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Lunar Battle: Cooles Aufbau- und Taktikspiel im Weltraum

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Den Aufbruch zu den Sternen mit Lunar Battle habe ich irgendwie verpasst. Dabei ist alles mit dem Label “Weltraum” ohnehin ein Pflicht-Download. Irgendwann letzten Herbst startete Atari mit On5 in den Weltraum. Offenbar gab es einen recht langen Softlaunch, sodass ich es vielleicht deshalb aus den Augen verloren hatte. Womit wir beim Thema sind, denn auch das Schiff mit seiner Crew ist verloren gegangen und anstatt den Weg zurückzusuchen, gründen sie ne Kolonie. Was gibt es auch hier auf der Erde zu vermissen, außer vielleicht Pizza und Kaffee? Beides können wir aber alsbald ohnehin herstellen. Nur leider sind da noch unfreundliche Nachbarn. Und schon haben wir nen wunderbaren Mix aus Aufbau und Strategie. Nicht etwa so, wie bei den Clashern. Vielmehr erinnert vieles bei Lunar Battle an PC-Klassiker mit etwas mehr Tiefgang als so ein 30cm Mondkrater.

Mondkrater… Lunar Battle hat überhaupt nix mit dem Erdtrabanten zu tun. Wir befinden uns in den Tiefen des Weltraums und hier braucht niemand darüber zu diskutieren, was nun die dunkle Seite des Mondes und was die ferne Seite ist. Also die Chinesen fliegen zur erdabgewandten Seite für ihre Landung demnächst, die dunkle Seite sehen wir die ganze Zeit. Geklärt. Etwas zu talkative? Was hatte das gerade mit Lunar Battle zu tun?

Tatsächlich präsentiert sich Lunar Battle gerade anfangs mit mega viel Dialog und Texten. Man könnte fast das Gefühl bekommen in Lifeline zu sein. Jedoch mit dem Humor von Futurama. Die lockeren Sätze des Captain, vom Helpbot und den Kameraden sind lustig, lenken aber nur davon ab, dass wir hier in einem recht müden Tutorial sind, wo wir recht straff an die Hand genommen werden. Trotzdem ist Lunar Battle nicht einfach nur ein weiteres Aufbauspiel. Es gibt eigene Ideen…

Lunar Battle ist cool, da…

Müder Basisbau, wie immer? Einmal platzierte Gebäude lassen sich NICHT verschieben. Was wie eine Petitesse wirkt, ist schon ein Novum im Genre. Abriss geht freilich, da bekommt man aber nur die Hälfte der Rohstoffe wieder und vor allem nicht die Sonderobjekte. Autsch. Nachdem also ein geeigneter Besiedlungsort gefunden war, sind Warenlager und diverse Rohstoffgebäude errichtet worden. Hier kommt dann gleich eine zweite Besonderheit dazu. Tatsächlich haben die Arbeiter eine Funktion und Straßen bringen was. Ein klein wenig Mikromanagement-Gefühl kommt auf, wenn der Strom nicht reicht für die Getreidefarm und man jene auch mit Erweiterungen ausstatten kann.

Recht zäh und stufig geht es voran. Da man noch nicht den Überblick darüber hat, was es noch so zu platzieren gibt, verbaut man sich mal schnell und plant um. So kann man nur an den vorgegebenen Orten die Minen bauen und Wohngebäude brauchen immer einen Sauerstoffgenerator in unmittelbarer Nähe. Vor allem überzeugt auch, dass es recht viele Rohstoffe und Zwischenprodukte gibt. Diese lassen sich auch mit anderen Spielern handeln. Leider gibt es im Markt meist nur Staub und Steine.

Leider gibt es alsbald trotzdem nicht mehr viel zu tun. Vielmehr wartet man, dass man in den zufällig erscheinenden Kisten mal was mit Wert findet. Das wären z.B. die besonderen Objekte wie der Photon Capacitors für den Kraftwerkausbau oder Teile fürs Schiff. Jenes will auch mit Modulen ausgestattet werden. Neben dem Aufbauteil von Lunar Battle kommen wir also zum Kampf.

Das Schiff wird mit Weltraumschrott hochgelevelt, sodass man an ihm immer mehr Module verbauen kann: Waffen, Panzerung, Schilde, Antrieb. Diese selbst lassen sich auch weiter hochleveln. Und somit sind wir beim eigentlichen Spielziel angekommen: ein mächtiges Schiff zu bauen, die später hinzukommende Raumstation ebenso trutzig zu machen und eben zu kämpfen. Dafür braucht man auch Ausrüstung und Nahrung, sodass die Heimatbasis noch nen Zweck bekommt.

Bei den Kämpfen kann man das Schiff steuern, Ziele auswählen und Belohnungen einfahren. Kämpfe gibt es in einer Story mit derzeit 50 Levels sowie PvP, wobei letztere mir ein Rätsel sind. Bei diesen tritt man gegen Schiff und Station des Gegners an, sodass ich bisher nur verloren habe.

Womit wir vom rein beschreibenden Teil über Lunar Battle zur kurzen Einschätzung kommen, was denn so die F2P-Thematik angeht. Es gibt viel Werbung, die man angucken darf. Etwa für eine Verdopplung der Produktion für eine Stunde, für eine schnellere Schiffswiederherstellung etwa oder um mehr Beute zu bekommen. Auch gibt es eine Premiumwährung, die Credits, welche man recht schwer bekommt und viel ausgeben könnte. Weiterhin gibt es eben so besondere Objekte, welche man für den Hausbau braucht. Diese finde ich bisher extrem selten.

App-Check von Lunar Battle
Name der App
Lunar Battle
Entwickler
Atari / On5
Sprache
Deutsch
getestete Version
1.41.56 vom 22.12.2017
getestet für
iPad Air
Größe
110 MB
Positiv
+ coole neue Ideen beim Basisbau
+ Mix aus Taktik und Aufbau
+ lustige Dialoge
Negativ
- zäher Fortschritt nach etwa 3-4 Wochen im Spiel


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Kategorien
Android · Check · iOS · Spiele
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