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HP Slate 7 im Check

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Für Anfang Mai wurde das Slate 7 angekündigt und schon sind auch die ersten Videos zum neuen HP Tablet im Netz zu finden. Auf dem Mobile World Congress 2013 hatte HP das günstige Android Tablet vorgestellt. Zunächst gibt es das Slate 7 nur in silber, Anfang Juni dann auch rot wie in Barcelona. Was kann man für das wenige Geld an Tablet von HP bekommen und macht das Slate 7 von HP gegen den Konkurrent Google Nexus 7 eine gute Figur? Die Kurzfassung auf diese Fragen lautet: wenig und nein. Hier unser Test zum HP Slate 7.

Das neue HP ist ein Einsteigergerät. Das Kurzprofil des Slate 7 Tablets zeigt dies, es bietet einen 1,6 GHz DualCore-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher, 8 GB Flashspeicher und zwei Kameras sowie natürlich das namensgebende 7-Zoll-Display.

HPs Weg zum Slate 7

Die Vorgeschichte zum HP Slate 7 handelt bekanntlich auch vom Preis. Damals 2011 verramschte der Konzern sein TouchPad für 99 Euro. Eine bittere Medizin des Léo Apotheker fürs webOS Tablet. Damals brauchte man nur in einem beliebigen Elektromarkt anzurufen, um damit begrüßt zu werden, dass es das Gerät nicht mehr gibt. Mal sehen, ob das günstige HP Slate 7 diesen Hype unter positiven Vorzeichen wiederholen kann.

HP Slate 7: Hardware und Ausstattung

Insgesamt fällt der Ersteindruck vom Slate 7 eher positiv aus. Sauber verarbeitet und gut liegt das 197 x 116 x 10,7 mm große Tablet in der Hand. Konkret wiegt das Slate 7 nur 368g. Edelstahlakzente an den Kanten und Softtouch-Panel auf der Rückseite runden das Design ab. Das Display löst mit 1024 x 600 Pixel auf, man kann den Bildschirm auch aus einem schrägen Blickwinkel gut erkennen. Zur geringen Auflösung kommt eine normale Leuchtkraft. Es beherrscht auch Multi-Touch, womit sich Spiele ganz normal bedienen lassen. Die Akkuleistung ist mit 3.500 mAh angegeben.

Diesmal tritt HP mit Android an, genauer mit 4.1 Jelly Bean. Dadurch sind der App-Nutzung keine softwareseitigen Grenzen gesetzt wie bei den letzten HP Tablets mit webOS. Google Play Store und zwei Handvoll Standardapps sind bereits vorinstalliert. Ins Internet kommt man per WiFi-Modul (IEEE 802.11 b/g/n kompatibel), auch Bluetooth-Datenübertragung (2.1) ist möglich. Damit man auch genügend Apps installieren kann, wird ein Speicherkarten-Slot für micro-SD bis 32 GB angeboten. Bei 8 GB Speicher benötigt man den auch.

Das HP Slate 7 besitzt zwei Kameras. Die auf der Vorderseite ist mit 0,3 Megapixeln wie üblich als Webcam ausgelegt, die Kamera auf der Rückseite hat zwar nur 3-Megapixel, kann aber auch HD-Filme aufnehmen. Anschlüsse sind zwei vorhanden: ein Micro-USB und ein Kopfhörerausgang. Das als Beats Audio bezeichnete System wirkt offenbar nur am Kopfhörerausgang für tiefere Bässe.

HP Slate 7 vs. Google Nexus 7

Im Vergleich zum Nexus 7 punktet das Slate natürlich zunächst mit seinem günstigeren Preis. Das Google Gerät hat aber von der Hardware mit einem Quadcore (bei gleichem RAM), einen besseren Akku (4325 mAh) und mehr Speicherkapazität (16 oder 32 GB) bessere Werte, auch wenn sich beim Slate die Speicherkapazität erweitern lässt. Das Display des Nexus 7 ist höher aufgelöst, jedoch hat es nur eine Kamera mit 1,2 Mpx auf der Vorderseite. Klar auch, dass ein Gerät aus dem Hause Google mit einer höheren Android Version ausgestattet wird (4.2). Neben der zweiten Kamera hat das HP Slate 7 auch Beats Audio.

HP Slate 7 vs. Google Nexus 7
HP Slate 7 Google Nexus 7
Display 7″-1024×600 7″-1280×800
Prozessor ARM A9 Dual Core 1.6Ghz, 1 GB RAM NVIDIA Tegra 3 Quad-Core , 1 GB RAM
OS Android 4.1 Android 4.2
Speicher 8 GB interner Speicher, Micro SD erweiterbar 16 GB interner Speicher
Maße 370 g, 197 x 116 x 10,7 mm 340 g, 198,5 x 120 x 10,45 mm
Kamera 0,3-MP Front und 3-MP Back 1,2-MP-Kamera auf Vorderseite
Akku 13.4WHr 2 Ah lithium-ion 4325 mAH (bis zu 8 Stunden aktiver Betrieb)
Preis 149 Euro 199 Euro

Fazit: Zu einem Preis von 149 Euro (HP Slate7 bei Amazon kaufen) ist es eines der billigsten Tablets auf dem Markt. Von der Hardwareausstattung ist es entsprechend nur ein Einsteigergerät bzw. eher für die Office-Nutzung geeignet. Das Display ist eines der Schwachpunkte, die man HP nicht nachsehen kann. Die Auflösung hätte als E-Reader höher sein können. Für den Normalnutzer dürfte die etwas geringere Leistung im App-Alltag der einfachen Spiele, Office- und Kommunikationstools keinen Unterschied machen. Aufwendigere 3D-Spiele für richtige Zocker bringen das Slate 7 aber an seine Leistungsgrenzen. Dafür kann man es als Kamera nutzen und seinen Speicher auf 40 GB erweitern. Wenn man dies tut muss man aber nochmals etwa 20 Euro für die Speicherkarte aufwenden, was den Preisvorteil wieder  gering werden lässt. Zuletzt hat man mit dem Slate 7 noch das gute Gefühl in der Hand, ein Produkt von HP in den Händen zu halten. Wer also HP-Fanboy ist, sollte zugreifen. Da HP aber bereits ein neues Slate in Arbeit hat bzw. das neue Google Nexus in Kürze erscheint, kann man auch noch abwarten.

Wir werden das HP Slate 7 in den nächsten Wochen noch ausgiebiger testen.

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Kommentare zu HP Slate 7 im Check

  • Der Preisunterschied ist für die geringer hardware echt kein kaufgrund, das sehe ich genauso!

    GergroPot 26. Mai 2013 09:47 Antworten
  • Ich besitze den HP Tablet Slate7. Bin soweit zufrieden
    Was ich nicht gut finde, dass man nur mit WLAN ins Netz
    kann.

    Kurt Hauser 10. Juli 2013 22:59 Antworten

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