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„Die große Fotoschule – Naturfotografie“

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Zwei Dinge machen einen Fotografen glücklich: das richtige Motiv und das richtige Licht. Doch nur, wenn man weiß, wie man diesen Moment einfangen kann, entsteht auch ein gelungenes Foto. Erfahrene Fotografen kennen natürlich die passenden Kameraeinstellungen bereits, für einen Anfänger ist es ohne einen Kurs oder Stunden voller Tutorials nicht ganz so einfach. Hans-Peter Schaubs „Die große Fotoschule – Naturfotografie“ vom Rheinwerk Verlag beschäftigt sich mit der Suche nach dem perfekten Motiv, wichtigen Praxistipps und der richtigen Kameraeinstellung für die richtige Situation. 

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Die Grundlagen der Naturfotografie

Wahrscheinlich hat jeder von uns schon einmal eine besonders hübsche Blume oder einen interessant geformten Baum fotografiert. Nur leider ist das Ergebnis meistens irgendwie nicht so der Hit. Woran liegt es? An mangelnder Ausrüstung? An mangelnder Kenntnis von Bildkomposition? Vor einigen Monaten bin ich von der Handykamera auf eine Spiegelreflexkamera umgestiegen und dachte, so schwer kann es doch gar nicht sein! Im Kopf hatte ich Bilder von Fotografen, die ich kenne und als ich dann selbst mein Glück versuchte, merkte ich schnell, dass es bedeutend schwieriger ist, als auf ein Knöpfchen zu drücken. „Die große Fotoschule“ von Rheinwerk Fotografie zeigt auf 396 Seiten, welche Knöpfchen und vor allem welche Einstellungen für verschiedene Motive geeignet sind, wo man sich überhaupt auf die Suche nach einem Fotoobjekt machen sollte und welches Zubehör dabei praktisch wäre. Drei der zentralen Themen des Buches sind Landschaftsfotografie, Makro- und Nahbereiche und Tierfotografie. Außerdem geht Hans-Peter Schaub auf die digitale Fototechnik ein und bietet einen Exkurs zu wichtigem Grundwissen wie Schärfentiefe, Blende und Belichtungszeit an, sowie auf die Bearbeitung und Präsentation des Bildes. Jedes Kapitel wird von über 500 Farbfotografien und Vergleichsbildern begleitet, die verwendeten Kameraeinstellungen sind unter jedem Bild angegeben und ermöglichen so sehr gut, die beschriebenen Einstellungen selbst auszuprobieren.

Wo man Motive findet… und wann

Für ein gutes Motiv muss man nicht zwangsläufig weit reisen, oft begegnet man ihnen bereits im Alltag. Die sich langsam rot färbenden Weinblätter direkt an der Hauswand, der Wald am Stadtrand, der wolkenverhangene Abendhimmel im Sonnenuntergang oder auch das eigene Haustier können mit dem richtigen Know-How in einem professionellen Bild festgehalten werden. Hans-Peter Schaub regt dazu an, die frühen Morgenstunden zum Fotografieren zu nutzen. Das Morgenlicht und der Tau verwandeln eine eher unscheinbare Wiese in eine malerische Szenerie, die sich zu fotografieren lohnt, Nebel und Raureif schaffen interessante Motive. Ehere weniger ratsam ist es, im grellen Mittagslicht zu fotografieren. Prinzipiell finden Naturfotografen ihre Motive überall, egal ob im tiefsten Wald oder in einem Stadtpark. Auch Motive für die Makrofotografie finden sich sowohl unter freiem Himmel, als auch in der eigenen Wohnung, wie zum Beispiel Haustiere oder Insekten und Spinnen (vorausgesetzt, man möchte die achtbeinigen Krabbeltierchen unbedingt fotografieren).

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Das Fotografen-Einmaleins

Belichtung, Schärfe und Weißabgleich sind für jeden Fotografen, der nicht ausschließlich den Automatikmodus benutzen möchte, wichtige Begriffe. In „Die große Fotoschule – Naturfotografie“ werden diese Komponenten anschaulich erklärt und ihre Auswirkungen auf das Bild durch Beispielfotos gezeigt. Hans-Peter Schaub erklärt auch die Möglichkeiten bei Tonwert, Kontrastumfang und RGB-Histogramm, genau wie die Qualitätsunterschiede zwischen den Bildformaten. Welche Ausrüstung nützlich sein kann und welche Arten von Kameras es gibt, wird ebenfalls kurz erläutert. Obwohl gerade in den Anfangskapiteln, die sich um die Grundzüge der Fotografie drehen, viel Theorie vorgestellt wird, hat der Leser keine Schwierigkeit Schaubs Erklärungen zu folgen, da diese leicht und auch für den Laien verständlich formuliert sind.

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Landschafts- und Naturfotografie

Gerade bei der Landschaftsfotografie gibt eine es schier unendliche Zahl an Motiven. Die unterschiedlichsten Regionen stellen verschiedenartige Anforderungen an den Fotografen, bieten aber auch ebenso viele Möglichkeiten. „Die große Fotoschule – Naturfotografie“ vermittelt zunächst Grundlagen der Bildkomposition, in diesem Kapitel geht es vor allem um den Aufbau eines Bildes. Die Wirkung einer Fotografie kann allein von der Wahl zwischen Hoch- oder Querformat abhängig sein, auch Vorder- und Hintergrund können die Wirkung entscheidend verändern. Stative und Objektive gehören zu einer Fotografenausrüstung dazu, welche genau für welche Situation passen, wird anschaulich erklärt. In welcher Art Licht man wie fotografiert, was für Aufnahmen bei Wetter wie Regen, Nebel oder Schnee möglich sind oder wovon das Fotografieren am Meer abhängig ist, wird ebenfalls in diesem Kapitel angesprochen. Den Abschluss des Themas bilden kreative Experimente mit Zoom, Bewegung oder Hilfsmittel wie Lochkameravorsätze, durch die besondere Effekte ermöglicht werden.

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Makrofotografie

Oftmals sind es die kleinen Dinge in der Natur, die uns am meisten faszinieren. Das Muster auf dem Flügel eines Schmetterlings oder die Äderung eines Blattes sieht von nahem interessant aus und ist ein tolles Fotomotiv. In der Makrofotografie gilt es, Fotoobjekte ganz aus der Nähe zu fotografieren und Dinge sichtbar zu machen, die man mit dem bloßen Auge kaum erkennen kann. Um in diesem Nahbereich optimal arbeiten zu können, bedarf es spezieller Ausrüstung wie Makroobjekte, Nahlinsen oder Zwischenringe. Wie genau diese eingesetzt werden und was man noch beim Fotografieren aus der Nähe beachten sollte, wird in diesem Kapitel behandelt. Auch der Umgang mit Licht und Schärfe können für den Bildcharakter entscheidend sein, so lässt sich das gleiche Blütenblatt gestochen scharf oder verträumt verschwommen aufnehmen. Doch nicht nur im Insekten- und Pflanzenbereich lässt sich die Makrofotografie anwenden, sondern auch beim Aquarium. Dieser Spezialfall wird extra vorgestellt.

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Tierfotografie

Abgesehen von Krabbeltieren und Fischen locken auch andere Tieraufnahmen. Ein Wildtier zu fotografieren gehört wahrscheinlich zu den Königsdisziplinen der Fotografie, allein wenn es darum geht, die scheuen Waldbewohner nicht zu vertreiben, bevor man ein Foto schießen konnte. Oftmals muss ein Fotograf lange unter einem Tarnnetz warten und die Windrichtung beachten, damit sich scheue Wildtiere nähern. Einfacher geht es natürlich, wenn man das vorgestellte Wissen dieses Kapitels auf die eigenen Haustiere anwendet, denn die rennen (im Normalfall) nicht weg. Doch auch die eigene Katze oder der eigene Hund kann sich im entscheidenden Moment wegdrehen oder aufstehen, weshalb hier schnelle Auslöser nicht schlecht sind. Wer neben den 3 Terabyte Hundebildern gern mal eine Abwechslung hätte, kann auch in Tierparks ein paar neue Motive knipsen. Da man durch die Gehegegitter nicht unendlich nah an die Tiere heran kann, ist Zoom und Objektivauswahl erneut eine wichtige Fragestellung. Bewegte Bilder, wie beim Fotografieren von Vögeln oder laufenden Wildtieren, sind besonders schwer zu fotografieren. Die Wirkung der Tierfotos veranschaulicht Hans-Peter Schaub durch den Vergleich zu Schwarz-Weiß-Fotografie. Der Bildinhalt der Nahaufnahme des faltigen Gesichts des Orang-Utan wirkt im Schwarzweiß deutlicher als in einer farbigen Version.

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Nachbearbeitung

Das Nachbearbeiten ersetzt nicht die Vorarbeit durch die Aufnahme eines guten Bildes und auch mit Programmen wie Photoshop kann aus einem schlechten Bild kein gutes Bild gezaubert werden. Dennoch kann man einiges retuschieren oder verstärken. Im letzten Abschnitt von „Die große Fotoschule – Naturfotografie“ dreht sich alles um die Nachbearbeitungsmöglichkeiten (u.a. im RAW-Format) und die Datensicherung, sowie deren Organisation. Was auf den ersten Blick etwas weit weg vom Thema „Naturfotografie“ klingt, ist durchaus wichtig, denn wo viele Fotos entstehen, entsteht auch schnell Chaos. Zur Bearbeitung geht Schaub besonders auf das Programm „Lightroom“ ein, das ein Ableger von Adobe Photoshop ist. Allein dieses Thema ist sehr umfangreich, wird jedoch ebenso leicht erklärt, wie die vorhergehenden Texte.

Fazit zu „Die große Fotoschule – Naturfotografie“

Gerade für Anfänger in der Fotografie ist dieses Buch ein toller Einstieg. Die praxisnahen Beispiele machen es dem Leser einfach, diese selbst auszuprobieren und die technischen Erläuterungen sind in einer einem Laien verständlichen Sprache verfasst. Die Empfehlungen für Objektive, Stative und anderes Zubehör sind praktisch, da deren Einsatzmöglichkeiten anschaulich erklärt sind. Der Leser wird dazu angeregt, selbst auszuprobieren und kreative Experimente zu wagen, was beim Lesen einen großen Reiz bietet, gleich das neu erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen. Mir, als Fotografieanfänger, hat vor allem die Angabe der verwendeten Einstellungen bei den Beispielfotos geholfen, mir einen Eindruck über die Auswirkungen der Kameraeinstellungen zu verschaffen. Für 39,90€ ist die Hardcover-Buchversion ziemlich preisintensiv, jedoch ist es nicht nur eine tolle Orientierungshilfe um Fotografieren zu lernen, sondern durch die vielen farbigen Aufnahmen auch noch wunderschön.

Erwerben könnt ihr „Die große Fotoschule – Naturfotografie“ übrigens hier auf der Homepage des Verlags oder hier auf amazon.

Für unseren Test wurde uns dieses Buch freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Daten zum Buch:

  • Autor Hans-Peter Schaub, Verlag Rheinwerk Fotografie
  • ISBN 978-3-8362-1936-5
  • 396 Seiten, gebunden, Hardcover
  • großes Bildbuchformat von 21x 24 cm, 30 mm Tiefe
  • über 500 farbige Originalfotografien
  • matt gestrichenes Bilderdruckpapier, 135g
  • hochwertige Fadenheftung
  • Lesebändchen
  • zweispaltiges Layout, gut lesbare serifenlose Schrift
  • auch als E-Book im PDF-Format (61MB) und als Onlinebuch für 35,90€ erhältlich
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Hey liebe Leser! Mein Name ist Jasmin, ich bin 28 Jahre alt und studiere Germanistik. Wer sich im Studium mit Literatur und der deutschen Sprache auseinandersetzt, schreibt natürlich auch sehr gern selbst Texte. Überwiegend zocke ich Spiele am PC, schätze aber auch Handyspiele, wenn ich unterwegs bin. Ich zeichne gern, am liebsten digital mittels Zeichentablet und verbringe so ziemlich jede freie Minute mit meinen beiden Dackeln. Euch noch viel Spaß beim Lesen!

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