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Gigaset GS 270 im Praxischeck

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Wieviel Smartphone braucht man? Obwohl es sich gerade heute anbieten würde eine Diskussion zu führen, ob man das iPhone 8 oder das X kauft, gehen wir hier in eine gänzlich andere Richtung. (Natürlich wird es für uns hier das X.) Wir sind hier auf einem anderen Planeten, welcher gerade aufgrund solcher Geräte wie dem Gigaset GS 270 soviel „erfolgreicher“ in Marktanteilen gemessen ist als der Primus. Erwartet keinen Rant zur gefailten Gesichtserkennung in der gestrigen Keynote. Heute folgt ganz pragmatisch auf die Vorstellung des GS 270 aus dem Ersteindruck heraus, nochmals eine Info zum Alltagseinsatz eines solchen Androiden. Also, welche Aspekte haben sich bestätigt und wo gibt es dann doch noch Verbesserungspotential?

Ich bringe das Fazit mal als erstes. Das Gigaset GS 270 ist ein Gerät für den Alltag aller, welche telefonieren, das Internet und nützliche Apps benötigen, mal nen Schnappschuss machen, einfache Games spielen wie Match-3 und so weiter sowie in der Handhabung auf Gewohnheit setzen. Zu diesem Eindruck bin ich jetzt gekommen, nachdem ich das Gerät neben einem iPhone 7 und zahlreichen weiteren Androiden als Erstgerät eingesetzt hatte. Ich war damit auf der IFA, wo sich rein spontan dazu natürlich Gespräche ergeben haben. Allein schon, wenn man sich über die nervige App der Messe ausgetauscht hat. Dieser Screenshot sagt alles, da ich diese Meldung bisher nur ganz ganz selten mal in der Steigerungsform gesehen habe. Das liegt aber wie gesagt nicht am GS 270.

Was das Design des Geräts angeht, so hat mir die leichte Hosentaschenverstaubarkeit gefallen. Es ist kein Riesengerät und rutscht dank seiner Rundungen gut in jegliche Taschen. Zugleich hat es dank der Plastik nen guten Grip und rutscht auf Oberflächen nicht herum, wie Glasmodelle. Obwohl das Gehäuse den Vorteil hat, recht nahtlos ins Glas überzugehen, habe ich da doch zwei Stellen gefunden, an welchen es leicht nachgibt bei Druck. Ein richtiges Gefühl von kühler Wertigkeit kommt also nicht auf. Der Markenaufdruck Gigaset rückseitig hat zumindest bei vielen ohne Branchenblick für ein Aha-Effekt gesorgt. Der Name ist bekannt und steht für Verlässlichkeit im Homebereich. Gleichzeitig fehlt ihm dadurch eben der gewisse Techfaktor, um bei Geeks zu punkten.

Was die Bedienung angeht, so bin ich mit dem Fingerabdrucksensor sehr zufrieden. Er entsperrt das Gerät schnell und zuverlässig. Ich hatte keinerlei Probleme damit, selbst bei leicht schmutzigen/feuchten Fingern. Die Platzierung mittig rückseitig ist für mich genau richtig. Wenn man ein Case nutzt, muss man natürlich schauen, ob das noch immer so ist. Die seitlichen Tasten haben einen guten Druckpunkt und das verwendetete Android 7 bietet den gewohnten Komfort. Natürlich mit allen negativen Aspekten, wenn es um die Verwendung von Google Produkten geht. Hach, ein Windows Phone wäre… *hust*. Einziges Haar in der Suppe sind die Tasten im Touchpanel unterhalb des Screens. Dies wirkt nicht mehr ganz zeitgemäß, da sie ja bei Spielen Vollscreen nicht ausgeblendet werden. Nicht so gut ist zugleich, dass sie nicht beleuchtet sind. Entsprechend heißt es im Dunkeln gut treffen.

Das ist etwas verwunderlich. Für die Kritik am GS 160 mit dem geringen Speicher von 1 GB hatte ich noch Verständnis, man merkte beim verbesserten 170 schon deutlich den Unterschied in der Performance. Das GS 270 zeigt bei den gestesteten Spielen und Apps ein flüssiges Verhalten. Ich nutze die Plus-Variante. Den Antutu-Benchmarktest v6.2.7 ergibt fürs GS 270 Plus nen Wert von 43704 , was dieses Nutzungserlebnis objektiv bestätigt. Game Performance sei „mid level“ und die CPU auf „middle end, satisfy your daily use“.

In der Nutzung ein absolutes Highlight ist die extrem lange Akkulaufzeit. Normalerweise habe ich ständig mit Akkuproblemen zu kämpfen und die Meldung unter 10 Prozent ist auf dem iPhone mein Begleiter. Entsprechend habe ich immer eine Powerbank dabei. Auf der IFA mit der recht schlechten Empfangssituation konnte ich das Gerät mit 20 Prozent Akku abends anstecken. Die 5200 mAh brauchen natürlich etwas länger beim Laden.

Kommen wir noch zum Thema der Kameras und Fotos. Gestern bei der Apple Keynote hat mich das Lichtfeature des 8 absolut begeistert. Mein Anspruch ist also schon höher. Die Bildqualität des Gigaset GS 270 ist okay. Positiv ist, dass das folgende Bild in einer Messehalle gar nicht so schlecht wie erwartet ist. Da hätte ich mehr Rauschen erwartet (und ja, der Kühlschrank ist so groß):

Schönwetterfotos gehen immer, klar:

Ungünstige Lichtverhältnisse mit Gegenlicht gehen nicht.

Dafür gibt es aber die HDR-Funktion:

Generell ist die Kamera-App softwareseitig nicht mein Favorit. Gerade bei der Deaktivierung der HDR-Funktion ist sie mir sogar mal abstürzt, was einen Neustart des Geräts notwendig machte. Wenn man auf Details schaut, so ist z.B. die Benennung „Vollbild“ vs. „Standard (4:3)“ in den Einstellungen zur „Vorschaugröße“ recht seltsam. Die hier eingekaufte Komponente ist wohl trotzdessen angemessen für den Anspruch des Gigaset GS 270.

Im Detailfazit zu den einzelnen Aspekten hebe ich positiv die allgemeine Performance, mit Akkuleistung und Chip sowie das solide Design des Smartphones hervor. Die wenigen negativen Punkte fallen für mich nicht ins Gewicht. Cool würde ich es natürlich finden, wenn die Müncher noch ein Feature hinzufügen, was man so vielleicht nicht erwartet. Denkbar wäre für mich etwa eine hohe Robustheit wie bei den Phones von CAT (sei es über ein Case) oder aber eben die Wasserdichtigkeit. Oder wie wäre es mit einer kostenfreien Musikapp per Kooperation mit einer der Großen. Alles in allem hat Gigaset mit dem GS 270 ein Mittelklasse-Smartphone zu einem guten Preispunkt auf dem Markt gebracht. Ihr solltet es definitiv in eure Wahl aufnehmen, wenn ihr ein „normales“ Gerät sucht, für welches ihr keine Finanzierung aufnehmen müsst. Ein Statussymbol ist es freilich nicht, wohl aber ein zuverlässiger Helfer und Spielkamerad für Casual Gamer.

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