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June’s Journey – Wooga lässt es wieder wimmeln

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Wer hat die Schwester und ihren Mann umgebracht? Diese detektivische Frage steht hinter dem ganzen Gewimmel, was euch bei June’s Journey beschäftigt. Wooga aus Berlin hat es mal wieder getan und bereichert das Genre um einen weiteren Titel. Um einen besonderen für alle Sprachsensiblen. Denn die Alliteration ist natürlich wie schon bei Pearl’s Peril mit an Bord. An Bord, damit sind wir schon etwas bei der Reisegeschichte. Es geht nämlich für die flotte June nach New York und für euch obendrein neunzig Winter zrück ins Jahr 1927. Ihr erinnert euch vielleicht, es ist das Jahr, in welchen Werner Heisenberg seine Unschärferelation veröffentlicht. Hoppla, falsches Niveau. Denn freilich gehört dieses als F2P-Spiel veröffentlichte Spieleangebot zum Casualbereich der Stores wie kaum ein anderes Genre. Dazu gehört ein Shop und ein Energiesystem, sodass ihr nicht gratis spielen „müsst“. Schauen wir mal schnell, was unterhaltungsfreudige Rätselspielerinnen bei June’s Journey errwartet.

Wir waren schon auf den Weg an die Großstadt an der Ostküste. Schwester Clare, auf dem Foto noch ganz glücklich, ist jetzt mausetot und der Schwager kann es nun wirklich nicht gewesen sein. Meint die schwankende June. Der Effekt über den Standbildern der Story soll wohl verdeutlichen, dass wir uns auf einem Schiff befinden und die kecke June mit epochialer, bis zum Knie reichender Pumphose nicht aus Eisleben als erste Passagierin zurück über den Atlantik geflogen ist. Also Wooga, ich hätte das ja als überraschendes Storyelement mit eingebaut. So als Berliner Entwickler als Referenz auf den Columbiadamm und so. Die Sensation: Nach Lindberghs Flug im Mai und dem einen Monat später ankommenden Clarence Duncan Chamberlin ein Passagierrücktransport mit extra Katze an Bord, der in keinen Geschichtsbüchern steht. Aber naja. Chamberlin scheint von der Geschichte wohl nicht so gewürdigt zu werden als 2. Atlantikquerer, da half auch der Passagier nix. Immer noch besser als Friedhofstraße der Dame, auch wenn sich der Stau manchmal recht einschläfernd anfühlt. Aber zurück zu June’s Journey, wo ja auch noch die Nichte wartet und unsere Heldin laut Store ganz korrekt Deutsch formuliert die „Rolle der Erziehungsberechtigten“ einzunehmen habe. § 1631 Abs. 1 BGB und so. Leider bin ich übers Foster care system in den USA nicht so bewandert, was die Entsprechung wäre, zumal die Nichte schon älter als 14 zu sein scheint.

An meiner Abschweifung habt ihr sicher schon bemerkt, dass das Game recht vorhersehbar ist und die echte Geschichtsschreibung mehr bietet als jede Fiction. Ihr kommt also auf dem Anwesen an und trefft auf eine haushaltende Mrs. Talbot. Aber zuerst heißt es aufräumen, wenn man aufkommt. Handtücher falten, Sachen in den Schränken verstauen? Nein: Suche die Rose, die Leiter und so weiter. Mache ich auf meinen Reisen auch immer als erstes. Die vertrocknete Rose suchen. Da war aber jemand unordentlich. Aber warum verschwindet der Schornstein vom Dach, wenn man ihn gefunden hat? Wie soll man denn da noch nach Schornsteigerordnung heizen? Die Frage ist ganz ernst gemeint. Denn so ein Mord ist zwar mega gefährlich und ärgerlich, aber Kohlenmonoxid im Haus würde auch der klavierspielenden Nichte nicht so gut tun. Bevor wir aber zu solchen Überlegungen kommen, da müssen natürlich Gartenstühle gekauft werden durch June. Kenne deine Prioritäten. Es geht also darum auch das Anwesen einzurichten so wie beim kürzlich erschienenen Homescape.

Das Gameplay der Wimmelbild-Szenen ist wie gehabt. Es gilt die Objekte schnell anzutippen und damit Hinweise zu erhalten. Die Objekte werden unten genannt, doch es bringt nur etwas sie zu suchen, wenn man sie kennt. Wooga, ist das wirklich eine Tiara da auf dem Kopf der Plastik und kein Coronet? LOL. Um alle fünf Sterne zu erhalten, muss man die Szenen öfters wiederholen. Wildes Herumtippen bringt nur bedingt etwas, da eine Zeitsperre droht. 2 Sekunden warten, dann vier und so weiter. Schnell sein wird mit nem Bonus belohnt. Großer Bildschirm lohnt sich schon eher, da viele Objekte doch recht klein und farblich angepasst sind, was gute Augen erfordert. Leider nervt die App extrem mit Facebook, möchte sich für ne Belohnung verbinden. Womit noch ein Wörtchen zum Thema Käufe für Echtgeld möglich ist. Kaufen könnt ihr Diamanten. Messen wir ihren Wert z.B. an der Vergrößerung des Energiebalkens. Wer 110 Energie dauerhaft mehr im Balken speichern möchte, der zahlt 799 Diamanten. Das sind so etwa 40 Euro. Und so ist auch das „Beste Angebot“, nämlich der Tresor voller Diamanten, für 99,99 Euro kein wahres Schnäppchen. Kostenfrei spielen kann man wohl, wenn man Wartezeiten „in Kauf nimmt“. Hust.

App-Check von June's Journey
Name der App
June's Journey
Entwickler
Wooga
Sprache
Deutsch
getestete Version
1.0.0 vom 10.10.2017
getestet für
Nexus 7
Größe
123 MB
Positiv
+ stimmige Grafik
+ großer Spielumfang und erwartbare Updates

Negativ



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