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WeMo Insight Switch von Belkin vorgestellt

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Intelligente Steckdosen sind im Smart Home die elementarste Sache. Noch ohne Basisstation und recht wenig Vernetzung bieten sie doch schon das Kernmerkmal, nämlich das “effizienter Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte”. Entsprechend wollen wir uns heute mal eines der Modelle anschauen, welche schon etwas länger am Markt sind und zu welchen es entsprechend schon Erfahrungswerte gibt. Belkin hat mit WeMo eine Produktfamilie zur Heimautomatisierung am Start, welche seit 2014 auch eine nochmals verbesserte smarte Steckdose beinhaltet: die Insight Switch. Das System umfasst Gadget plus App für Android und iOS. Schaut man sich mal die Reviews auf Amazon und in den App-Stores an, so sind diese recht gemischt. Das interessiert mich, da ich das von dem Unternehmen so gar nicht gewohnt bin.

Das Setup ist easy. Auf der Verpackung wird die WeMo-Story auch als “Familie ausgeklügelter, aber einfach zu bedienender Produkte” genannt. In der neongrünen Box mit Ökoanteil liegt auch nur der Switch selbst und wie man einen Stecker in die Dose bringt, kann ich mir vorstellen. Nix zu montieren. Weder Batterien werden benötigt noch weiter Kabel. Es liegt eine Kurzanleitung bei “in vier Schritten”, ein längeres Sicherheits- und Garantiehinweisbooklet sowie ein Zettel für Nutzer neuerer Smartphones. Nunja, für Androidler.

Ich richte das Gadget mit dem neuen iPhone 7 mit iOS 10.0.2 ein. Die App dafür ist mit 56,1 MB für iOS doch recht groß (WeMo-Download für iOS), für Android (Download bei Google Play) mit 28 MB schlanker. Hier wie da sind die Reviews eher durchschnittlich mit 2,5 bzw. 3 Sternen. Vielversprechend jedoch, dass die neueste Version 1.15.2 von Mitte August mit vier Sternen bewertet wird und das letzte Review lautet: “Eine der Apps, die sich meist von Update zu Update steigern. Gut und übersichtlich gestaltet.” Ich scheine also zum richtigen Zeitpunkt auf die Party zu kommen. Positiv ist zudem, dass die Steuerung eben nur über die App erfolgt und man sich sozusagen in dieser frühen Phase der Heimautomatisierung noch nicht von Servern und Abos abhängig macht (wo noch nicht abzusehen ist, ob sie in 2 oder 3 Jahren noch laufen).

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Zurück zur Ersteinrichtung: WLAN wird verbunden. Man darf einen eigenen Namen und ein Bild festlegen. Nützlich, wenn man mehrere intelligente Steckdosen nutzen möchte. Kurz darauf erhalte ich den Hinweis, dass eine neue Firmware vorliege fürs Gerät. Die Installation dauert durchaus, belohnt mich dann aber mit der Meldung “Upgrade ausgeführt, Sie haben die neueste Version”.

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Die App hat auf meinem iPhone 7 drei Ansichten: Geräteliste, wo mein individuell und kreativ benannter WeMo Insight gelistet ist, Regeln und Mehr mit Settings. Als Anfänger werden die ersten beiden reichen, erweiterte Konfigurationen mittels IFTTT oder Nest können warten.

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Der Switch hat mit 16 x 13 x 10 cm in etwa die Größe einer normalen Zeitschaltuhr, an einer Steckdosenleiste kann er also mitunter zwei Anschlüsse einnehmen. Über eine LED zeigt er seinen Aktivitätszustand an. Einsetzbar ist er generell für alle Geräte. Über die App kann man ihn ein- und ausschalten. Ich höre jeweils ein Klackgeräuch. Zudem bietet die App hier gleich Details zu Stromverbrauch und Aktivitätsdauer. Wenn ich einen Monat den SmartTV aktiviert lasse, dann kostet das 15 Euro. Das ist mehr als das heiße Beispiel auf der Verpackung des WeMo, bei welcher ein Heater im Monat etwa 14 Euro kostet. Der Kühlschrank verbraucht dank Aplusplusplus (und so weiter) hingegen selbst nach zwei Stunden Messung so gut wie nichts. Beides Geräte, die man gern permanent am Netz lässt.

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Einsatzmöglichkeiten in der Heimautomatisierung sind die Steuerung von Geräten von unterwegs. Weder Toaster noch Kaffeemaschine gehören hier für mich dazu. Die Zusatzheizung im Wintergarten jedoch schon, da temperaturabhängig und nicht von der Zeit allein. Zeitsteuerung ist freilich auch möglich, nur gibt es hier bereits die mechanischen Zeitschaltuhren je her, welche ausreichend sind. Cooler ist da schon hier die Möglichkeit gemäß des Tageslichts zu schalten oder in Kombo mit dem WeMo Motion Bewegungssensor. Übrigens: Wenn man den Switch umsteckt von einer auf eine andere Dose, so braucht er etwa zwei Minuten zur Aktivierierung. Er behält aber alle Einstellungen.

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Insgesamt ist der WeMo Insight Switch von Belkin eine ebenso nützliche wie leicht nutzbare Lösung. Die Anzeige des Stromverbrauchs ist eine nette Zusatzfunktion, die Aktiverung von Steckdosen auch von unterwegs und die automatische Steuerung mit Regeln eröffnet alle Möglichkeiten. Auf meinem iPhone 7 hat die App einen guten Eindruck gemacht und es gab keinerlei Probleme. Zu kaufen gibt es die smarten Steckdosen hier z.B. bei Amazon für 50 Euro.

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