Spiele sind eine tolle Sache und sehr erfolgreich als Medium. Solche und weitere Gemeinplätze findet man normalerweise in solchen Einleitungen über Finanzthemen. Wir wollen hier aber gleich zur Sache kommen ohne eine ganze Branche zu analysieren. Einen Überblick über Spieleentwickler an der Börse soll hier aufgelistet werden. Gaming-Aktien also. Und dabei wollen wir rein sachlich bleiben, sodass ein Disclaimer dazu, dass wir keine Anlageempfehlung geben und nicht zum Kauf auffordern, reine Formalie ist.

Von Activision bis Zynga werden wir Gaming Aktien auflisten. Finde den Fehler! Klar, das von „Bobby Kotick“ gegründete und immer noch geführte Unternehmen heißt jetzt seit einigen Jahren auch noch Blizzard. Auf solche Details wollen wir schon achten, was aber angesichts des schnellen Wandels in der Gaming-Branche doch schwierig ist. Deshalb wollen wir einen besonderen Fokus natürlich auf die mobilen Spiele werfen. Wobei das heutzutage auch wieder schwierig wird, da fast alle großen Entwickler auch in diesem Wachstumssegment tätig sind. Skippen werden wir etwa Apple, Google, Microsoft und Samsung, obwohl auch sie Apps herausbringen. Puh, also Minecraft aufgrund der Übernahme durch Microsoft nicht mit reinzunehmen, das tut schon weh. Aber in der Begrenzung liegt die Kunst.

Gaming-Aktien Liste

Diese Liste wurde zuletzt am 21.04.26 aktualisiert.

Die folgende Liste über Gaming Aktien ist aus dem Wunsch entstanden mal einen Überblick darüber zu gewinnen, welche Entwickler überhaupt an der Börse sind. Dieses eine App z.B. über welche derzeit alle sprechen… wie heißt die gleich und der Dev-Account? Hehe.

  • 11 bit studios – WKN A1J1ZZ
    Polnischer Entwickler und Publisher mit Fokus auf markante Strategie- und Survival-Spiele wie Frostpunk und This War of Mine. Für die Liste interessant, weil 11 bit studios ein klarer, eigenständiger Games-Wert ist.
  • Capcom – WKN 886135
    Japanischer Spielekonzern hinter Reihen wie Resident Evil, Monster Hunter und Mega Man. Capcom ist einer der klassischen großen Publisher, aber trotzdem noch klar als Gaming-Unternehmen erkennbar und nicht bloß ein Mischkonzern.
  • Digital Bros – WKN 588267
    Italienische Unternehmensgruppe hinter dem Label 505 Games. Der Wert passt gut in die Liste, weil hier Publishing und Spieleentwicklung noch nachvollziehbar im Zentrum stehen.
  • Electronic Arts – WKN 878372
    US-Publisher von Reihen wie EA Sports FC, Die Sims und Battlefield. Einer der bekanntesten Gaming-Werte überhaupt und damit fast Pflichtstoff für jede solche Übersicht.
  • GDEV – WKN A40HBN
    International aufgestellter Mobile-Games-Anbieter, bekannt unter anderem durch Hero Wars und Pixel Gun 3D. Eher kein Traditionsname, aber für den Mobile-Bereich ein spannender Spezialwert.
  • PlaySide Studios – WKN A3EB7B
    Australischer Entwickler, der aus dem Indie- und Auftragsumfeld kommt und inzwischen auch an größeren Projekten arbeitet. Für die Liste interessant, weil PlaySide noch vergleichsweise klein ist und eher unter dem Radar läuft.
  • Roblox – WKN A2QHVS
    Kein klassischer Entwickler im alten Sinn, sondern eher Plattform, Spielwelt und Creator-Ökosystem in einem. Trotzdem gehört Roblox in eine moderne Gaming-Liste, weil das Unternehmen extrem stark vom Spielemarkt lebt.
  • Take-Two Interactive – WKN 914508
    Publisher hinter Rockstar Games und 2K, also unter anderem GTA, Red Dead Redemption und NBA 2K. Einer der zentralen großen Gaming-Werte aus den USA.
  • Tencent – WKN A1138D
    Kein reiner Spieleentwickler, aber ein Gaming-Schwergewicht durch Beteiligungen, Studios und große Marken im Mobile- und Online-Bereich. Tencent ist eher ein Tech- und Beteiligungskonzern mit enormem Games-Einfluss.
  • Sony Group – WKN 853687
    Ebenfalls kein reiner Entwickler, aber über PlayStation und Sony Interactive Entertainment klar ein relevanter Gaming-Wert. Wer nicht nur auf einzelne Studios, sondern auf das gesamte PlayStation-Ökosystem schauen will, landet schnell hier.
  • Qiiwi Games – WKN A2H5VF Schwedischer Mobile-Games-Entwickler, börsennotiert am Nasdaq First North.
  • Paradox Interactive – WKN A2AKVC Schwedischer Publisher hinter Cities: Skylines, Crusader Kings, Europa Universalis und anderen Strategie-Marken. Paradox ist börsennotiert und für eine Gaming-Aktien-Liste eigentlich Pflicht, gerade weil der Konzern ein klarer Games-Wert ist und nicht nur ein Mischkonzern.
  • Stillfront Group – WKN A2QLG7 Schwedische Gaming-Gruppe mit starkem Mobile- und Live-Game-Fokus. Kein glamouröser Einzelhit-Konzern, aber ein relevanter börsennotierter Games-Wert mit breitem Portfolio.
  • CD Projekt – WKN 534356 Polnischer Entwickler und Publisher hinter The Witcher und Cyberpunk 2077. Einer der bekanntesten europäischen Gaming-Werte und in so einer Übersicht fast schon peinlich, wenn er fehlt.
  • Ubisoft – WKN 901581 Französischer Publisher von Assassin’s Creed, Far Cry, Rainbow Six und Just Dance. Ubisoft ist weiter börsennotiert und trotz Umbauten mit Tencent noch ein eigenständiger Gaming-Wert.
  • Frontier Developments – WKN A1W2R3 Britischer Entwickler von Elite Dangerous, Planet Coaster und Jurassic World Evolution. Kein Riese, aber ein sauberer börsennotierter Entwickler mit klarer Games-DNA.
  • Everplay Group / ehemals Team17 – WKN A2JMDY Der frühere Team17-Konzern läuft inzwischen unter dem Namen Everplay Group. Bekannt ist das Unternehmen natürlich weiterhin vor allem durch Worms und das Indie-Publishing-Geschäft.

Diese Liste von Gaming-Aktien ist natürlich nicht vollständig und stellt nur eine Arbeitsgrundlage dar. Wir erweitern um weitere Titel, insbesondere im Bereich der Indie-Devs, welche eventuell Übernahmeziel der großen Player werden könnten, gibt es noch viel Potential.

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Update 2026: Welche Gaming-Aktien gibt es nicht mehr?

In der Spielebranche verschwinden Börsentitel schneller, als mancher Anleger „Buy and Hold“ sagen kann. Ein frühes Beispiel ist Gameloft: Der französische Mobile-Publisher wurde bereits 2016 vollständig von Vivendi übernommen und verschwand damit von der Börse. Wer heute noch an Gameloft denkt, landet also höchstens indirekt bei Vivendi – und das ist nun wirklich kein reiner Spielewert mehr.

Zynga ist ebenfalls Geschichte als eigenständige Aktie. Der frühere Mobile-Games-Spezialist wurde 2022 von Take-Two Interactive übernommen. Seit dem Abschluss der Transaktion gibt es also keine separate Zynga-Aktie mehr, sondern nur noch den Umweg über den neuen Mutterkonzern. Bauernhof-Romantik trifft Bilanz von GTA – so ungefähr.

Auch Rovio Entertainment, bekannt für Angry Birds, ist inzwischen von der Börse verschwunden. SEGA zog 2023 durch und übernahm das finnische Unternehmen vollständig. Seitdem ist Rovio kein eigenständiger Börsenwert mehr, sondern Teil des Sega-Kosmos.

Ein weiteres Beispiel ist King Digital Entertainment, der Entwickler von Candy Crush. King war nur relativ kurz eigenständig börsennotiert, bevor Activision Blizzard das Unternehmen 2016 übernahm. Das macht die Sache rückblickend fast schon ironisch, denn auch Activision Blizzard selbst ist inzwischen wieder von der Börse verschwunden: Microsoft schloss die Übernahme am 13. Oktober 2023 ab. Damit sind heute weder King noch Activision Blizzard noch als eigene Gaming-Aktien handelbar.

Neu gegenüber älteren Fassungen der Liste ist auch SciPlay. Der Social-Casino- und Mobile-Games-Anbieter wurde 2023 vollständig von Light & Wonder übernommen und ist seitdem ebenfalls kein eigenständiger Börsentitel mehr. Wer also alte Listen mit SciPlay findet, schaut auf einen Wert, der inzwischen delistet wurde.

Damit zeigt sich ziemlich deutlich: Gerade im Gaming-Sektor ist eine Aktie nicht automatisch ein Dauerläufer, nur weil die Marke bekannt ist. Übernahmen, Fusionen und Delistings gehören hier fast schon zum Geschäftsmodell. Wer gezielt in Gaming-Aktien investieren will, sollte deshalb nicht nur auf den bekannten Namen schauen, sondern zuerst prüfen, ob der Titel überhaupt noch eigenständig existiert

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