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Trainieren mit der eGym App (Meine Erfahrung mit System und Anwendung)

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“Effektiver trainieren als je zuvor!” versprechen die Münchener von eGym. Ihre intelligenten Gerätezirkel stehen in immer mehr Studios in Deutschland und natürlich gibt es auch eine App. Diese wollen wir uns heute mal genauer anschauen. Natürlich wie immer aus Nutzersicht. Denn seit einigen Wochen trainiere ich (Sascha) mit eGym und schaue auch ab und an in die App. Zumal ich im Studio Pokémon nicht spielen darf (sinnloses Verbot, es gibt eh nur Taubsis) und entsprechend in einer Pause gern mal meinen Fortschritt analysiere.

Zum Überblick zwei, drei Sätze. Das System von eGym besteht aus Geräten, welche in einem Kreis angeordnet sind. Sie stehen nicht zufällig so, sondern folgen wohl im weitesten Sinne dem Konzept von Morgan und Adamson. Unterschiedliche Muskelgruppen und so. Für Details fragt euren Studioberater oder schreibt ne Doktorarbeit dazu. Ich will trainieren. Cardio gibt es nicht. Sie sprechen verschiedene Muskelgruppen an und ihr größter Vorteil ist für mich, dass man weder Gewichte einstellen muss noch Sitzpolster. Sie besitzen ein Display und jeder Nutzer kann sich mit einem RFID-Armband identifizieren. Daraufhin stellt sich das Gerät ein und die Übung kann starten. Es wird ein Satz pro Durchgang gemacht und durch das Display bekommt man gezeigt, was zu tun ist. Die App bleibt hier erstmal still. Cooler wäre es natürlich, wenn man mit der App das Gerät steuern würde und sie mehr noch integriert wäre.

Die eGym App ist für Android (Download bei Google Play) und für iPhone (Download bei iTunes) kostenfrei verfügbar. Es gibt keine Werbung und keine In-Apps. Klar, der Nutzungsbeitrag wird im Fitnessstudio selbst entrichtet. Wohl aber gibt es nämlich neben der Basisversion des eGym-Systems eine “kostenpflichtige, optionale Ergänzung” mit Premiumfunktionen. Obwohl mir bereits am Gerät ein kostenfreier Premiumtag angeboten wurde, habe ich es noch nicht genutzt. Ich schreibe gleich hier am Beginn, dass ich was System und sportwissenschaftliche Hintergründe angeht, keine Aussagen machen möchte. Als Nutzer selbst bin ich jetzt nach vier Wochen recht zufrieden. Nicht einmal mit dem Ergebnis selbst, sondern eher mit der Erfahrung im Training, am Gerät.

Kleiner Exkurs zur Trainingserfahrung mit eGym

Auf den Straßen sieht man die Tage wieder Werbung mit Vorher/Nachher-Bildchen. Bauchfett dort, Adonis hier. Ja, Fitnessstudios haben im Januar wieder Konjunktur. Gute Vorsätze und so. Bei mir war es eher Zufall und ich bin nicht übermotiviert, sondern will mich nur etwas bewegen. Das System war für mich der Köder für das Studio. Bereits die Aussage, dass es mit App sei, machte mich neugierig, wie sich das hier auf Check-App eben gehört. Ich war bereits in einigen Studios und nach der kurzen Anfangseuphorie habe ich meist aus Zeitgründen das Training vernachlässigt. Etwa den Trainingsplan sukzessive ausgedünnt, da Geräte etwa defekt oder ständig belegt waren oder mir die Übung nicht gefiel. Dann gab es noch Pausen, in welchen man den Trainingsplan auf Papier schnell vergessen hat. Auch vergleichbare Systeme von eGym habe ich bereits genutzt, an der Uni hatten sie Technogym. Damals noch ohne App.

Den Start ins System von eGym fand ich einfach, da ich auch alle Geräteübungen von den herkömmlichen Studios kannte. Bei der ersten Session wurde meine Kraft gemessen, die Geräte auf meine Größe eingestellt, mir das System erklärt und ein Nutzerprofil eingerichtet. Danach sollte ich eigentlich 2 bis 3 Mal die Woche reinschauen. Klar war dann wieder die unfreiwillige Unterbrechungswoche dabei (vgl. Besuch bei King in Barcelona), bei welcher ich in einem herkömmlichen Studio ausgestiegen wäre. Erstmals ist es mir dank der Motivation der eGym App gelungen, nahtlos wieder zu starten. Die Nutzung der Geräte finde ich gut. Sagen wir Eins Minus. Etwas blöd finde ich die Anordnung mancher Displays. Auf sie muss man schräg schauen, was ich nicht als angenehme Haltung empfinde. Wenn man sitzt, kann man außerdem sein Armband nur schlecht an manche Sensoren halten. Mit einer VR-Brille wäre das nicht passiert. Ja, liebes eGym, wenn ihr sowas wie die Kinect-Übungen (Klettern) auf die Geräte bringt mit Oculus oder auch nur angereichert per Hololens, dann merkt mich bitte ganz dick vor. Ich meine dünn. Also ich wäre sofort dabei.

Die Übungen selbst erinnern in der Durchführung an eine Mischung Conquest of Mars vom Atari und diesem Helicopter-Game vom C64. Das scheibenförmige Ufo muss immer im Kanal durch den felsigen Untergrund von Dune fliegen. Diesen haben wohl die Sandwürmer ausgehoben und ein Crash erfreut ganz bestimmt nicht den Imperator. Ansonnsten gibt es keine Bestrafung, wenn man sich nicht sklavisch an die Kurve hält. Ist eben nur sinnvoll.

Funktionen der eGym App

Nun aber zur eGym App selbst noch. Ohne Anmeldung ist die App nicht nutzbar. Sie ist keine Fitness-Community, sondern macht nur Sinn bei der tatsächlichen Gerätenutzung. Auswertung wird geboten, ein Trainingstagebuch und auch etwas Gamification. Beim Start wird einem kalenderartig der aktuelle Trainingstag gezeigt und dessen Übungen. Ich vermisse hier, wie auch den Geräten, vielleicht kleine Animationen, wie man die Übung an den eGym-Geräten korrekt ausführt. Hat mir zwar das Personal gezeigt, wäre als Erinnerung aber sinnvoll ab und an.

Was der Kalender der eGym App noch erlaubt, ist das manuelle Hinzufügen von Übungen. Dazu gehört alles aus dem Bereich Cardio, aber auch alles Erdenkliche mit Bewegung. Nur Bloggen gibt es nicht. Wohl aber Ballett oder auch Freeletics Stuff. In der Beschreibung bei Google Play ist die Rede von “1000 Übungen mit animierter Bewegungsausführung und Anleitung”. Vielleicht gibt es die Animation nur in Premium? Das Ranking im Studio ist eine Motivationsquelle wie auch das Activity Level mit verdienbaren Level und Medaillen. Nächsten Monat werde ich mal probieren über Bronze hinauszukommen und Gold zu erreichen. Allerdings war ich auch zu faul diversen Sport einzutragen, wie etwa Schwimmen, die Wände streichen und das alltägliche Radfahren ins Büro. Besonders ist noch der Bereich “Analyse” in der App, da man hier durch die Geräte gemessene Muskeldysbalancen angezeigt bekommt sowie das Maximalgewicht. Manuell kann man hier auch sein Gewicht tracken. Wer Apps und Gadgets wie Fitbit und Withings nutzt, kann sich die Daten auch importieren. Von Runtastic Pro, welche ich derzeit noch auf dem Windows Phone auch nutze, jedoch nicht. Werde ich auf Android wohl gleich eine andere nehmen, sobald WP richtig flach fällt.

Fazit: Insgesamt ist die eGym App eine übersichtliche Sache. Sie ist bisher noch nicht abgestürzt und hat auch ein Update erhalten. Sie ist leicht bedienbar, übersichtlich und gut nutzbar. Ausbaufähig sind definitiv noch die sozialen Features und der Gamification-Ansatz, da könnte man sich von den Swarm-Badges oder von… Pokémon einiges abgucken. Auch würde ich aktuelle News oder Tipps begrüßen, wie man sie von Apps wie Noom oder Yazio kennt. Das System von eGym selbst ist eine super Sache. Wie man sie nun sportlich bewertet, dass möchte ich den Profis überlassen. Im Studio selbst habe ich mich mit den Herren im Freihantelbereich unterhalten und die fanden das System empfehlenswert. In Internetforen habe ich allerdings auch Kritik gelesen, wie man sie immer kennt gegen Maschinen und für Freihantel und so weiter.

Ggf. werde ich den Artikel noch updaten, wenn ich noch Features entdecke, die ich übersehen habe oder falls ich mal eGym-Premium teste.

eGym-Premium getestet

eGym Premium wird beworben mit “Upgrade jetzt zu eGym Premium für ein besseres Training!”. Aber ist eGym nicht ansich schon super? Mir wurde das Upgrade im regulären Training mal wieder angeboten und ich habe es mal kurz getestet.

Neue Trainingsziele darf man sich auswählen:

Regulär und negativ heißen die beiden Trainingsmethoden für “normale” Nutzer von eGym. Mit Premiun gibt es drei weitere Methoden: adaptives, isokinetisches und explonic Training! Insgesamt gibt es damit fünf Trainingsmethoden. Da mir die Erklärungen nicht so eingeleuchtet haben und sehr kompliziert klingen entschied ich mich für… regulär. Wie langweilig.

Die Macher versprechen mit Premium eine “Steigerung des Trainingseffekts um 150 Prozent”. Dies gelinge mit Periodisierung. Das Konzept ist mir unklar, die auf der Homepage abgebildetete Grafik mit einem steigenden Erfolg mit Premium, aber einem abgeflachten Kraftzuwachs beim Basistarif ernüchtert mich eher.

Das Training selbst wird durch eine andere Kurve geleitet, am Ende gibt es eine Ansage zur Ausbeute.

In der App konnte ich keine Unterschiede feststellen. Insgesamt finde ich Premium dann doch etwas für Fortgeschrittene, sodass ich weiter regulär trainiere. Der Chart zum Kraftzuwachs hat mich wie gesagt eher demotiviert. Achja, Premium kostet 11,90 Euro nochmals extra oben drauf für einen Monat. Günstiger wird es bei längeren Laufzeiten. Nicht so teuer, aber im Vergleich zur Leistung, die ich nicht einschätzen kann, doch kein Schnäppchen.

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Kommentare zu Trainieren mit der eGym App (Meine Erfahrung mit System und Anwendung)

3 Antworten zu “Trainieren mit der eGym App (Meine Erfahrung mit System und Anwendung)”

  1. Viktoria Maisner sagt:

    Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für den spannenden Artikel und die Erfahrungen. Ich selber habe noch nie mit einer App oder im eGym trainiert, allerdings klingt das sehr sehr spannend. Vielleicht teste ich es auch mal. Auf der folgenden Webseite habe ich weitere Informationen zum Thema gefunden, vielleicht hilft es euch ja auch weiter: imoove.de

  2. Ahle, Karla sagt:

    Ich habe mal eine Frage und zwar warum sehen mich andere nicht in der Rankingliste, obwohl ich die anderen sehe.

  3. kockkerstin sagt:

    Das system ist das letzte.Seit einer woche werden mir täglich tausend punkte abgezogen obwohl ich täglich trainiert habe und angeblich täglich ca. 1000 punkte gemacht habe. Niemand kann mir erklären wie das zustande kommt.

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