilteil muss in der Ladeschale liegen, das Mikrofon dabei mit der Vorderseite zum Baby zeigen. Der Abstand sollte maximal einen bis zwei Meter betragen.

Fazit zum Gigaset SL910A

Das Gigaset SL910A spielt unter den Festnetztelefonen ganz vorn mit. Natürlich bietet es alle Funktionen, die wir erwarten oder zumindest gern hätten. Das Gerät liegt wunderbar in der Hand, ist nicht fingerabdruck-empfindlich und die Tonqualität während der Gespräche ist hervorragend. Mit einer Gesprächszeit von satten 14 Stunden dürfte es selbst mit der besten Freundin oder dem besten Kumpel schwierig werden, den Akku leer zu telefonieren, auch eine Standby-Zeit von 200 Stunden kann sich sehen lassen. Ein klein wenig schade eigentlich, denn selbst das „Tüddelü“, wenn ich das Mobilteil in die Basis stelle, klingt angenehm. Besonders positiv fallen auch der Anrufbeantworter – die Ansage kann ganz einfach geändert werden -, die Bluetooth-Funktion, der Babyalarm und die strahlungsfreie ECO DECT-Funktion auf. Wer, wie ich, das Mobilteil gerne mal verschusselt der es gar in Kühl- oder Kleiderschrank legt, der tut unter Umständen gut daran, weitere Mobilteile anzumelden. Das nämlich geht ganz einfach und ist bei mehrstöckigen Wohnungen besonders praktisch. Die Kalenderfunktion erinnert uns sogar an Geburtstage, wir können unsere eigenen Bilder übertragen und generell erinnert uns das SL910A mächtig an ein Smartphone. Das ist deswegen erwähnenswert, weil wir bei Festnetzgeräten doch noch immer einen viel niedrigeren Standard ansetzen, uns also eigentlich mit viel weniger zufrieden geben. Das ist hier nicht nötig. Das Gigaset SL910A punktet mit Bedienkomfort und jeder Menge Extras. Nicht zuletzt sieht es noch richtig gut aus und die Tonqualität ist so gut, dass ich höre, wie mein Gesprächspartner am anderen Ende guckt. Das HTV-Life-Prüfzeichen garantiert, dass das Gerät keine Maßnahmen zur absichtlichen Verkürzung seiner Produktlebensdauer enthält. Für 149,95 € könnt ihr das Gerät hier bei amazon bestellen und bekommt damit einen treuen Begleiter, der richtig überzeugt.

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    Mein Name ist Freya und ich bin 28 Jahre alt. Am allerliebsten verbringe ich die Zeit mit meiner Familie und meinen zwei Hunden Lotta und Jamie. Darüber hinaus bin ich ein riesiger Frankreich-Fan und verbringe soviel Zeit wie möglich im Land des „savoir vivre“…oder träume zumindest bis zum nächsten Frankreich-Aufenthalt davon!

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