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Tiptoi Test – den Hörstift von Ravensburger ausprobiert

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Tiptoi hört sich an wie Tippen und Toy. Tatsächlich ist der Name fürs Hörstift-System von Ravensburger auch genau so hergeleitet und ich habe geschummelt und das schon gelesen. Der Name selbst ist aber auch so schon ein Begriff, da Ravensburger mit ihm sehr viel Erfolg hat. Deshalb wollen wir uns den Stift mal im Praxistest anschauen. Hier ein aktueller Tiptoi-Test.

Tiptoi mache Wissen lebendig. Scherzbolde werden vielleicht sagen, dass sie gar nichts davon gehört haben, dass es gestorben sei. Tatsächlich aber liegt durch die Berieselung mit „gepfefferten Schweineclips“ einiges im Argen. Für Jeden in vorbeifahrenden Autos, Cafés und Restaurants oder gar am Frühstückstisch im Restaurant sichtbar. Keine Apps, Videos, YouTube und Smartphones für Kinder unter 3!

Tiptoi – das System

Lern- und Kreativsystem. Tiptoi von Ravensburger sei nicht einfach nur ein Stift, sondern ermögliche den Zugang zu Büchern, Spielen und Spielzeug. Der genaue Titel heißt dann entsprechend auch das „audiodigitale Lernsystem von Ravensburger“. Der Name Ravensburger dürfte bei vielen Käufern und Verschenkern des Tiptoi auch das Argument schlechthin sein. Schließlich kennt man den Markennamen von Strampelpeter von Karl Waldmann aus seiner eigenen Kindheit. Oder von den vielen Gesellschaftsspielen wie „Das Nilpferd in der Achterbahn“ das „Das verrückte Labyrinth“. Oder von memory. Also LOL, jeder kennt Ravensburger. Das Kaufargument für den Tiptoi hat dann auch gleich eine richtige Begründung gefunden, denn freilich hat man viele Inhalte, welche sich für den Tiptoi eignen oder aufgrund der Erfahrung qualitativ erstellt werden können. Das zieht schon. Auch bei mir, weshalb ich einen gekauft habe.

Der Stift erinnert vom Design her an einen Aufschäumer, Mixer oder so einen Farbstift mit mehreren Minen. Die Spitze mit dem Scanner ist das zentrale Bauteil. Das Bedienfeld mit Lautstärkeregler und Einschalter ist oben seitlich, ein Display gibt es nicht. Was im Inneren wie eine microSD aussieht am oberen Stiftende, ist nur die Halterung der Hülle. Mit seinen 16 cm an Länge und 2,5 cm Durchmesser an der oberen Stelle ist er jetzt nicht unbedingt als super handlich zu bezeichnen. In Kinderhände passt er gut. Sein Gewicht von eta 100 Gramm rührt hauptsächlich von den Batterien her. Es gibt den Stift offenbar nur in einem Design, dem geschlechtsneutralen Orange als „Oberschale“. Dabei wäre es wohl recht einfach, individuellere Oberschalen-Hüllen herzustellen, da man diese komplett abnehmen kann. Positiv etwa, um sie mal unter fließendem Wasser zu reinigen. Schade finde ich, dass Ravensburger die Tiptoi-Hüllen nicht aus Silikon gemacht hat, was potentielle Kratzer oder Sturzschäden wohl minimiert hätte. Man hat wohl seine Gründe.

Abhängig davon, welches Starter-Set man kauft, wird eine unterschiedliche Alterszielgruppe angegeben. Etwa 3 bei 4 Jahre beim Set Wörter-Bilderbuch oder 4 bis 7 beim Set Bauernhof-Buch. Das Alter bezieht sich dabei auf die Bücher, man kann also auch das für 3-4 Jahre danach weiter bis 7 nutzen. Auf der Verpackung wird noch beworben, dass der Stift auch mit den Create-Produkten funktioniere, welche ab 6 Jahren seien. Die Sets anfangs zu kaufen ist wohl eine gute Idee, da man stets den Stift benötigt. Zumal der Stift allein so um die 35 Euro kostet, die Sets nur wenige Euro mehr. Wichtig zu wissen ist vielleicht noch, dass derzeit 2019 die zweite Generation von Stiften verkauft wird. Den aktuellen Tiptoi-Stift erkennt man daran, dass sie am Kopfende nur noch eine Taste hat (nicht mehr ringsum) und mit dem Zusatz „Mit Aufnahmefunktion“ beworben wird. Wer also auf einem Kinderflohmarkt den Stift sieht, kann so die Modelle unterscheiden.

Vor der Erstnutzung wird der Stift wird mit zwei austauschbaren AAA-Batterien ausgestattet, ist also dahingehend nicht von der Nutzungsdauer durch Ladezyklen begrenzt. Der USB-Anschluss (leider nur Mini-B-USB, also nicht der micro B oder gar C vom Smartphone) dient hingegen für die Daten und nicht für deren Aufladung. Auch die Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern oder Lautsprechern wirkt nicht up-to-date. Bluetooth?! Vor der Nutzung des Stifts wird jener am PC/MAC mit dem Tiptoi-Manager eingerichtet. Lädt man sich kostenfrei von der Homepage. Es gibt keine App und kein OTA-Update, was 2019 wirklich richtig altmodisch wirkt. Positiv bei der Nutzung der Manger-App ist jedoch, dass sie einfach bedienbar ist und man sich nicht unbedingt ein Konto einrichten muss. Die Option lässt sich skippen. Nur einen PC braucht man nun doch wieder, falls ihr ihn schon abgeschafft habt zugunsten von Tablet, smartTV und Smartphone. Die Einrichtung läuft letztlich flüssig, das Update der Firmware wird sprachlich begleitet, auf dem Stift stehen 1,6 GB zur Verfügung, was knapp bemessen wirkt. Reiche für 15-20 Produkte.

Tiptoi Background und Nutzungsbewertung

Audiodigital. Das Wort fürs Konzept hört sich ein klein wenig so an wie Stereoanlage oder Fernsprecher. Und auch Lernstift macht es nicht viel besser in den „Ohren“ der Generation, welche leider mit dem Smartphone aufwächst. Und tatsächlich hatten wir ja gerade eine Reihe von technischen Eigenschaften gefunden, welche in der Wertung so dahingestellt auch altmodisch wirken lassen. Die austauschbaren Batterien sind jedoch ein gewichtiges Argument, um die Waagschale ausgeglichen zu halten.

Das Konzept des interaktiven Lernspiels geht offenbar auf Electra und weiter zurück, 1920er, also ist der anachronistische Ersteindruck von eben gar nicht mal so fern. Tiptoi selbst wird seit 2010 von Ravensburger angeboten (ich hätte auf 1995 getippt) und die eigentliche Inspiration kommt aus Asien, wo es solche Stifte schon länger gibt. Entsprechend gibt es auch nicht nur den Hörstift von Tiptoi, sondern z.B. noch Ting, MagiBook und den Toystick. Vom Verlag Tessloff, bisher bei Ting dabei, wurde mit dem Bookii-Stift ein weiteres Produkt neu auf den Markt gebracht. Über Ting lese ich in Foren und auf Amazon, dass er eingestellt werde, dafür fand ich aber nirgends eine Quelle. Insgesamt sind solche Geräte also Zeitgeist.

In der Hand liegt der Stift letztlich trotz des recht beliebigen Designs recht gut, man muss die Spitze zumindest nicht in einer bestimmten Richtung oder einem genauen Winkel auf die Symbole halten. Achso, wie nutzt man den Stift denn nun eigentlich? Man holt sich die Bücher, Spiele und so weiter, dann die entsprechende Datei mit dem Manager und spielt oder lernt los. Die Stimmen sind nett, gut eingesprochen. Es ist in der Bedienung wirklich extrem einfach gehalten. Schaut man mal so quer durch pädagogische Wertungen, so liest man z.B., dass er das eigentliche Vorlesen nicht ersetze. Das dürfte klar sein. Ulkig finde ich in dem Zusammenhang etwa den Kritikpunkt eines Werners auf Amazon:

Wenn der Fernseher nebenbei läuft, muss man den Stift beinahe direkt ans Ohr halten.

Das kann ich nur mit einem LOL oder Kopfschütteln kommentieren. Einfach mal Glotze aus? Geht das?

Check-App meint: Der Tiptoi Hörstift stellt einen guten Kompromiss aus der sinnfreien Überreizung durch TV oder Smartphone-App dar und völliger Elektro-Abstinenz. Gerade für kleinere Kinder, eben so ab 3 oder 4 wirkt das System reizvoll. Es ist vom Datenschutz her kontrollierbar, die Inhalte sind werbefrei und qualitativ verlässlich, die Nutzungsdauer durchs Kind wird nicht durch suchtartige Mechanismen verlängert. Alles in allem wirkt der Tiptoi also empfehlenswert. Etwas innovativer könnte man sich das Produkt allerdings schon vorstellen. Mal schauen, was noch kommt.

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