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Angehört und gecheckt: das auna Internetradio IR-140

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Radio an, Musik an. Auch im App-Zeitalter hat der Empfänger einen festen Platz im Haushalt, ob nun in der Küche oder im Gaming-Zimmer. Aber selbstverständlich ist auch hier die Zeit nicht im Kompaktkassettenzeitalter stehen geblieben. DAB, DLNA, WLAN und USB sind keine Reimzeile aus dem Lied mit den vielen Abkürzungen einer wohl recht bekannten Stuttgarter Sprechgesangsgruppe, sondern kürzen einige der Features des alltagstauglichen Internetradios von auna ab. Die Firma aus Berlin hat den Slogan „play it loud“ und bietet eine ganze Palette aus HiFi-Geräten für Zuhause, unterwegs und im Auto sowie Lautsprecher, Kopfhörer und Mikrofone. Seit 2007 haben sie das Ziel hochwertige Audiotechnik zu einem fairen Preis an den Markt zu bringen. Das vereine neue Technologien und ein schickes vielfältiges Design. Lasst uns mal schauen, inwiefern das uns von auna zu Testzwecken zur Verfügung gestellte Gerät diese Prädikate erfüllt. Hier das Review zum Internetradio IR-140.

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Das auna IR-140-WH Internetradio ist in verschiedenen Farben erhältlich. Hierbei sind drei Farbgebungen erhältlich – im schicken Weiß wie auf den Abbildungen hier im Blog, in der derzeit besonders angesagten Trendfarbe Grün und klassisch in Schwarz. Dies bezieht sich immer auf die Frontpartie, der Korpus selbst ist weiß, die verbaute Technik gleich. Die Gestaltung des Geräts lehnt sich mit dem dominanten großen Lautsprecher hinterm Gitter ans angesagte Design derartiger Geräte an. Dieses wirkt einerseits klassisch wie ein Retro-Tischradio, durch den Materialeinsatz und die größere Anzahl an Bedienelementen kommt es eher auch etwas poppig rüber. Ansonsten überwiegen die rechten Winkel und Kanten bei einer kompakten Baugröße von 18x11x14 cm und etwa 700 g. Obwohl man also die verbaute Elektronik auch in ein kleineres Gehäuse bekommen würde, hat man sich fürs Radiodesign in Kubusform entschieden. Eine gute Wahl, schließlich ist das Gerät auch ein Einrichtungsgegenstand. Es passt sich gut in Küche, Wohnbereich und dank Weckfunktion auch ins Schlafzimmer ein. Wer einmal beim Backen oder Kochen was draufkommen lässt, kann das Gerät auch vorsichtig abwischen. Spaltmaße sind minimal, die Oberfläche pflegeleicht.

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Im Lieferumfang enthalten ist neben Netzstecker und Anleitung auch eine Infrarot-Fernbedienung mit schwarzen Gummitasten und einem Navigationskreuz. Diese ist im traditionellen Design recht groß mit klarer Beschriftung, sodass auch ältere Nutzer mit dieser gewohnt umgehen dürften. Sie ist bei Lieferung schon mit einer Batterie bestückt. Mit ihr kann man das Gerät komplett bedienen, also Modus umschalten bis Lautstärke regeln, sogar Einstellungen lassen sich machen.

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Die Front wird bestimmt durch Lautsprecher und Bedienelemente mit Display. Das Gitter des runden ist aus Metall, Gehäuse und Tasten sind aus Kunststoff. Hierbei gibt es nicht nur wie heutzutage übertrieben reduziert nur eine oder zwei Tasten, sondern eine ganze Reihe mit zusätzlichem Drehregler in der Mitte. Lautstärke lässt sich einstellen, Modus ändern, zusätzliche Infos zum Stream oder Song anzeigen. Das Display ist sehr hell hintergrundbeleuchtet und wird mit den Tasten und Drehregler bedient. Rückseitig befinden sich eine Reihe von Anschlüssen. So kann man das Radio auch mit einem LAN-Kabel mit dem Internet verbinden. Auch per Klinke kann man Musik aufs Gerät bringen (per Aux-Eingang wird das Gerät sozusagen zum Lautsprecher) bzw. per Kopfhörer oder zusätzlichem Lautsprecher anhören. DLNA wurde oben auch genannt, ist für diejenigen mit eigenem Medienserver im Netzwerk interessant. Zudem gibt es eine USB-Schnittstelle für die MP3-Wiedergabe, welche aber auch als Ladestation für Smartphones genutzt werden kann (wobei nur 1000mA ausgeliefert werden). Achja, eine ausziehbare Antenne für den traditionellen UKW-Empfang ist auch auf der Rückseite versteckt. Der Betrieb ist nur am Stromnetz übers etwa 180 cm lange Kabel möglich, Batterien hat es nicht. Das Gerät hat keinen zusätzlichen Schalter fürs komplette ausschalten, sodass es, einmal mit Strom versorgt, nur in den Standby geschalten werden kann. Dann zeigt das Display die Uhrzeit mit Datum an. Wenn man das auna Internetradio vom Netz trennt, vergisst es manche Einstellung wie das Datum und die Sprache, nicht jedoch den WLAN-Zugang.

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Für die Ersteinrichtung am Gerät, gerade des WLANs, sind nur wenige Schritte nötig. Zugangspunkt auswählen, Passphrase eingeben, fertig. Das Gerät kann „out-of-the-box“ sofort ohne Montageaufwand eingesetzt werden und brachte bei mir nach etwa 3 Minuten schon den ersten Stream auf den Lautsprecher. Wobei natürlich das Passwort fürs WLAN am längsten dauerte, da man die Buchstaben wie am SmartTV oder der Konsole erst suchen und auswählen muss und nicht direkt eingeben kann per Tastatur.

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Die Menüführung ist auf Deutsch und einfach verständlich, die Bedienung aufgrund der zahlreichen Tasten einfach, da spezifischer. Beim Einschalten geht das Gerät direkt auf den zuletzt gehörten Betriebsmodus und startet so z.B. den letzten Stream. Der Drehregler nimmt eine zentrale Stellung ein bei der Bedienung, z.B. um die Senderstreams aus dem Internet zu wählen. Es ist möglich zehn Sender aus der umfangreichen Auswahl als Favorit zu setzen. Oder man nutzt die freie Suche oder scrollt sich durch. Die Auswahl ist groß und vielfältig. Wenn man die Menütaste drückt, kann man auf vier Optionen zugreifen: Zuletzt gehört – Senderliste – Systemeinstellungen – Hauptmenü. Im letztgenannten kann man die Quelle der Musik wählen, welche oben benannt wurden. Häufig dürfte wohl der Einsatz noch per USB-Stick sein, wobei man dann einfach durch die Ordner navigieren kann und auch Metadaten angezeigt bekommt. Zudem gibt es in den Einstellungen des auna IR-140 eine Weckerfunktion mit umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten, wie Lautstärke und Wiederholung. Auch über eine Schlummerfunktion mit Zeiträumen von 15 bis 90 Minuten für den umgekehrten Nutzungsfall verfügt es.

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Das Radio hat ein typisches Klangbild für so ein Gerät. Es erübrigt sich vollkommen hier zu checken, ob elektronische Musik nun besser wirkt als Soundtracks etc. Der Normalnutzer bekommt einen gewohnten Klang, welcher im mittleren Lautstärkebereich am besten wirkt. Das auna IR-140 bietet freilich in den Einstellungen auch einen Equalizer mit vordefinierten Stilrichtungen wie Klassik, Pop und Stimme. Auch kann man selbst Höhen und Bass festlegen. Ich denke dies ist aber eine Funktion, welche die wenigsten aufsuchen. Die Lautstärke lässt sich in 32 Stufen regeln, wobei beim Maximum schon mehr als Zimmerlautstärke erreicht werden. Das Gerät vibriert selbst bei höchster Stufe und viel Bass nicht.

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Ich habe das auna Internetradio nun mehrere Wochen genutzt und bin sehr zufrieden damit. Was erwartet man von einem Gerät dieser Art? Dass wenn man es einschaltet, sofort Musik abgespielt wird. Man muss nicht erst eine App starten, keine Stecker suchen, keine Zusatzlautsprecher aufladen. Durch die Zusatzfeatures wie traditioneller UKW-Empfang als auch zukunftsgerichtete DAB ist es flexibel einsetzbar und man kann es auch mal mitnehmen, wo es kein Internet gibt (wohl aber Strom). Als Wecker und parallele Aufladestation im Schlafzimmer dürfte es sich auch gut machen. Durch das schicke und schlichte Design ist es zudem eine gute Wahl für diejenigen mit Blick aufs Wohndesign. Wer es ausgefallener möchte als schwarz oder weiß, der findet das Radio hier bei Amazon.de für knapp 100 Euro in allen drei Varianten. Bei Amazon hat das Gerät 4 Sterne, wobei einige negative Reviews von einem Rauschen berichten. Das Hintergrundgeräusch kann ich bei meinem Testgerät nicht feststellen. Als Zielgruppe für das Gerät kommen meiner Ansicht nach nicht nur die smarte Generation in Frage, sondern auch Mutti und Oma, wenn man ihnen das WLAN einrichtet.

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Kommentare zu Angehört und gecheckt: das auna Internetradio IR-140

  • So eins würde ich ich gern mal gewinnen!

    KristinaCC 20. April 2016 10:43 Antworten

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