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Was geht eigentlich bei… Pokémon GO?

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Dort ein Taubsi! Die Begeisterung im Hype, im englischsprachrigem Raum auch Fad genannt, tritt nur solange auf, wie das Verhalten als “neuartig und interessant” empfunden werde. Oder solange es warm draußen ist, wie bei Pokémon Go. Im Sommer 2016 trafen sich Familien, Bekannte und völlig Unbekannte auf Straßen, in Parks und auf Friedhöfen. Dort saßen sie rum und unterhielten sich über Goethe und Schiller. Zwischendurch schauten sie auf ihre Smartphones, da die dann doch nicht alle Zeilen von Faust und Zauberlehrling rezitieren konnten. Oder sie spielten das Monsterfangspiel. Dieses ist jetzt, zwei Jahre später, schon zum Klassiker geworden, auch wenn echte Alternativen noch immer fehlen. Draconius GO z.B. hat zwar neue Ideen, spielt sich aber doch zu ähnlich. Schauen wir also heute mal in aller Sonntagskürze, was bei Pokémon GO so geht.

Im Jahr 2017 hat Niantic 890 Millionen Dollar Umsatz gemacht mit dem Spiel. Da jedoch der Mobile-Appmarkt doppelt so groß ist wie der für PC-Spiele, ist das nur noch Platz 9, hinter der Candy Crush Saga laut dieser Statistik hier.

Damals im Sommer 2016 war Pokémon Go der Hype, da es ein ortsbasiertes Spiel war. Davon gab es vorher auch schon welche, etwa das Minenspiel Resources oder eben Ingress. Ich bleibe aber lieber beim ersten Beispiel, da Pokémon Go immer so mit AR als Neuheit genannt wird. Dabei haben die wenigsten Spieler den Kameramodus genutzt, um die Tierchen zu fangen. Spätestens wenn das 100. Taubsi geflohen war, wurde es langweilig. Die Neuerung war eben, dass man draußen unterwegs war, andere Spieler nicht nur im Chat trifft und eben auf Entdeckung geht. All das wurde seitdem auch schon vielfach analysiert und ich könnte wetten, dass es sogar schon die ersten “wissenschaftlichen” (wo sind die dreifachen Anführungszeichen, wenn man sie braucht) Abhandlungen gibt zum Phänomen Pokémon Go und seine Implikationen für die Milchwirtschaft in Brandenburg.

Genug des Rückblick, was geht Anfang 2018 bei Pokémon?

Karpfen im Schnee

Karpador, ich benötige noch immer 79, um endlich mein zweites Garados zu entwickeln. Diesmal ein rotes aus nem Shiny Karpador. Gern gesehen sind auch weiterhin Wailmer, da ich von den 400 Bonbons für den Wailord noch 150 benötige. Da man pro gelaufenem Kilometer ein Bonbon bekommt, gar nicht so schwer. Gelaufen bin ich laut Statistik über 1000 KM und gefangen habe ich… völlig egal. Wer 2018 noch immer Pokémon Go spielt, der macht es nicht wegen der Zahlen. Oder naja. Einige schon. Noch immer begegnet man überall Spielern. Ältere Paare, Väter mit Kindern genauso wie 19-Jährige und so weiter. Skurrile Fälle sind auch dabei. Etwa das Paar, was im silbernen Mercedes vorm Finanzamt sitzt, der Beifahrer mit 5 (!) Geräten im Schoß, um damit den Absol-Raid zu gewinnen. Huch. Level 30+ hat eigentlich fast jeder Spieler und Monster mit 3000 WP und mehr auch.

Als Neuheit bei Pokémon Go ist etwa das Wetter zu nennen. Bringt Boni, stimmt meistens jedoch nicht mit dem richtigen Wetter überein. Manchmal aber schon und dann schneit es im Spiel und in der Realität. Neu war für iPhoner das AR+, was realistischere Fänge mitsich brachte und bei mir für zwei Tage angesagt war, da es trotz der Boni doch im Alltag zu anstrengend ist die Pokémon so zu fangen.

Nicht mehr ganz so neu ist der tägliche Bonus für den ersten Stopp und das erste gefangene Monster. Seit der Einführung dieses Features gehe ich täglich ins Spiel, um immer wieder 7-Tage-Serien zu vollenden. Dauert meist nur 5 Minuten und bringt doch viel. Wenn dann allerdings eine Arena in der Nähe ist, dann nehme ich die gern noch mit. Der Kampf wurde vereinfacht, da sie nicht mehr hochgelevelt werden und die Monster auch an Lebenskraft recht schnell verlieren, wenn sie in einer Arena stehen.

Neu neu sind natürlich immer wieder neue Pokémon. Einen Überblick über die zuletzt veröffentlichten 23 liefert dieser die Tage neu veröffentlichte Trailer:

Der Trailer sei etwas ganz Besonderes, nämlich ein “großartiger, Naturdokumentationen nachempfundener Kurzfilm”. Die wenigen Sätze darin sagt Viva- und Backtante Enie van de Meiklokjes, deren Biografie sich liest “Das große Backen” und “Sweet & Easy – Enie backt” sowie “Windbeutel im Weltraum”. Sorry, der Zynismus kommt, da die Monster zwar in ihrem “natürlichen” Lebensraum gezeigt werden. Die Wale etwa im Ozean, aber man Wale eben auch in der Großstadt fangen kann.

Einen Überblich über die Entwicklung von Pokémon Go während der vergangenen zwei Jahre liefern euch diese Artikel hier auf Check-App.

P.S. Ist euch aufgefallen, dass ich nicht einmal das Wort Taschenmonster benutzt habe? Für mich hört sich das Wort noch immer nach der Teufel ist Prada an oder waren es die Arbeitsbedingungen in Indien, die so teuflisch sind? Also Taschenmonster sagt doch außer der Lokalpresse niemand, oder?

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