Plants on Fire wirkt in den ersten Matches erstaunlich unkompliziert. Du setzt deine Pflanzen beziehungsweise Minions aufs Feld, stärkst sie, kombinierst Einheiten und versuchst, die gegnerischen Wellen schneller zu beseitigen als dein Gegenüber. Gerade am Anfang entstehen dadurch viele Siege fast von allein. Das kann allerdings täuschen. Hinter dem bunten Aufbau steckt ein System, bei dem Positionierung, Flächenschaden, Buffs und die Vorbereitung auf Boss-Runden deutlich wichtiger werden, sobald die Gegner stärker werden.

Wer einfach nur die Minions mit den höchsten sichtbaren Angriffswerten kauft und möglichst früh alles zusammenführt, verschenkt einen beträchtlichen Teil seiner Kampfkraft. Plants on Fire belohnt vielmehr ein Feld, das bereits früh möglichst vollständig besetzt ist und unterschiedliche Aufgaben abdeckt. Besonders auffällig ist dabei der Unterschied zwischen normalen Gegnerwellen und Bossen: Eine Formation, die eine große Monstergruppe innerhalb von Sekunden abräumt, kann bei einem einzelnen Gegner plötzlich überraschend schwach aussehen.

Dazu kommt die Meta-Progression. Trophäen schalten neue Funktionen und Spielmodi frei, Rekrutierungen liefern weitere Minions, Abenteuer bringen Materialien und neue Einheiten, während tägliche und wöchentliche Aufgaben zusätzliche Ressourcen verteilen. Wer sich nur von Match zu Match klickt, übersieht deshalb schnell einen erheblichen Teil der kostenlosen Belohnungen.

Dieser Check-App-Guide für Plants on Fire erklärt die Mechaniken, die aktuell besonders wichtig sind, und zeigt, wie du dein Team für Ranked Matches und Adventure beziehungsweise Dungeons sinnvoll aufbaust.

Flächenschaden entscheidet viele normale Runden

Eine der wichtigsten Beobachtungen betrifft den sogenannten Splash Damage. Normale Runden bestehen häufig aus mehreren Gegnern gleichzeitig. Genau dort bringen Einheiten einen deutlichen Vorteil, deren Angriffe mehrere Ziele treffen können.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Apple Sheriff. Seine Stärke liegt weniger darin, einen einzelnen Gegner mit maximalem Schaden zu bearbeiten. Er räumt mehrere Gegner gleichzeitig ab. In normalen Wellen kann das wichtiger sein als ein deutlich höherer Einzelzielschaden.

Der Grund liegt auch in der PvP-Mechanik von Plants on Fire. Werden die eigenen Gegner zuerst beseitigt, laufen die verbleibenden Einheiten beziehungsweise Angriffe schneller in Richtung des gegnerischen Captains weiter. Ein kleiner Zeitvorsprung beim Säubern einer Welle kann dadurch unmittelbar zusätzlichen Schaden beim Gegner verursachen.

Gerade in den ersten Runden solltest du deshalb darauf achten, wenigstens eine zuverlässige Quelle für Flächenschaden auf dem Feld zu haben. Zwei entsprechend starke Einheiten können noch effektiver sein.

Das gilt allerdings nicht uneingeschränkt. Sobald eine Boss-Runde folgt, verschiebt sich die Priorität.

Vor Boss-Runden braucht dein Team Einzelzielschaden

Bossgegner stellen das umgekehrte Problem dar. Hier bringt dir ein Angriff, der seine Wirkung auf mehrere Ziele verteilt, deutlich weniger. Gefragt ist möglichst konzentrierter Schaden auf einen Gegner.

Einheiten wie der Pop Gunner übernehmen diese Aufgabe. Deshalb lohnt sich eine gemischte Formation aus Flächen- und Einzelzielangreifern.

Du musst dein Board dabei nicht nach jeder Runde vollständig umbauen. Plants on Fire bietet Felder, die einzelne Minions besonders stark machen. Genau diese Position solltest du abhängig von der nächsten Runde verwenden.

Kommt eine gewöhnliche Gegnerwelle, kann dort beispielsweise ein Apple Sheriff stehen. Kündigt sich ein Boss an, verschiebst du einen starken Single-Target-Angreifer wie den Pop Gunner auf diese Position.

Dieses kleine Umstellen kann mehr bringen als ein voreiliges Merge.

Fülle dein Spielfeld zuerst, bevor du zu aggressiv mergst

Das Zusammenführen von Minions gehört zu den auffälligsten Mechaniken in Plants on Fire. Entsprechend verlockend ist es, bereits in den ersten Runden möglichst starke Versionen einer Einheit zu bauen.

Das ist häufig zu früh.

Mehrere schwächere Einheiten erzeugen zusammen oft mehr Schaden als ein einzelnes hochgestuftes Minion. Gleichzeitig verlierst du durch ein Merge einen besetzten Platz. Besonders am Anfang eines Matches kann das dazu führen, dass deine gesamte Angriffsgeschwindigkeit sinkt.

Deshalb funktioniert eine einfache Grundregel erstaunlich gut: Besetze zunächst möglichst viele Felder und optimiere anschließend.

Merges werden interessanter, sobald das Board voll ist, du eine bestimmte Einheit dringend stärker machen möchtest oder einen Platz für einen wichtigen Supporter benötigst. Auch in längeren Adventure-Runden verändert sich die Situation, weil dort immer stärkere Gegner auftreten und höhere Minion-Stufen zunehmend wertvoll werden.

Cheer Bloom und Leaky Beats machen starke Angreifer noch stärker

Reiner Angriffsschaden ist nur ein Teil des Systems. Einige Minions wirken vor allem dadurch, dass sie andere Einheiten verstärken.

Cheer Bloom ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Die Einheit verstärkt das Minion oberhalb ihrer Position. Damit wird die Platzierung auf dem Spielfeld plötzlich entscheidend.

Ein Cheer Bloom irgendwo auf dem Feld ist deutlich weniger interessant als ein Cheer Bloom unter deinem wichtigsten Damage Dealer. Kannst du beispielsweise einen Apple Sheriff während einer normalen Welle oder einen Pop Gunner vor einem Boss verstärken, steigt der praktische Nutzen erheblich.

Ähnlich wichtig ist Leaky Beats. Dieses Minion erhöht den Angriff benachbarter Einheiten. Gute Positionierung kann damit mehrere Angreifer gleichzeitig verstärken.

Genau an solchen Mechaniken zeigt sich, dass Plants on Fire stärker auf Board-Aufbau setzt, als es die ersten Kämpfe vermuten lassen. Du solltest Einheiten nicht isoliert betrachten. Entscheidend ist häufig, welche Nachbarn sie haben und welchen Platz sie einnehmen.

Temporäre Buffs solltest du für starke Einheiten aufsparen

Zusätzlich zu permanenten Support-Effekten gibt es Fähigkeiten, die einzelne Minions zeitweise massiv verstärken können.

Alamush kann beispielsweise den Angriff eines ausgewählten Minions vorübergehend um 50 Prozent erhöhen. Solche Effekte solltest du möglichst auf eine Einheit anwenden, die bereits eine wichtige Rolle übernimmt.

Ein hochgestufter Apple Sheriff mit zusätzlichem Positionsbonus und anschließendem temporären Angriffsbuff kann eine große Gegnerwelle extrem schnell beseitigen. Gegen Bosse gilt das gleiche Prinzip mit einem entsprechend starken Einzelzielangreifer.

Die Frage lautet daher vor dem Einsatz eines Buffs weniger „Welche Einheit ist gerade frei?“, sondern vielmehr: Welche Einheit verursacht während der nächsten Runde den größten relevanten Schaden?

Die zufälligen Battle-Boni können deine Strategie verändern

Vor beziehungsweise während der Kämpfe erscheinen zusätzliche Effekte, die einen Run beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise Boni, die den Angriff aller Minions erhöhen.

Diese Effekte solltest du in deinen Aufbau einbeziehen. Ein pauschaler Angriffsschub wird deutlich wertvoller, wenn bereits mehrere Angreifer auf dem Feld stehen. Das ist ein weiterer Grund dafür, nicht zu früh sämtliche Einheiten zusammenzuführen.

Gleichzeitig solltest du dich nicht darauf verlassen, immer denselben Bonus zu erhalten. Die Effekte können zwischen den Kämpfen variieren. Eine Strategie muss deshalb auch ohne den perfekten Bonus funktionieren.

Schlechte Kartenauswahl? Nutze den Reload

Nicht jede erste Auswahl liefert die Minions, die du gerade brauchst. Gerade wenn dir komplett der Flächenschaden fehlt, kann das bereits die erste Runde unnötig schwer machen.

Plants on Fire erlaubt es, die Auswahl neu zu laden. Diese Funktion solltest du verwenden, wenn dein Startangebot überhaupt nicht zu deinem geplanten Board passt.

Das bedeutet nicht, dass du so lange wechseln solltest, bis eine perfekte Kombination erscheint. Entscheidend ist eine brauchbare Basis. Ein Splash-Damage-Minon zusammen mit einem soliden Einzelzielangreifer reicht häufig aus, um anschließend flexibel weiterzubauen.

Siegesserien beschleunigen den Trophäen-Fortschritt

Ranked Matches sind besonders wichtig, weil die Trophäen weitere Funktionen freischalten.

Eine Siegesserie beschleunigt diesen Fortschritt erheblich. Mit aufeinanderfolgenden Siegen steigt der zusätzliche Trophäenbonus. Dadurch lohnt es sich, nicht einfach möglichst schnell Match nach Match zu starten.

Gerade wenn du bereits mehrere Siege hintereinander erreicht hast, solltest du dein Board bewusst spielen und keine unnötigen Risiken eingehen.

Auch eine instabile Internetverbindung kann hier ärgerlich werden. Verlierst du während eines Kampfes die Verbindung, kann das Match als Niederlage enden. Bei einer aufgebauten Siegesserie ist das entsprechend unangenehm.

Adventure und Dungeons solltest du nicht ignorieren

Ranked ist nur ein Teil der Progression. Im Adventure-Modus beziehungsweise den verschiedenen Prüfungen kannst du weitere Minions, Upgrade-Materialien und Münzen verdienen.

Diese Kämpfe unterscheiden sich etwas vom klassischen PvP. Du verteidigst dich über mehrere Runden hinweg gegen zunehmend stärkere Gegner. Dadurch verändert sich auch das optimale Timing für Upgrades.

Während du im Ranked-Modus möglichst früh Druck auf den gegnerischen Captain ausüben möchtest, musst du im Adventure stärker für spätere Wellen planen.

Flächenschaden bleibt enorm wichtig, weil häufig mehrere Gegner gleichzeitig erscheinen. Später tauchen allerdings größere Gegner und Bosse auf. Dann rächt sich ein Board, das ausschließlich aus Splash-Damage-Einheiten besteht.

Eine Mischung aus Apple Sheriff und starken Single-Target-Einheiten funktioniert deshalb auch hier gut.

Adventure-Kämpfe verlangen mehr langfristige Planung

Mehrere aufeinanderfolgende Runden bedeuten außerdem, dass Buffs und Upgrades langfristig stärker werden.

Minions wie Sister Cherry können beispielsweise andere Einheiten beim Promoten verstärken. Je länger ein Kampf läuft und je mehr Promotions stattfinden, desto größer kann der Gesamtnutzen solcher Effekte werden.

Auch Dr. Kraut arbeitet mit entsprechenden Verstärkungen rund um Promotions. Hier solltest du genau lesen, was eine Einheit beim nächsten Level erhält. Upgrades erhöhen nicht bei jedem Minion einfach nur denselben Standardwert. Teilweise verbessern sie konkrete Fähigkeiten oder Buffs.

Das macht die Auswahl der Upgrades wichtiger als eine rein numerische Betrachtung der Seltenheit.

Rekrutierungen allein machen dein Team noch nicht stärker

Neue Minions erhältst du unter anderem über Recruit-Systeme. Dabei existieren unterschiedliche Ressourcen und Rekrutierungsarten.

Wichtiger als möglichst viele Rekrutierungen hintereinander ist allerdings, die Fähigkeiten neuer Einheiten tatsächlich zu prüfen. Manche Minions funktionieren nur in bestimmten Positionen oder benötigen andere Einheiten, um ihren Vorteil auszuspielen.

Ein neuer Charakter mit einer exotischen Fähigkeit muss deshalb nicht automatisch besser sein als dein bisheriger Aufbau.

Das gilt besonders für Support-Minions. Eine Einheit, die kaum direkten Schaden verursacht, kann einen starken Apple Sheriff oder Pop Gunner so deutlich verbessern, dass sie praktisch wertvoller als ein weiterer Angreifer wird.

Kostenlose Belohnungen sind über überraschend viele Menüs verteilt

Plants on Fire verteilt Ressourcen über zahlreiche Bereiche. Daily Quests, Weekly Quests, Rookie Objectives, saisonale Belohnungen, kostenlose Shop-Rewards und weitere Menüs können Münzen, Diamanten, Schlüssel oder Rekrutierungsressourcen enthalten.

Ein nützliches Signal sind die kleinen Geschenk- beziehungsweise Benachrichtigungssymbole an den Menüpunkten. Sie zeigen häufig an, dass dort eine Belohnung abgeholt werden kann.

Gerade als Free-to-Play-Spieler solltest du diese Bereiche regelmäßig kontrollieren. Manche zusätzlichen Gratisbelohnungen setzen allerdings das Anschauen von Werbung voraus.

Der kostenpflichtige Gold Pass bietet weitere Aufgaben und Rewards, ist für den grundlegenden Spielfortschritt aber nicht zwingend erforderlich.

Auch die Farm kann beim Ausbau deiner Minions helfen

Neben den direkten Belohnungen existiert mit der Farm eine weitere Möglichkeit, an Karten beziehungsweise Upgrade-Materialien zu gelangen.

Hier können Karten erzeugt beziehungsweise weiterentwickelt und anschließend gegen entsprechende Ressourcen eingesammelt werden. Sobald genügend Exemplare einer Einheit vorhanden sind, lässt sie sich aufwerten.

Coins werden dadurch langfristig wichtiger, als es zu Beginn wirkt. Wer sämtliche Münzen sofort ausgibt, kann später bei einem wichtigen Upgrade ausgebremst werden.

Ein kleiner Vorrat ist deshalb sinnvoll, besonders wenn mehrere häufig verwendete Minions kurz vor dem nächsten Level stehen.

Trophäen schalten zusätzliche Spielmodi frei

Der Ranked-Modus hat noch einen weiteren Zweck: Über Trophäen öffnet sich Plants on Fire Stück für Stück.

Bei bestimmten Schwellen werden zusätzliche Features und Modi verfügbar. Dazu zählen beispielsweise Co-op und später weitere Varianten wie Rumble Chess.

Fortschritt bedeutet deshalb nicht nur höhere Minion-Level. Ein Teil des Spiels bleibt zunächst bewusst gesperrt und wird über Trophäen geöffnet.

Wer möglichst schnell mehr Inhalte sehen möchte, sollte daher seine Ranked-Siegquote verbessern, statt ausschließlich Ressourcen in einzelnen Adventure-Stufen zu farmen.

Die wichtigste Plants-on-Fire-Strategie ist ein flexibles Board

Die bisherigen Kämpfe zeigen ein recht klares Muster. Plants on Fire belohnt kein Board, das ausschließlich auf eine möglichst hochgelevelte Einheit setzt. Erfolgreicher ist eine Formation, die sich zwischen den Runden anpassen lässt.

Flächenschaden räumt gewöhnliche Gegnergruppen schnell ab. Einzelzielschaden übernimmt Bosse. Support-Minions wie Cheer Bloom oder Leaky Beats steigern den Schaden der richtigen Nachbarn erheblich. Power-Positionen solltest du vor einer Bossrunde neu besetzen und Merges vor allem dann einsetzen, wenn dein Feld bereits ausreichend gefüllt ist.

Dazu kommt der Fortschritt außerhalb der Matches. Ranked bringt Trophäen und schaltet weitere Inhalte frei, Adventure liefert Minions und Upgrade-Materialien, während Quests, Farm und kostenlose Rewards zusätzliche Ressourcen beisteuern.

Wenn du in Plants on Fire festhängst, lohnt sich deshalb zuerst ein Blick auf dein Board und dessen Rollenverteilung. Häufig fehlt keine seltenere Einheit. Es fehlt lediglich der richtige Angreifer am richtigen Platz.

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