Den genauen Standort der Villa Fortnite kenne ich. Aber die eigentliche Frage ist wohl eine andere… Aber der Reihe nach: Dave hat mit seiner neuen Mallorca-Serie ein Projekt gestartet, das auf YouTube sofort funktioniert: ein altes Haus, ein großes Grundstück, keine normale Renovierung und genug offene Fragen für mehrere Folgen. Besonders viele Zuschauer interessiert dabei nicht nur der Umbau selbst, sondern vor allem die Lage. Wo genau steht diese Bruchbude auf Mallorca? Wie weit ist sie vom Meer entfernt? Und warum war das Grundstück trotz des schlechten Zustands überhaupt so teuer?

Eine exakte Adresse oder einen klar benannten Ort nennt Dave in den bisherigen Folgen nicht. Das ist auch nachvollziehbar. Es handelt sich um ein privates Grundstück, das langfristig als Haus genutzt werden soll. Öffentlich bekannt sind aber einige Eckdaten, aus denen sich das Projekt grob einordnen lässt.

Bekannt ist nur die grobe Lage, nicht der genaue Ort

In Folge 2 beschreibt Dave das Grundstück als ländlich gelegen, ohne direkte Nachbarn und mit etwa 15.000 Quadratmetern Fläche. Das Haus selbst hatte vor dem Umbau rund 200 Quadratmeter Wohnfläche. Außerdem spricht er davon, dass der Strand etwa 15 Minuten entfernt sei. Die Immobilie liegt also nicht direkt an der Küste, sondern eher im ländlichen Mallorca, auf einem größeren Grundstück mit entsprechendem Abstand zur Umgebung.

Wichtig ist: Aus diesen Angaben lässt sich kein sicherer Ort ableiten. Im Video fällt zwar der Hinweis auf mallorquinischen Sandstein aus Brüchen rund um Manacor, das ist aber eine Erklärung zur Bauweise und zum Material, kein belastbarer Standort-Hinweis. Wer daraus direkt „Das Haus steht bei Manacor“ macht, spekuliert. Und Spekulation ist hier genau der Punkt, an dem es unseriös wird.

Warum das Grundstück so groß sein muss

Der spannendere Teil ist ohnehin weniger der genaue Ort, sondern die Baukategorie. Dave erklärt, dass sein Grundstück unter Suelo Rústico fällt, also ländlichen Boden. Auf Mallorca ist das kein Detail, sondern entscheidend dafür, ob überhaupt gebaut oder saniert werden darf. Nach seiner Darstellung gehört das Grundstück zur weniger streng geschützten Kategorie innerhalb des ländlichen Bodens, bei der Bauen unter klaren Auflagen möglich ist.

Dazu gehört unter anderem eine Mindestgröße von 14.000 Quadratmetern. Das erklärt, warum das Grundstück mit 15.000 Quadratmetern nicht einfach Luxus-Spielerei ist, sondern offenbar auch baurechtlich relevant. Gleichzeitig gelten Einschränkungen bei Gebäudezahl, Versiegelung, Höhe, Bauvolumen und Baustil. Dave spricht davon, dass nur ein Haus erlaubt ist, dass die Versiegelung begrenzt bleibt und dass der ländliche mallorquinische Baustil eingehalten werden muss.

Warum die Bruchbude trotzdem 510.000 Euro gekostet hat

Der Kaufpreis ist einer der Punkte, an denen viele Zuschauer hängen bleiben. Dave nennt in Folge 2 einen Kaufpreis von 510.000 Euro. Dazu kamen nach seiner Darstellung noch rund 46.000 Euro Kaufnebenkosten. Für ein Haus ohne fließend Wasser, ohne Strom und ohne Fenster klingt das erstmal absurd. Ist es auch ein bisschen. Aber auf Mallorca wird bei solchen Objekten oft weniger das Gebäude bezahlt als das Grundstück, die Lage, der Bestand und vor allem die Genehmigungslage.

Genau das ist hier der Kern. Dave hat keine bezugsfertige Finca gekauft, sondern ein ländliches Grundstück mit bestehendem Gebäude und vorhandener Baugenehmigung. Später stellt sich im Video sogar heraus, dass von der eigentlichen Bausubstanz kaum etwas sinnvoll erhalten werden kann. Ein Kommentar bringt es ziemlich trocken auf den Punkt: „Für 510.000€ eine Wand und eine Baugenehmigung gekauft.“ Das ist natürlich überspitzt, trifft aber den Kern des Projekts erstaunlich gut.

Warum das Haus teilweise abgerissen werden muss

Ursprünglich klingt das Projekt nach Renovierung: alte Bruchbude kaufen, selbst viel machen, aus dem Bestand ein Traumhaus bauen. In Folge 2 wird daraus aber schnell ein deutlich härteres Bauprojekt. Das Dach muss runter, Zwischendecken und schlechte Mauern ebenfalls. Laut Dave zeigen Statik und Substanz, dass große Teile des Hauses nicht tragfähig genug sind. Nur bestimmte Wandbereiche lassen sich sinnvoll erhalten.

Das ist auch der Grund, warum der Titel der zweiten Folge so deutlich ausfällt: Aus der Renovierung wird faktisch ein Teilabriss mit Neuaufbau innerhalb enger baurechtlicher Grenzen. Nach außen dürfen Dimensionen und Genehmigung offenbar nicht beliebig verändert werden. Genau deshalb ist das Projekt komplizierter als ein klassischer Neubau.

Warum Dave den genauen Standort vermutlich nicht nennt

Dass viele wissen wollen, wo das Haus steht, ist logisch. Mallorca, großes Grundstück, Pool-Genehmigung, keine Nachbarn, hoher Kaufpreis – das lädt zum Suchen ein. Trotzdem wäre es falsch, aus Videoausschnitten, Blickachsen oder einzelnen Materialhinweisen eine genaue Lage zu rekonstruieren. Das Haus ist ein privater Ort, kein öffentliches Ausflugsziel.

Für den Artikel reicht deshalb die saubere Formulierung:

Dave nennt den genauen Standort seines Mallorca-Hauses bisher nicht. Bekannt ist nur: Es handelt sich um ein ländlich gelegenes Grundstück auf Mallorca, rund 15 Minuten vom Strand entfernt, mit etwa 15.000 Quadratmetern Fläche und einer bestehenden Baugenehmigung.

Das beantwortet die Suchfrage, ohne Voyeurismus mitzuspielen.

Der eigentliche Reiz liegt nicht in der Adresse

Die Serie funktioniert nicht, weil Zuschauer die Koordinaten wissen wollen. Sie funktioniert, weil hier mehrere Themen zusammenkommen: Mallorca-Immobilien, Bauen im Außenbereich, alte Finca-Substanz, Genehmigungen, Autarkie, Pool, Wasser, Strom und ein Creator, der aus einem privaten Bauprojekt Content macht.

Der genaue Ort bleibt offen. Das Projekt selbst ist trotzdem konkret genug: Dave hat auf Mallorca keine fertige Traumfinca gekauft, sondern ein schwieriges Grundstück mit alter Bausubstanz, bestehender Genehmigung und sehr vielen Problemen. Genau daraus entsteht der Reiz der Serie. Und wahrscheinlich auch der Grund, warum so viele jetzt erst recht wissen wollen, wo diese ziemlich teure Wand eigentlich steht.

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