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BenQ GV1: Mini-LED-Projektor im Check

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Was wird aus Rick? Gerade lief noch „The Obliged“ (dt . Hungerstreik), die Episode 4 von Staffel 9 von TWD. Nun sitze ich aber schon in der U-Bahn zur Uni und wie es weitergeht werde ich definitiv nicht auf meinem viel zu kleinem Smartphone-Display gucken. Übrigens gleich Recht euch nicht teasern. Dabei will eigentlich jeder nun wissen, was aus dem Deputy Sheriff Grimes aus King County wird. In der Mittagspause, da hätte ich Zeit nur leider kein großes Display. Praktischerweise gibt es da ein Gadget, welches mir auch unterwegs „kabelloses Sehvergnügen in Sekundenschnelle“ verspricht und Freunde gleich mitgucken können.

Tragbar, handlich und leicht bedienbar. Es geht hier um den BenQ GV1, einen LED-Projektor im Miniformat für Darstellungen bis Full HD und einer Maximalgröße von 100 Zoll bei einer Auflösung von 480p. Softwareseitig läuft er auf Androidbasis (7.1.2) mit deutscher UI und nutzbar ist er für Medien von allen Quellen, auch per USB-C. Euch erwartet ein Produktreview mit Praxistest des Mini-Projektors aka Beamers. Dieser ist soeben ganz frisch auf den Markt gekommen, eine Produktneuheit 2019 vom Hersteller, dessen „Q“ im Namen für Qualität steht. Ein Review auch mit persönlicher Note, denn mein erster Beamer vor 15 Jahren war auch schon ein BenQ. Und umso erstaunlicher ist es zu sehen, welche technologische Entwicklung hier erreicht wurde.

10 Sekunden im Ersteindruck

Mehr Zeit für einen Ersteindruck als 10 Sekunden wird nicht benötigt. Aus der Verpackung befreit, mit dem WLAN verbunden und dann das erste Foto an die Wand projeziert. Obwohl es jetzt früh morgens schon recht hell ist, zeigt sich ein farbstarker und scharfer Dackel an der Wand, die eben noch langweilig weiß war. Und das im Akkubetrieb, welcher die Helligkeit auf 60 Lumen reduziert. Einen Rand sieht man, voreingestellt ist noch 16:9 für Video, aber es gibt noch vier weitere einstellbare Formate, wie wir später zeigen. Denn freilich geht es hier nicht darum bloß Fotos zu projezieren. Als erster Test eignen sie sich jedoch, da sie ja auf dem Android schon in der Fotorolle liegen und es mir eben darum geht, wie schnell man ohne einen Blick in die Anleitung zu werfen das Produkt benutzen kann. Die Antwort lautet: sofort. Keine Kabel müssen gezogen werden, keine Protokolle umständlich aktiviert. Einzig die Taste fürs Bluetooth war mir nicht sofort verständlich, da sich die „Lampe“ beim Pairing ausschaltet.

Der Beamer selbst, sein Design, seine Verpackung, sein Zubehör, machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Ein Markenprodukt mit eben jenem gewissen „Q“, was sich vor allem an zwei Elementen im Ersteindruck zeigt: der Materialauswahl und der Verarbeitung.

Schlankes Säulendesign

Beamer, das sind doch solche brotkastenähnliche Dinger? Wie eine Säule, oder sagen wir mal Kaffeedose, steht der Benq GV1 da. Rutschsicher auf seinem flachen gummierten Fuß, ohne Kopflastigkeit oder Seitenneigung. Man könnte ihn auf die Hafenmauer bei Windstärke „Die Möwen flattern davon“ stellen, ohne zu befürchten, dass er umfällt.

Würde der Hersteller das Gerät für Kinder oder Geeks herausbringen, so müsste er nur ein Silikoncase mit zwei Beinen und Armen beilegen. Beinahe wie ein kleiner Roboter erscheint der Beamer. Vor allem hat wohl der obere kopfähnliche Teil, welcher nach hinten neigbar ist, den Eindruck bei mir erzeugt. Der untere Teil besteht aus einem feingittrigem Gehäuse für den Sound. Nähte sucht man hier, sodass sich auch keine Spaltmasse ergeben. Der obere Kopfteil mit der Optik und den Knöpfen ist aus grauer Plastik, ebenso mit Gittern, diesmal wohl für die Lüftung, auch aus einem Stück. Insgesamt ergeben sich damit wenige Akzente. Nennen wir ihn mal minimalistisch. Auffällig ist lediglich der gelbe Bereich im „Nacken“, welcher auch vorn sichtbar wird, wenn man den Kopf neigt.

Das Format erinnert an das eines Bluetooth-Lautsprechers und damit ist auch gleich die Sache mit dem Bluetooth von oben aufgeklärt. Denn tatsächlich kann man den Beamer auch als bloßen Lautsprecher nutzen. Eingebaut ist eine typische Leistung von 3W. Sein Klang ist vor allem auch deshalb sehr gut, da der Beamer nur 29 dB leise lüftet. Also kaum hörbar.

Bedienung, Input und Bildwiedergabe

Einschalten, die Fernbedienung nutzen, um die Quelle auszuwählen oder sofort etwa vom Android aus losstreamen. Die UI ist auf Deutsch und ermöglicht es z.B. das WLAN einzustellen oder die Firmware zu aktualisieren. Außerdem hat der Beamer verschiedene Bildmodi, was die Farbtemperatur und Helligkeit betrifft sowie Formate.

Das Bild wird mit einer maximale Helligkeit von 200 ANSI Lumen projeziert. Als Lampe wird eine LED mit extrem langer Haltbarkeit genutzt (im Vergleich zu den Lampen früherer Beamer). Er ist also in schattigen oder abgedunkelten Räumen zu benutzen. Im Akkubetrieb ist die Helligkeit zur Energieeinsparung auf 60 Lumen reduziert, sodass man hier die größe der Projektionsfläche zur Abdunklung zusätzlich nochmals reduzieren sollte, um ein gutes Bild zu erhalten.

Die Schärfe wird manuell mit dem seitlichen Rad eingestellt, das geht sehr gut. Der Kontrastverhältnis wird im Datenblatt mit sehr hohem 10.000:1 angegeben. Die Ausrichtung des Bildes, also die Regulierung von Verzerrungen, wenn man den Beamer nicht genau rechtwinkelig zur Wand stellt, erfolgt automatisch. Das nennt man automatische Keystone-Korrektur.

Input bekommt der Beamer sowohl kabellos als auch per USB-C. Man kann Bilder, Präsentationen, Bildschirminhalte wie das Browserfenster oder eben typisch auch Videos und Streams projezieren. Spiele auch, das ist aber wohl eher eine untypischer Einsatzzweck. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • kabellose Projektion mit Airplay und Google Cast per WLAN, der Beamer hat auch nen Hotspot-Modus
  • per USB-C von Flash-Laufwerken oder PC/Tablet mit DisplayPort Alternate Mode

So kann man z.B. Netflix mit Airplay bei macOS und mit Google Cast bei PC oder Laptop über den Google Chrome Browser ansehen, indem man die Anzeige des PCs/Laptops erweitert oder Inhalte von Android-Mobilgeräten über ein USB-C™ Gen3.1-Kabel übertragt.

(Portable) Nutzung

Klar, kann man ihn im Büro oder Wohnzimmer super nutzen. Dann punktet er wohl vor allem damit, dass man ihn bei Nichtgerauch in den Schrank stellen kann und er kaum Platz wegnimmt. So dünn und leicht Fernseher und Screens geworden sind, einen Beamer werden sie in der Mobilität nie schlagen. Der Mini-Beamer ist mit seinen Maßen von 15,5 Zentimetern in der Höhe und nur 8 Zentimeter Kantenlänge in der Breite und Tiefe sehr handlich. Im Lieferumfang liegt auch eine kleine Tasche bei, sodass man ihn sicher transportieren kann. Man kann ihn entweder auf eine flache Oberfläche stellen oder ihn auch auf einem Stativ oder anderen Halterung mit 1/4 Zoll 20-Gang-UNC-Gewinde befestigen. Mit seinen etwa 700 g wiegt er allerdings schon soviel wie meine Sony Alpha 77 II und somit ist ein leichtes Ministativ eher ungeeignet.

Die passende Projektionsfläche zu finden ist ebenso nicht schwer. Der Kopf des Beamers lässt sich um 15 Grad neigen, sodass man auch je nach Entfernung der Wand etwas nach oben projezieren kann, ohne den Beamer selbst zu bewegen.

Im Akkubetrieb kann man ihn etwa 3 Stunden nutzen. Seine Kapazität beträgt 3000 mAh und wird mit einem extra Netzteil aufgeladen, nicht per USB, sodass man auch keine Powerbank nutzen kann.

Nutzungstipps zum GV1-Beamer erhaltet ihr außerdem direkt hier auf der Homepage des Herstellers.

Check-Urteil

Cooles Design, praktisch für den Transport als auch die Aufstellung, trifft auf eine extrem einfache Handhabung. Man muss eigentlich bei der Nutzung auf kaum etwas achten oder verzichten. Okay, die Auflösung und Helligkeit ist nicht ultrasuperdupi, dafür ist der Akkubetrieb schon außergewöhnlich.

Im Vergleich zu anderen mobilen Kleinbeamern, wie dem ViewSonic M1 oder dem Anker Nebula, überzeugt er vor allem durch seine Anschlussmöglichkeiten. USB-C ist einfach die Zukunft und WLAN und Bluetooth punkten voll. Er ist mitunter etwas größer und schwerer als die Konkurenz, dafür aber dann heller und besserem Kontrast.

Was ich mir vielleicht hätte vorstellen können, das wäre eine Steuerung per App gewesen, anstatt der beiliegenden Fernbedienung. Traditionellere Nutzer werden wohl das aber genau umgekehrt sehen, da man etwa im Büro dadurch wesentlich flexibler ist, wenn man einfach auf dein Einschalter tippen kann.

Das Datenblatt:

  • Projektionssystem: DLP 3430
  • Helligkeit (ANSI-Lumen): 200
  • Kontrastverhältnis: 10.000:1
  • Anzeigenfarbe: 16,7 Millionen Farben
  • Auflösungsunterstützung: VGA (640 x 480) bis Full HD (1920 x 1080)

Der Beamer wird von BenQ jetzt im Januar als neues Produkt auf den Markt gebracht und für 369 Euro mit zwei Jahren an Garantie verkauft. Dafür erhält man auch Softwareupdates.

Softwareupdates zum GV1

Der Beamer ist jetzt hier bei Amazon verfügbar (Affiliate-Link), wie uns BenQ mitteilt. Zudem hat man auf der Homepage weitere Informationen hinzufügt und verspricht in Kürze ein weiteres Update der Software, mal sehen, welche Funktionen dieses bringt.

BenQ hat jetzt Mitte Mai 2019 ein weiteres Update mit der Version 1.1.0.2 für den Minibeamer GV1 zur Verfügung gestellt. Dieses Update bringt eine große Neuerung mit: einen eigenen Zugang zum Store von Aptoide.



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