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Lioncast LK300 RGB Gaming Tastatur – Alle meine Farben

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Weinrot leuchtet das R, Gelb wie die Sonne das G und das B wurde soeben… bunt. Bunt, was ist das für eine Farbe? Bei 16,8 Millionen ist das gar nicht so leicht zu beantworten. Und haben wir vielleicht im Titel der Lioncast LK300 RGB Gaming Tastatur diese drei Buchstaben falsch verstanden? Steht RGB nicht für etwas anderes? Nein, soweit ist es noch nicht gekommen, dass wir uns den Farbraum verwirren lassen von einer über die Tasten huschende Sinuskurve in Regenbogenoptik. Diese zeigt die Tastatur zumindest gerade an und da bleibt auch das R nicht lange errötet. Selbstbewusst präsentiert sich diese coole Tastatur als Peripherie für Freunde der spaßvollen Stunden am PC, welche nicht nur für WASD-Games die erste Wahl ist. Natürlich ist der programmierbare Beleuchtungseffekt mit Farbspektakel eine der Eigenschaften, die wir bei diesem Produkt im Ersteindruck wahrnehmen. Wir haben ja Augen. Dabei ist es doch eigentlich der Tastendruck, die Aufhängung und überhaupt die Ergonomie, die wir sonst an erster Stelle betrachten. Also der Fingereindruck sozusagen, welcher sich erst bei der Nutzung einstellt. Diese sollen auch sogleich ihren rechten Platz bekommen in dieser Produktvorstellung der Lioncast LK300 RGB Gaming Tastatur, welche uns im kommenden Winterhalbjahr definitiv dazu verleiten wird, mal wieder ein “echtes Spiel” zu zocken und nicht nur seichte Clasher-Kost am Smartphone und Tablet. Black Ops 4…

“Be Part of the Game” steht da auf der Verpackung und für was für ein Spiel ihr die Tastatur nutzt, das ist völlig euch überlassen. Etwa für LOL oder COD, für welche es schon vorprogrammierte Tastasturprofile gibt? Bei der Herstellung habe man Input des Teams Berlin International Gaming (BIG) genutzt. Zielgruppe sind dann nicht mal nur die Core-Gamer, würde ich sagen, sondern auch all jene, welche gepflegt am Feierabend eine Runde zocken, ob nun nach der Schule oder dem Büro. Auch diesen Text hier schreibe ich testweise mal auf ihr. Schließlich wäre es ja eine Verschwendung von LÖÄ und PÜ, wenn man “nur” die linke Hemisphäre des QWERTZ der Lioncast LK300 RGB Gaming Tastatur nutzt. Naja, etwas musste ich schon schmunzeln, als ich von den Makrotasten gelesen habe, welche die blitzschnelle Eingabe von Befehlskombos und Zaubern ermögliche. Auf der ersten Taste habe ich mir die Reviews für Idle Clicker gespeichert, bei welchen ich ab sofort nur noch die App-Titel austauschen muss. So mit Katzen ein Idler? Fein! Wir haben das von einem befreundeten englischen App Blog als “Curse of the App Stores” bezeichnete Genre also bezwungen mit eigener Magie. Genug Gelaber, die Produkteigenschaften laufen jetzt dynamisch ein wie der Sinusoid.

Lioncast LK300 RGB Gaming Tastatur

Die Marke Lioncast aus Berlin verspricht “100% Performance trifft auf 100% Qualität”. Die passende Peripherie für Gamer aller Art. Im Angebot sind etwa Mäuse und Pads, Headsets und eben Tastaturen, von welcher unser Modell hier sogleich auch der Topseller ist.

Die Tatatur wird geliefert mit ansteckbarer Handballenauflage in schwarzer Plastik, welche eine angenehme angeraute Oberfläche hat, sodass auch keine Abdrücke bleiben. Eine Anleitung kann man sich von der Homepage laden, etwa wenn man die Programmierfunktion der ebenso herunterladbaren Software erlernen oder die Tastaturbelegung wissen will. Es liegt nur ein Quick Guide bei auf Papier, welcher aber bei einer Tastatur ja wohl auch schon zu viel der Erklärung ist. USB anstecken und so für die Installation sollte wohl jeder packen, der mehr als Minesweeper mit ihr spielen will. Sie selbst hat eine Frontplatte aus Aluminium in der Verarbeitung graphit-schwarz gebürstet, was ihr ein robustes Gehäuse gibt, welches mit circa 1 kg an Gewicht auch schön auf dem Tisch liegt und dennoch leicht transportfähig ist. Vor allem sieht sie mit den freiliegenden Tasten über Alu einfach super aus. Zudem fehlt der Rahmen, in welchem sich Schmutz sammeln kann. Ich denke gerade in der Reinigung mit Saugdüse und Pinsel ist die Lioncast LK300 praktisch.

Das Layout der Tastatur ist Deutsch und neben den 105 Standardtasten gibt es noch zahlreiche für Funktionen. Die Funktionstasten 1 bis 12 selbst sind belegt mit Mediasteuerung sowie Mail und Browserstart. Für diesen gibt es dann in den sechs Mediatasten oben rechts nochmals Suche, Vor- und Zurück sowie Favoriten etwa. Links sind etwas abgesetzt 5 Makrotasten, deren Programmierung wird gleich im Zuge der Beleuchtung nochmal beschrieben. Die mechanischen Tasten wurden mit Red Kailh Switches umgesetzt, der Tastendruck ist also linear und es erfolgt kein Feedback über den Druckpunkt. Man spürt eine recht durchschnittliche Betätigungskraft und mittlere Geräuschentwicklung, sodass ich sie wie gesagt auch für normaler Schreiberei oder fürs Coding einsetzbar halte. Der Hersteller gibt eine Lebensdauer von 80 Millionen Tastenanschlägen an, mehr als die von Cherry können. Das dürfte genug sein, selbst wenn ihr so verrückt seid und das Abschreiben der Harry Potter Bücher zu eurem Hobby zählt, da ihr euch die Fahrt runter nach Babelsberg nicht leisten könnt (ich bin mehrfach vorbeigefahren). HAHA, hier. N-Key Rollover unterstützt die Tastatur auch, mit NKRO kann man also alle Tasten gleichzeitig drücken.

Ganz klassisch kann man sie mit zwei Gummifüssen aufstellen und somit die Ergonomie verbessern:

Das zentral oben mittig fest angebrachte und robuste Stoffkabel mit Klettverschluss (Länge 180 cm) erweist sich als ebenso reisefreundlich wie die Tastatur selbst, sodass man sie auch gern auf eine Session mitnimmt. Der Stecker ist vergoldet und das Kabel hat nen Entstörfilter.

Es leuchtet

Alle Tasten im Hauptfeld und dem NUM-Block sind beleuchtet. Hier sitzt eine LED hinter jeder Taste, sodass die aufgedruckten Ziffern und Zeichen von unten beleuchtet werden. Sie sind also nicht aufgedruckt, sondern stellen sozusagen kleine Fenster dar. Nicht beleuchtet sind die 2×6 Tasten für Makro und Media oben.

Die Tastatur leuchtet rot. Oder blau. Oder eben bunt. Bereits bei der ersten Aktivierung macht die Startanimation in einer Art einschlagenden Welle darauf aufmerksam, dass die Beleuchtung nicht statisch eine Farbe für alle Tasten anzeigen muss. Aber kann. Vielmehr lassen sich vordefinierte Profile wählen oder eigene Programmierungen umsetzen. Das ginge direkt an der Tastatur ohne Zusatzsoftware, geht aber meiner Ansicht nach besser mit der 2 MB großen Software “LK300 RGB Mechanical Keyboard”. Diese zeigt auch die aktuelle Treiberversion an. Erlaubt aber vor allem aus Beleuchtungspresets wie Regenbogen, funkelnden Sternen und Regentropfen auszuwählen. All dies sind nette Animationen, interessanter sind dann etwa der Modus Reaction oder Druckwelle.

Mein Fav ist nicht nur aus ästhetischer Sicht jedoch der verlierende Schatten. Dann werden die beleuchteten Tasten nach Anschlag kurz dunkel und kommen langsam wieder zu voller Pracht. Praktisch ist dies auch meine Wahl, da eine völlig dunkle Tastatur nicht so gut wirkt und die Bewegungseffekte zwar lustig sind, aber auch ablenken. In den vordefinierten Mustern werden alle was finden. Wer es dann noch individueller mag, definiert sich selbst was. Gerade was Spiele angeht. Dazu habe ich noch ne Erinnerung: Circa im Herbst 1996 lagen der PC Player erstmals diese Schablonen bei. Keine Auschneideprofile für die Monster in Grün und Rot; Pokémon ging bis GO völlig an mir vorbei. Vielmehr für richtige Spiele, d.h. PC-Titel wie das legendäre “Command & Conquer: Alarmstufe Rot” oder auch Siedler II, wenn ich mich recht erinnere. Man konnte sie nutzen, um sich die häufigsten Tasten bei diesem Spiel zu markieren. Bei meinem Natural Keyboard passten die natürlich nicht.

Fazit und Kauf: Unter 100 Euro. Derzeit gibt es die Lioncast LK300 RGB Gaming Tastatur hier auf Amazon im Angebot, was wir freilich mit nem Affl.Link eingebunden haben. Das Testprodukt hat uns Lioncast zur Verfügung gestellt und wir hätten gern auch was kritisches gefunden, was uns nicht so gut gefällt an dieser Gaming Tastatur. Aber nix. Was soll man da machen außer zum Kauf raten und nicht erst bis Weihnachten zu warten. Najaaaa. Wünschenswert wäre natürlich ein USB C gewesen, da wir mittlerweile vom mobilen Monitor bis zur Maus alles umrüsten. Ein abnehmbares Kabel wäre hier wohl die Lösung für die Zukunftssicherheit.

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