Bei LUDUS hatte ich nach den ersten Matches ein Problem: Ich wusste ziemlich schnell, was ich tun sollte, aber noch längst nicht, warum. Helden aufs Feld setzen, gleiche Figuren mergen, nächste Kampfrunde starten – das Grundprinzip ist in wenigen Minuten verstanden. Dann verliert man allerdings gegen einen Gegner, dessen Truppen auf den ersten Blick gar nicht stärker aussehen. Beim nächsten Match funktioniert plötzlich eine Kombination erstaunlich gut, danach merge ich zwei Helden und merke kurz darauf, dass genau dieser Zug zu früh kam. An diesem Punkt wurde LUDUS für mich interessant.
Ich spiele das PvP-Spiel inzwischen seit einigen Tagen und habe einige Matches gewonnen, einige verloren. Letztere nerven selbstverständlich mehr, als sie sollten. Wer kompetitive Games kennt, kennt auch dieses absurde Gefühl: Man sitzt entspannt auf dem Sofa, verliert gegen einen Menschen, den man vermutlich niemals treffen wird, und nimmt das Ergebnis trotzdem kurz persönlich. LUDUS bekommt diesen kleinen PvP-Stachel ziemlich gut hin.
Google Play führt das Spiel aktuell mit mehr als fünf Millionen Downloads. Version 1.36.1 wurde dort am 7. August 2026 veröffentlicht, In-App-Käufe reichen laut Store von 0,39 bis 129,99 Euro.
Das Mergen ist hier kein Aufräumknopf
Anfangs habe ich zwei gleiche Helden gesehen und gedacht: klar, mergen. Zwei werden zu einem stärkeren, also kann das kaum falsch sein. Genau dieser Automatismus funktioniert bei LUDUS allerdings erstaunlich schlecht.
Beim Mergen geht es auch darum, wann du es machst und wie das Board zu diesem Zeitpunkt aussieht. Bestimmte Aktionen bringen Boni auf umliegende Felder. Ein solcher Bonus ist natürlich deutlich weniger wert, wenn die Nachbarfelder noch leer sind. Ich versuche inzwischen deshalb, mein Feld erst sinnvoll aufzubauen, bevor ich jede mögliche Fusion sofort mitnehme.
Manchmal akzeptiere ich dafür sogar eine schlechtere frühe Kampfrunde. Das fühlt sich zunächst merkwürdig an, kann später aber die bessere Entscheidung sein, wenn dadurch mehr Einheiten von einem Bonus profitieren oder sich das Board günstiger weiterentwickeln lässt. Genau hier hört LUDUS für mich auf, nur ein buntes Merge-Spiel zu sein.
Auch der offizielle Beginner-Guide, den ich für den Beitrag bekommen habe, warnt ausdrücklich vor zu frühem Mergen. Zwei brauchbare Helden auf dem Brett können wertvoller sein als eine einzige höherstufige Figur. Das klingt auf dem Papier banal, wird aber während eines Matches schnell zu einer echten Entscheidung: Sofort stärker werden oder das Board für den nächsten Schritt vorbereiten?
Mein Deck ist derzeit noch kontrolliertes Chaos
Mit dem Deckbau tue ich mich wesentlich schwerer. LUDUS bringt relativ schnell verschiedene Helden, Fähigkeiten, Rollen, Fraktionen und Synergien ins Spiel. Die Beschreibungen kann man natürlich lesen, trotzdem dauert es eine Weile, bis man wirklich versteht, was eine Figur im eigenen Deck leistet und mit welchen anderen Helden sie besonders gut funktioniert.
Bei Clash Royale weiß ich nach vielen Jahren ziemlich genau, wofür eine Karte da ist. Bei LUDUS bin ich davon noch ein gutes Stück entfernt. Momentan gehe ich deshalb teilweise pragmatisch vor und orientiere mich an den Helden oder Fraktionen, die gerade vom Wochenbonus profitieren. Danach versuche ich, ein halbwegs sinnvolles Deck darum herum zu bauen.
Das ist noch keine hohe Deckbaukunst, aber für den Einstieg besser, als einfach fünf möglichst seltene Helden zusammenzuwerfen und darauf zu hoffen, dass „Legendär“ schon irgendwie Strategie ersetzt. Genau davor warnt auch der offizielle Guide. Ein gutes Deck braucht unterschiedliche Rollen und Helden, deren Fähigkeiten miteinander funktionieren.
Der Vergleich mit klassischen RPG-Gruppen passt ganz gut: Fünf Damage Dealer sehen auf dem Papier fantastisch aus, bis niemand mehr da ist, der den ersten Schlag einsteckt. Der Beginner-Guide bringt dafür sogar Dungeons & Dragons ins Spiel und erinnert daran, dass selbst dort eine Party aus fünf Barden eher eine interessante Geschichte als eine solide Taktik verspricht.
LUDUS ist taktischer als Clash Royale, aber viel weniger hektisch
Der Vergleich mit Clash Royale liegt nahe. PvP, Deckbau, Progression, Arenen und die unvermeidliche Frage, warum der Gegner schon wieder genau die passende Antwort hatte. Beim Spielen fühlen sich beide Games trotzdem sehr unterschiedlich an.
Clash Royale lebt stark vom Timing. Eine Sekunde kann ein Match entscheiden. Karten müssen im richtigen Moment gesetzt werden, Elixier läuft ständig mit, und manchmal muss eine Entscheidung sofort fallen. LUDUS nimmt diesen Echtzeitstress weitgehend heraus, weil die eigentlichen Kämpfe automatisch ablaufen.
Dafür denke ich hier deutlich länger über das Board nach. Wen beschwöre ich? Was merge ich? Welche Figur lasse ich lieber noch stehen? Welche Felder möchte ich besetzen, bevor ich einen Bonus auslöse? Kann ich einen Stein zerstören? Passt die gerade beschworene Einheit überhaupt noch zu meiner Situation oder sollte sie besser wieder verschwinden?
Für mich fühlt sich LUDUS dadurch bislang taktischer an als Clash Royale, allerdings auf eine völlig andere Art. Man gewinnt nicht durch schnellere Finger, sondern eher dadurch, dass man einige Entscheidungen vorher keinen Unsinn gemacht hat. Diese ruhigere Form von PvP gefällt mir überraschend gut.
Die Steine auf dem Spielfeld sollte man nicht ignorieren
Einer meiner Anfängerfehler war, die Steine auf dem Board weitgehend als Hindernisse zu betrachten. Sie blockieren Felder, lassen sich aber durch passende Merges zerstören und bringen dafür zusätzliche Münzen zum Beschwören.
Dadurch entstehen schnell interessante Ketten. Ein zerstörter Stein bringt mehr Münzen, die wiederum einen weiteren Helden aufs Brett bringen können. Ein volleres Board eröffnet neue Merge-Möglichkeiten und macht bestimmte Boni wertvoller. Mehr Einheiten bedeuten außerdem mehr Optionen für die nächsten Runden.
Genau diese Verzahnung gefällt mir. LUDUS braucht auf Bedienebene gar nicht besonders viele Aktionen. Beschwören, mergen, verkaufen – das war es im Kern schon. Spannend wird es durch die Folgen, die diese wenigen Aktionen füreinander haben.
Ich spiele inzwischen deutlich stärker um die Steine herum als noch am ersten Tag. Eine Mechanik, die zuerst nach Dekoration mit Nachteil aussieht, wird dadurch plötzlich Teil der eigenen Ressourcenplanung.
Auch Helden dürfen wieder gehen
Eine weitere Mechanik, die ich anfangs unterschätzt habe, ist das Portal. Wenn eine beschworene Figur gerade überhaupt nicht ins Board passt, lässt sie sich wieder entfernen. Dafür gibt es zusätzliche Beschwörungsmünzen, mit denen man einen neuen Versuch starten kann.
Das klingt zunächst fast verschwenderisch. Schließlich hat man gerade eine Einheit bekommen und schickt sie direkt wieder weg. Später im Match kann ein ungünstig belegter Slot allerdings deutlich teurer werden als die Entscheidung, sich von der Figur zu trennen.
Das Portal ist damit kein Notknopf, sondern ein taktisches Werkzeug. Gerade wenn das Board voller wird, muss man sich von der Vorstellung verabschieden, jede beschworene Einheit bis zum Ende behalten zu müssen.
Manche Matches dauern überraschend lange
Mit kurzen Ein- oder Zwei-Minuten-Runden sollte man bei LUDUS nicht grundsätzlich rechnen. Einige meiner Matches liefen deutlich länger, besonders wenn beide Seiten über mehrere Runden ähnlich stark blieben.
Nach der ersten Umstellung finde ich das eher gut. Die Matches bekommen dadurch einen eigenen Verlauf. Zuerst wird das Board aufgebaut, dann entstehen stärkere Helden und irgendwann kommen die Runden, in denen ziemlich klar ist, dass ein Fehler jetzt richtig teuer werden kann.
Wer LUDUS startet, sollte deshalb eher eine komplette PvP-Partie erwarten als den schnellen Mobile-Snack an der Supermarktkasse. Für mich passt das zur taktischeren Ausrichtung des Spiels. Ich starte inzwischen einfach keine neue Runde mehr, wenn ich tatsächlich nur 90 Sekunden Zeit habe.
Die Free-to-play-Maschine läuft sichtbar mit
Neben dem eigentlichen Spiel gibt es bei LUDUS sehr viel von dem, was inzwischen zum Standard großer Mobile Games gehört: Shop, tägliche Aufgaben, Events, Pässe, Werbung und mehrere Ressourcen. Wer kostenlos spielt und halbwegs effizient vorankommen möchte, sollte einen Teil davon regelmäßig mitnehmen.
Der offizielle Beginner-Guide empfiehlt unter anderem, mehrmals am Tag in den Shop zu schauen, Daily Quests abzuschließen und verfügbare Werbe-Belohnungen zu nutzen. Damit lassen sich Gold, Emeralds und weitere Ressourcen sammeln. Gerade am Anfang ist das sinnvoll, weil man noch nicht weiß, welche Helden später wirklich wichtig werden.
Die andere Seite gehört ebenfalls zum Spiel. Google Play nennt In-App-Käufe bis 129,99 Euro, außerdem weist die USK auf „erhöhte Kaufanreize“ und In-Game-Käufe mit zufälligen Objekten hin. In den Rezensionen finden sich entsprechend deutliche Beschwerden über Preise, Pässe und Pay-to-win-Effekte. Der Entwickler verweist in seinen Antworten wiederum auf Faktoren wie Machtbonus, Kartenlevel, Kampfverstärkungen, Deckbau, Synergien und Merge-Entscheidungen.
Nach einigen Tagen will ich über die langfristige Balance noch kein Urteil fällen. Dafür müsste ich sehen, wie sich ein kostenlos gespielter Account in höheren Arenen schlägt. Dass LUDUS seine Free-to-play-Systeme sehr offensiv präsentiert, lässt sich allerdings schon jetzt kaum übersehen.
Drei aktuelle LUDUS Promo-Codes im August 2026 (abgelaufen)
Für Check-App habe ich vom LUDUS-Team beziehungsweise der betreuenden PR drei aktuelle Promo-Codes erhalten. Ich habe ausdrücklich nachgefragt, ob ich sie öffentlich weitergeben darf. Die Antwort war eindeutig: ja. Laut PR sollen alle drei Codes bis 30. August 2026 gültig sein.
| Promo-Code | Belohnung |
|---|---|
| Z3V6B9F2H8J5 | 1 Tag LUDUS Royal + 1.000 Gold |
| Y7R4E1W6T9Q2 | 50 Emeralds + 1.000 Gold |
| L5K8M3X7P1N6 | 5 Ethereal Crystals + 1.000 Gold |
Drei aktuelle LUDUS Promo-Codes für September 2026
Für LUDUS gibt es im September drei neue Promo-Codes. Die Codes wurden mir erneut von der für das Spiel zuständigen PR zur Verfügung gestellt und sind laut deren Angaben bereits aktiv. Sie sollen bis einschließlich 30. September 2026 gültig bleiben.
X7K9M2P4R6T1
B3N8C5V7L9A2
E6W1Q0Z4Y8F3
Tipp: Tippe auf „Code kopieren“, öffne anschließend LUDUS und füge den Code dort in das Feld für Promo-Codes ein.
Damit bleibt das Muster gegenüber den August-Codes unverändert: Jeder Code bringt zusätzlich 1.000 Gold, dazu kommt jeweils eine weitere Belohnung. Besonders für neue Spieler sind die Codes interessant, weil sich damit schon früh zusätzliche Ressourcen für Beschwörungen und Upgrades sammeln lassen.
Beim Gold würde ich allerdings weiterhin nicht alles sofort in einen einzelnen Helden investieren. Mein Eindruck aus den ersten Wochen mit LUDUS hat sich hier nicht geändert: Das eigene Deck entwickelt sich relativ schnell weiter, und ein Held, der zunächst gesetzt wirkt, kann wenige Arenen später schon deutlich weniger wichtig sein.
Stand: 2. September 2026. Laut PR gültig bis 30. September 2026.
Gerade für neue Spieler sind die Codes ordentlich, weil jeder davon zusätzlich 1.000 Gold bringt. Ich würde das Gold allerdings nicht sofort in den erstbesten Helden stecken. Nach ein paar Tagen merkt man schnell, dass sich das eigene Deck noch stark verändert und manche frühen Favoriten später plötzlich kaum noch gespielt werden.
Auch der offizielle Guide empfiehlt, Gold breiter einzusetzen und nicht sofort alles in einen Lieblingshelden zu investieren. Dieser Tipp wird erfahrungsgemäß besonders überzeugend, ungefähr fünf Minuten nachdem man genau das getan hat.
7 LUDUS-Tipps, die mir nach den ersten Tagen wirklich helfen
Nach einer Niederlage kurz aufs Board schauen. Klingt banal, macht bei LUDUS aber tatsächlich einen Unterschied. Habe ich zu früh gemergt? Einen Stein ignoriert? Einen schlechten Helden zu lange behalten? Oft findet sich eine konkretere Antwort als „Der Gegner war halt stärker“.
Nicht jeden möglichen Merge sofort ausführen. Zwei Helden zusammenlegen zu können, bedeutet noch nicht, dass es gerade sinnvoll ist. Besonders Boni für umliegende Felder bringen mehr, wenn das Board dort bereits gut besetzt ist. Ich warte inzwischen häufiger mit einem Merge und nehme dafür manchmal sogar eine schwächere frühe Runde in Kauf.
Steine gezielt zerstören. Die Steine auf dem Feld sind mehr als lästige Blockaden. Durch passende Merges lassen sie sich entfernen und bringen zusätzliche Beschwörungsmünzen. Diese Münzen können wiederum genau den Helden liefern, der für den nächsten Merge oder eine wichtige Kombination fehlt.
Das Board nicht zu früh ausdünnen. Höherstufige Helden sehen natürlich verlockend aus, aber zwei brauchbare Figuren können in bestimmten Situationen wertvoller sein als eine einzelne stärkere. Ein gut gefülltes Feld eröffnet außerdem mehr Möglichkeiten für Boni und weitere Merges.
Unpassende Helden durchs Portal schicken. Ich habe anfangs fast jede beschworene Figur behalten. Inzwischen verkaufe ich einen Helden lieber, wenn er mein Board blockiert oder für meine aktuelle Strategie wenig bringt. Die zurückgewonnenen Beschwörungsmünzen geben zumindest die Chance auf eine passendere Einheit.
Den Wochenbonus beim Deckbau nutzen. Gerade am Anfang ist es schwer, alle Helden, Fähigkeiten und Synergien zu überblicken. Mir hilft deshalb der aktuelle Wochenbonus als Orientierung. Er baut noch kein perfektes Deck, gibt meiner Auswahl aber eine Richtung, während ich die einzelnen Truppen kennenlerne.
Gold nicht sofort komplett ausgeben. Mein Deck verändert sich noch ständig. Deshalb bringt es wenig, früh das gesamte Gold in einen Helden zu stecken, der drei Tage später vielleicht gar nicht mehr in meiner Aufstellung steht. Auch der offizielle Beginner-Guide empfiehlt, mehrere brauchbare Helden zu entwickeln.
Ich spiele weiter
Nach mehreren Tagen hat LUDUS bei mir einen ziemlich guten Punkt erreicht. Das Grundprinzip ist längst verstanden, die eigentliche Strategie aber noch nicht durchschaut. Mein Deck verändert sich weiterhin, ich probiere andere Kombinationen aus und merke zunehmend, wie stark einzelne Entscheidungen beim Boardaufbau einige Runden später nachwirken.
Am meisten überrascht mich, dass ich trotz der automatisch ablaufenden Kämpfe während eines Matches ziemlich viel nachdenke. Ein clever vorbereiteter Merge kann mehrere Felder verbessern, ein zerstörter Stein plötzlich neue Optionen eröffnen und ein unpassender Held das ganze Board blockieren.
Wenn ein Spiel es schafft, dass man nach einer Niederlage nicht nur über den Gegner schimpft, sondern tatsächlich über den eigenen letzten Merge nachdenkt, hat es schon einiges richtig gemacht. Genau da bin ich mit LUDUS gerade.
Transparenz: Ich spiele LUDUS selbst. Die drei Promo-Codes und den Beginner-Guide hat mir die für LUDUS zuständige PR zur Verfügung gestellt.



