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Klimaschutz-Apps vorgestellt: WWF-Fischratgeber

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Den richtigen Wal treffen. Also am besten gar keinen. Hoharhar. Nein, die richtige Wahl beim Fischkauf treffen. Fische kaufen, die nachhaltig sind. Gezüchtet oder gefangen. Dabei will diese App hier vom WWF helfen. Wir stellen den kostenfrei für Android und iOS verfügbaren Helfer als Start einer neuen Serie unter dem Titel „Klimaschutz-Apps“ hier auf Check-App vor, in welcher wir das Netz mal in die Stores auswerfen, um „grüne“ Apps herauszufischen. Also Apps, die euch dabei helfen nachhaltiger zu leben, das Klima zu schonen und so weiter. Dabei achten wir darauf, dass die Apps einen nachvollziehbaren Herausgeber haben, inhaltlich geprüft sind und nützlich gestaltet. Gratis ist natürlich auch nicht schlecht, um einen einfachen Einstieg in eure Bemühungen für den Klimaschutz zu ermöglichen.

„Und so weiter“ als Ziel aller Apps dieser Serie klingt natürlich bei so einem Thema wie dem Umweltschutz recht lapidar. Damit soll aber eigentlich nur zum Ausdruck kommen, dass es mit diesen „Klimaschutz-Apps“ recht leicht ist einen Beitrag zu leisten. Klar sind die in dieser Serie vorgestellten Apps nicht die große Lösung und nicht alle unters gleiche Ziel unterzuordnen. Aber wir machen es uns mal dahingehend einfach, dass wir alles in die Serie aufnehmen, was irgendwie zum Thema Umweltschutz beiträgt. Diskussionen übers Thema könnt ihr am Stammtisch führen, wir werden hier praktisch. Später werden wir natürlich noch Features mit dem Label „beste Apps“ bringen.

Der WWF ist Herausgeber dieser App, kein Etikettenschwindel im Titel. Sie wurde Oktober 2018 aktualisiert und ist 2010 erstmals erschienen. Die
Natur- und Umweltschutzorganisation schreibt kurz im Store über die Funktion des Fischratgebers:

Die langjährige Übernutzung der Meere hat dazu geführt, dass mittlerweile 33% Prozent der weltweiten Fischbestände überfischt und 60 Prozent voll befischt sind. Doch mit Ihrem Einkaufsverhalten können Sie dazu beitragen, die Fischbestände zu schonen.

Also los!

Der WWF-Fischratgeber hilft…

Kommt ein Fisch zum Hautarzt und sagt… Schuppen? Natürlich ist der Fischratgeber vom WWF kein Lebenshelfer für eure Haustierfische, wenn ihnen die Kiemen kratzen, da ihr zuviel geraucht habt. Zum Leben vieler Fische könnte der Ratgeber aber trotzdem positiv beitragen, indem er eure Wahl im Supermarkt oder dem Fischladen auf dem Wochenmarkt unterstützt.

Ringwaden, noch nie gehört. Scheint aber nicht so gut zu sein. Ebenso die eher bekannten Treibnetze oder Grundscherbrettnetze. Diese beiden sind jedenfalls bei vielen Fischarten beim roten Punkt zu finden. In drei Kategorien teilt die App circa 50 Fischarten, geschätzt. Kurz und gut in Listen. Die App besteht aus vier Ansichten. In einer werden alle Fisch aufgelistet, in drei weiteren jeweils mit einer Farbe der Ampel versehen. Suchen kann man auch, aber nur per Textsuche. Die Bewertung erfolge dabei auf Basis von Methoden, „die unter dem Dach der Seafood Choices Alliance und mehreren Umweltverbänden entwickelt wurden.“ Soso.

Steht man im Supermarkt und möchte Lachs kaufen, so schaut man in die App und findet zunächst den atlantischen und pazifischen. Grün und damit eine gute Wahl ist beim atlantischen der aus der Bioaquakultur, gelb als zweite Wahl der aus der Zucht in Nordeuropa. Nun bin ich kein Fischpro, vermute aber mal das genau aus der Kategorie 2 ohnehin fast alle Packungen im Supermarkt sind. Dabei ist Zucht nicht gleich Zucht. Die aus Nordeuropa sei okay, die in Chile nicht. Die kurze Begründung dafür kann man in den Beschreibungen lesen.

Es gibt eine Reihe von Fischarten, die man praktisch gar nicht kaufen kann. Etwa den Europäischen Aal. Dieser werde wild gefangen bzw. wild gefangen und dann gemästet und nicht gezüchtet. Haie soll man nicht kaufen, ebenso keine Rochen. Mit Sprotten kann man aber offenbar nicht viel falsch machen, die beste Wahl scheint der Karpfen zu sein.

Fazit: Etwas unpraktisch / Karpfen zu Silvester

Der WWF empfiehlt die Tiere als „nichtalltägliche Delikatesse“ zu betrachten. Silvester kann kommen, ihr Karpfen! Liest man mal die Listen in der App durch, hängen bleiben die Karpfen im Kopfnetz. Schmeckt aber nicht, also kauft man dann doch einfach wieder den Lachs im Supermarkt.

Und, was ist nun mit meinen Fischstäbchen oder dem Backfisch? Was ist mit meinem Fisch bei Nordsee oder beim Marktstand mit dem Hering als Logo? Sushi, darf man? Puh. Der Fischratgeber kann hierzu offenbar keine Antworten liefern.

Insgesamt gefällt uns diese Klimaschutz-App entsprechend nur eher mässig. Gerade da sie schon so lange verfügbar ist, hätte man sich doch mal die ein oder andere Funktion für eine besser Zugänglichkeit der vielen Informationen überlegen können. So eine Listenapp macht doch der Aktivist mit html5-Grundkenntnissen an einem Nachmittag. Sorry, WWF.

Check-App meint zum Fischratgeber des WWF: Nun hat man also die hoffentlich richtige Wahl getroffen und kauft nur noch Fisch mit grünen oder gelben Label in der App. Der Weg dahin ist leider nicht so leicht. Ich denke kaum jemand wird wirklich im Supermarkt die App öffnen, zumal man ja dort die Einkaufliste schon anschaut. Naja. Der eigentliche Grund ist, dass die App wirklich sehr textlastig ist. Es gibt keinen Scanner für Barcodes etwa, man muss also auch erstmal die Verpackung lesen und verstehen. Der Fischratgeber ist also eher als zur App gewordenen Broschüre zu verstehen.

Auch Greenpeace hat einen Fischratgeber. Der hat aber ein 2016 im Titel, wird aus diesem Grund hier nicht vorgestellt. Zudem scheint sie noch unübersichtlicher zu sein. Auch der Karpfen bekommt dort eine uneingeschränkte Empfehlung.

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