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Immer sicher unterwegs mit der Dashcam von Aukey

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Spektakulär und erschreckend zugleich. Videos von Unfällen, beinahe Crashs und sonstigen Mißgeschicken im Straßenverkehr kennt wohl jeder aus den entsprechenden Compilations bei YouTube. Aufgenommen mit Autokameras, Dashcams. Doch jene Clips haben meist einen ernsten Hintergrund, sollen nicht zur Unterhaltung dienen, sondern helfen das Geschehen aufzuklären, die Schuldfrage zu beantworten. Auch auf deutschen Straßen solange Tesla oder ein anderes Unternehmen das autonome Fahren nicht einführen. Zumal der BHG bekanntlich entschieden hat, dass “kurze, anlassbezogene Aufnahmen von Unfällen im Straßenverkehr” für Zivilprozesse verwertbar sind. Der ADAC befürwortet den Einsatz auch. Entsprechend haben wir uns mal umgeschaut, welche Dashcams zur Verfügung stehen und sind dabei auf das Modell DR01 von Aukey aufmerksam geworden. Ein Hersteller, welcher uns schon vielfach von seinen Produkten überzeugt hat und gleich mehrere der Kameras im Produktsortiment hat. Diese Dashcam ist Stand-Alone, es werden also weder App noch Smartphone benötigt. Die Daten schaut man sich am PC an. Wie immer haben wir das Gadget nicht nur aus Pappe und Folie befreiend ausgepackt, sondern praxisnah im Alltag getestet. Auf der A9 zwischen Berlin und Leipzig etwa.

Wofür braucht man eine Dashcam? Kommen wir mit der Frage zur Nutzung nochmal kurz zum Grundsätzlichen zurück. Dashcams haben meiner Beobachtung nach noch ein zweifelhaftes Image in Deutschland. Das ist sicher auf besagte Videos aus Osteuropa zurückzuführen. Die Wortwahl zum Einstieg eben war schon schwierig. Relativiert wird das durch den Aspekt der Verkehrserziehung, in welcher ja schon seit den 70er Jahren derartige “Schockvideos” eingesetzt wurden, um über zu hohe unangepasste Geschwindigkeiten oder etwa Alkohol im Straßenverkehr aufzuklären. Erleichtert darf man sein, wenn die Umstände fürs Video erstmal darin bestehen, dass sie den Nutzern rechtlich helfen, das Geschehen aufzuklären. Etwa eines Auffahrunfalls oder Spurwechsels. Erst kürzlich hatte ich selbst am Dreieck Potsdam die Situation, bei welcher mich ein LKW abdrängte. Obwohl ich dachte, dass der tote Winkel ausgestorben ist, hatte der Aufliegerfahrer einfach die Spur gewechselt und mich dazu genötigt, auf den Standstreifen auszuweichen. Eine Dashcam wäre im Fall eines Crashs extrem hilfreich gewesen. Die Klärung des Einsatzzweckes ist insofern sinnvoll, da man daraus zwei Anforderungen an solche Kameras ableiten kann: sie müssen aufzeichnen, wenn etwas passiert und dürfen den Fahrer selbst dabei nicht ablenken. Abgewogen beim Urteil wurde ja der Datenschutz mit dem Beweiszweck. Auch wer bewußt “alles” filmt, um etwaige Verkehrsverstöße Dritter anzuzeigen, sollte sich am Kopf kratzen. Außerdem sollte die Kamera eine gute bis sehr gute Qualität der Aufnahmen besitzen.

Großer Lieferumfang der Aukey Dashcam

Jeztzt kommt was aus dem Pappkarton! Wie immer beim Hersteller extrem umweltfreundlich, nur für den sicheren Versand ausgelegt. Alles fein säuberlich verpackt. Das System besteht aus einer kompakten Kamera, welche man wohl meist an der Frontscheibe anbringt. Gleich zwei Halterungen sind im Lieferumfang enthalten. Eine mit Saugnapf für den flexiblen Einsatz, eine weitere mit Klebeblatt.

Ein langes Kabel versorgt die Kamera mit Strom. Einen Akku hat sie nicht, sie speichert aber die gemachten Einstellungen. Um die Stromquelle zu erreichen, die Autosteckdose oder eine Powerbank, liegt ein sehr langes Kabel bei. Für die Autosteckdose gibt es zudem ein Ladegerät, welches zwei Ports hat. Entsprechend kann man parallel noch sein Smartphone aufladen oder andere Gadgets nutzen. Freilich kann man die Aukey Dashcam auch an einem vorhandenen Ladegerät anstecken, etwa dem des FM Transmitters hier. Wer nicht mehrere Dosen hat, bleibt also nicht unterversorgt.

Das Kabel muss natürlich von der Scheibe zur Dose gelegt werden. Es sollte nicht störend im Innenraum herumbaumeln. Drei kleine Kabelklemmen mit Aufkleberhalterung sind auch dabei, sodass man das Kabel bei Bedarf schön ordentlich verlegen kann. Eine deutsche Bedienungsanleitung komplementiert den Lieferumfang.

Spezifikationen der Kamera

Das quadratische Gehäuse aus schwarzer Plastik ist nur 5,6 x 5,6 cm groß und 3 cm tief. Also für die Hosentasche und recht leicht. Die Rückseite nimmt fast komplett ein LCD mit 2 Zoll ein, drunter sind vier Tasten. Auf der Front ist ein Weitwinkel-Objektiv mit 170 Grad zu finden, hinter welchem ein Sony Exmor IMX323 mit 2,19 Megapixeln sitzt. Die CPU unterstützt Aufnahmen in Full HD 1080p mit 30fps. Neben der Halterungsverschlussklemme sind Öffnungen fürs Mikro, sodass auch Tonaufnahmen möglich sind.

Auf der oberen Schmalseite befindet sich ein GPS-Eingang, ein Audio-Ausgang sowie der Mini-USB-Port für die Stromversorgung und der Slot für die MicroSD-Karte. Diese sollte die Class 10+ besitzen und kann bis zu 128 GB groß ausgelegt sein. Je größer diese ist, desto mehr Aufnahmen können ohne Überschreiben gespeichert werden. Pro Minute an Video ohne Ton fallen etwa 100 MB an Daten an.

Installation und Bedienfreundlichkeit

Die Kamera wird per Kabel mit Strom versorgt. Sie ist also nicht autark, hat keinen Akku. Positiv ist, dass man sie entsprechend nicht aufladen muss und sie permanent zur Verfügung steht. Negativ ist, dass man ein Kabel legen muss und die Autosteckdose aktiv ist. Man kann sie aber parallel weiter fürs Smartphone-Ladegerät nutzen, da der Stecker zwei Ports hat. Oder man steckt die Kamera an ein vorhandenes Ladegerät mit an. Auf dieser Seite des Kabels ist Flexibilität angesagt. Auf der anderen Seite ist kein USB-Stecker verbaut, wie man ihn vom Smartphone kennt, sondern ein micro-USB, welche bekanntlich etwas dicker sind. Ein kürzeres Kabel kann man also nicht ohne weiteres nutzen. Jedoch lässt sich das lange Kabel mit den drei Klemmen gut seitlich an der Scheibe nach unten führen. Der beste Platz für die Kamera befindet sich direkt hinterm Spiegel. Vielleicht leicht unterhalb, damit man die Kamera gut bedienen kann, wenn man steht. Also nicht während der Fahrt bitte.

Die deutsche Bedienungsanleitung lässt keine Fragen offen. Sie kommt auf sechs Seiten mit Abbildungen und Tabellen auf den Punkt. Alles verständlich, die Dashcam ist auch von technisch nicht begabten Nutzern leicht in Betrieb zu nehmen. Die Menüführung ist Deutsch. Die Tasten erlauben schnell durch die Menüs zu springen. Es gibt für mich nur eine Umständlichkeit bei der Bedienung, welche aber für den Normalnutzer völlig unerheblich ist.

Seitlich ist eine LED angebracht, welche den Betriebsmodus anzeigt. Sie leuchtet grün bei Aktivierung und blinkt bei Aufnahme. Freilich kann man das LCD einschalten, sodass Mitfahrer auch drauf schauen können und die Kamera bedienen.

Der Saugnapf an der Scheibe hält bombenfest. Die Halterung erlaubt eine flexible Drehung der Kamera in alle Richtungen.

Nutzung der Dashcam

An die Windschutzscheibe und vergessen. So sollte der ideale Gebrauch aussehen. Und dann noch perfekter, sollte man sie nie benötigen. Eine Dashcam ist wie ein Feuerlöscher oder so ein Sicherheitshammer, eigentlich möchte man sie gar nicht haben, da man sich ja implizit auf eine Situation einstellt, wo man sie braucht und sie nützlich ist. Der Unfall. Die Dashcam kann permanent aufzeichnen, gelöscht wird dann irgendwann das älteste Video, da bei der hohen Auflösung doch recht viele Daten anfallen, ist das schon alsbald der Fall, wenn man eine durchschnittliche SD-Karte mit 16 GB zum Beispiel nutzen. Strom wie gesagt ist unbegrenzt, da Kabel. Aufzeichnen sollte man aber wie gesagt als rechtlichen Gründen ohnehin eher anlassbezogen. Die Kamera hat einen Notfallaufnahmemodus, welcher sich durch scharfe Kurvenfahrten oder plötzliches Abbremsen aktiviert wird.

Weiterhin bietet die Kamera auch einen Timelapse-Modus, welcher aller einer Sekunde ein Bild aufnimmt. Diesen würden ich als eher experimentell ansehen, für eure Kunstprojekte von langen Fahrten von München nach Berlin, jedoch dann ohne Veröffentlichung aufgrund rechtlicher Vorgaben. Für den Privatgebrauch. Wer die Kamera per Powerbank mit Strom versorgt, kann sie auch nutzen, um das stehende Auto auf dem Parkplatz zu überwachen. Was aber auch rechtlich wieder eine Grauzone darstellt, wenn sie permanent erfolgt. Nein, welche sogar im öffentlichen Raum verboten ist, wenn man mehr filmt als das Fahrzeuginnere selbst, nach meinem Rechtsverständnis.

Die drei folgenden Beispielbilder vermitteln einen Eindruck von der Qualität der Aufnahmen. Sie sind morgens entstanden bei relativ schlechten Lichtverhältnissen eines bewölkten Tages. Später dann mit Gegenlicht der Sonne sowie auch abends. Bei allen drei Bildern fehlen natürlich andere Fahrzeuge, da ich aus rechtlichen Gründen nur “saubere” Aufnahmen hier einstellen will.

Geworben wird damit, dass die “große Blendenöffnung (f/1,8) und HDR selbst bei Nachtfahrten für detailgenaue Aufnahmen. Weiterhin haben wir auf Twitter ein kurzes Video von einer Tagfahrt und Nachtaufnahmen geteilt, welche auch sehr kurz sind, da wir keine anderen Autos mit im Video haben wollten. Die Qualität der Aufnahmen kann jeder selbst bewerten, wir finden sie sehr gut.

Fazit: Die Dashcam DR-01 stellt im Sortiment von Aukey das Einsteigermodell dar. Das bessere Modell DR-02 bietet auch 4K. Zudem gibt es noch ein Modell Dual für vorn und hinten. Und es gibt noch einen GPS-Empfänger, um die Geodaten fürs Video zu haben sowie natürlich die Geschwindigkeit. Das schreibe ich alles zum Vergleich, dass man für etwas Aufpreis noch mehr bekommen kann, eigentlich mit der DR-01 aber schon versorgt ist für den Alltagsgebrauch. Die Inbetriebnahme ist einfach, die Handhabung fügt sich ins Fahrgeschehen, man wird nicht abgelenkt durch sie. Sie wirkt zudem zuverlässig und kann durch den Kabelbetrieb auch nie ohne Strom dastehen. Alles in allem also eine absolut empfehlenswerte Dashcam, welche hier auf Amazon für 49,99 Euro im Angebot ist (Aff.-Link).

https://www.check-app.de

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