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Lidl Plus im Praxistest

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Wollen Sie 5 Euro haben? Diese Frage stelle euch nicht etwa der konträre Stadtstreicher, sondern an der Kasse eines Discounters wird man das gefragt. Dort, wo man also bezahlt, soll man etwas geschenkt bekommen?! Fürchterlich ist natürlich dieser Clickbait-Versuch, schließlich steht ganz profan Lidl Plus im Praxistest schon oben. Und damit sollte klar sein, dass es hier um die digitale Kundenkarte des Discounters geht, schließlich haben wir hier schon ganz lang „Alles über Lidl Plus“ aufgeklärt. So nennt der Herausgeber zumindest die App mit Schlingpflanzenfunktion. Warum das?

„Herzlichen…!“ Was da wohl kommt? Besser wäre wohl die Neugierdemacherei gewesen, was im ersten Rubbelos der Lidl Plus App war? Welchen sagenhaften Preis gab es zu gewinnen, wo manch Kunde durch die Papierlose vergangener Aktionen vielleicht an Schoklade gewohnt war? Wir werden es aufklären. Zunächst aber: nein keine Werbung, schließlich ist Lidl Plus ein passender Name. Wie das soziale Netzwerk des tollen Unternehmens Google (wir lieben euch, ihr seid einfach die Firma schlechthin, bitte gut ranken). Datenhunger hat die Lidl Plus App nämlich auch. Haben wir aber im oben verlinkten Beitrag bereits abgehakt das Thema. Und solange kein Prüfbericht vom Datenschutzbeauftragten kommt, bleibt es erstmal bei: Denkt mal selbst.

Nutzung von Lidl Plus

Runterladen könnt ihr die App immer auf Android und iOS, auch könnt ihr eure Location faken und schon mal schauen, ob der Markt in Liebenwerda interessante Coupons für euch einlöst. Oder ihr fahrt sogar hin. Nach Berlin ginge auch. In den beiden Bundesländern ist Lidl Plus bereits in Deutschland verfügbar, wie wir in diesen Artikel zur Verfügbarkeit von Lidl Plus hier bereits verraten haben. Kein Geheimnis.

Die Anmeldung bei Lild Plus ist ähnlich zu der im Onlineshop bzw. offenbar sogar identisch. Man benötigt keine Adresse und als Geschlecht kann man auch „Divers“ angeben. Jedoch will man eine Email-Adresse und ziemlich privat auch Alter und Handynummer. An diese wird ein Code geschickt, sodass man sich schon ganz real anmelden muss. Achja, die Anmeldung ist nicht supi gestaltet. Vielmehr scheint das ein Browserview zu sein, der sich bei nem Swipe neulädt. Ebenso hatte ich nen Fehler aka Bug als der Coupon freigerubbelt wurde. Da wollte das XML nicht mehr zu den Daten kommen:

Die App beinhaltet also Coupons, Prospekte und „mehr“. Etwa Partnerangebote, wie 10 Prozent auf FlixBus und 40 Prozent aufs Berlin Little Big City. Naja.

Exklusiv in der App sind offenbar die Knallerangebote und zehn Coupons. Oder neun, wenn wir die 5 Euro als Willkommensverlockung abziehen. Die Ansichten Prospekte gibt es auch für Nutzer der anderen App sowie im Markt. Die Coupons sind beispielsweise:

  • 10 Prozent auf Avocado gespart
  • 4 Butter-Croissant für nen Euro (kosten sonst 1,96 Euro)
  • 21 Prozent Preisnachlass auf Snack Salat (1,49 statt 1,89 Euro)
  • 41 Prozent Rabatt auf Pizza Speciale (1,35 statt 2,29 Euro)
  • 44 Prozent Rabatt auf Vittel (55 Cent statt 99 Cent)

Also die ganze Fülle an prozentualen und BuyOneGetX-Angebote. Positiv ist, dass bei fast jedem Coupon ganz transparent der Preis ohne Coupon steht. Kauf man nun die Pizza? Oder das Wasser?

Die Wasserflaschen kosten mit Coupon also 55 Cent das Stück. Zwei Meter weiter gibt es hingegen die Eigenmarke für 1,14 Euro. Also im 6er-Pack. Öhm. 19 Cent die Flasche. Nutzt man da den Coupon?

Bei der Pizza oder Flammkuchen ein anderes Bild. Diese kostet pro Stück ja 1,35 Euro für 350g. Drei Gänge weiter gibt es die 280g Packung von der Eigenmarke für 1,89 Euro „für kurze Zeit“. Die Avocado kostet im 700g Pack übrigens 3,19 Euro, sodass man 31 Cent spart.

Und da fängt es an nervig zu werden.

Klar, die Aktivierung des Gutscheins erfolgt ähnlich wie bei Rossmann. Also alle Coupons werden zusammen gespeichert, man hat nur einmal das Smartphone hinzugeben. Nein, man kann bei Lidl das Smartphone sogar selbst ans Gerät halten.

Aber möchte man wirklich durch den Discounter laufen, um die Couponangebote für Centersparnis zu suchen? Öhm. Nö.

Zwar macht es einen die Lidl Plus App einfach, aber die Coupons nutzen, nein. Richtig schlecht wird es dann übrigens beim Rubbellos. Dessen Coupon lautet 50 Cent und ist nur 7 Tage gültig! Nächste Woche gehe ich aber zu Edeka, da es keine Kidney- oder Chilibohnen bei Lidl gibt. So könnte zumindest eine normale Antwort auf diese Frist lauten. Die App versucht einen also richtig zu umschlingen. Dazu passt auch, dass soeben ein Coupon aufpoppt, der nur einen Tag gültig ist und ne Packung Tüteneis gratis für nen Einkauf ab 50 Euro verspricht.

Die Werbekennzeichnung erfolgt, da Marken von Hard- und Software genannt werden. Oftmals werden App-Codes zur Verfügung gestellt sowie Gadgets zum Test. Unsere Amazon-Links sind Affiliate-Partnerschaften. Zudem gehen wir Contentpartnerschaften oder Kooperationen ein. Es erfolgt eine Kennzeichnung.

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Hallo liebe Leser, bereits seit 2011 schreiben wir hier täglich über Apps und Gadgets und freuen uns über jedes Like / Teilen unserer Beiträge. Viel Spaß beim Stöbern im Blog! Habt ihr Fragen zu einem unserer Artikel? Dann schreibt einfach einen Kommentar!

Kommentare zu Lidl Plus im Praxistest

  • Wer lässt sich gerne Freiwillig veräppeln ??

    Vorsicht vor der App
    Am Anfang gibt man sich ja selber schuld wenn was nicht klappt.
    Coupon nicht Aktiviert – kann ja man passieren.
    Aber:
    Coupon ein Krustenbrot natürlich Gratis
    Tiekühl Obst unglaubliche Prozente gespart
    Also gleich mal 2 in den Warenkorb
    Auch aufgepasst , das alle Coupons Aktiviert sind
    (Fehler macht man ja nur einmal).

    Bezahlt und selbst auf den Kassenzettel sind die Produkte registriert .
    Der Hammer: Kein Coupon wurde abgezogen und man wird auch noch
    als Deppen hingestellt da die Waren angeblich nicht gekauft wurden .
    /Sagt die App)

    So kann man auch Kasse machen , Brot Umsonst und an der Kasse April April
    Das bei Millionen Kunden gibt satten Reibach – Bravo
    Das geht so nicht, in Zukunft werde ich alle Coupon Waren separat abrechnen und wenn es an der Kasse Stunden braucht um das zu Klären.
    – Mir egal, ich bin Rentner und habe Zeit

    Boni Bonus 12. Oktober 2019 06:34 Antworten
    • Hey, Danke für deinen Kommentar. Hast du App offenbar intensiv genutzt, das Krustenbrot war ja beim Rabattsammler erst Stufe 5, also ab 175 euro Umsatz. Da verärgert man also nen treuen Lidl-Kunden mit dir. Tatsächlich habe ich bisher alle Coupons eingelöst bekommen. Nur einmal fand ich das beworbene Nextlevel-Hack nicht oder es wurde nicht abgezogen. Ich dachte, dass ich das falsche genommen hatte, aber vielleicht war es so wie bei dir, dass der Coupon einfach nicht gezählt wurde? In letzter Zeit sind die Lidl Plus Coupons aber ohnehin eher „mau“, sodass ich nur noch bei den Preisknallern schaue. Und was die Mitarbeiter vor Ort angeht – die tun mir manchmal Leid, da sie jeden Kunden frangen müssen, ob sie schon diese App haben. Selbst erklären können sie dann aber „wenig“. So eine App braucht definitiv nen live Chat-Support. Wenn man nur die Vorteile der Technologie mitnehmen will, aber den Aufwand scheut, kann man es auch lassen. Achja, der neue Punktesammler ist ja mal richtig schlecht: https://www.check-app.de/2019/10/06/lidl-plus-app-punktesammler-ist-datensammler/

      Check-App 12. Oktober 2019 09:21 Antworten
  • Pingback: LIDL Plus keine Coupons: Discounter-App goes Coin Master?! - Check-App

  • Pingback: Lidl Plus App: Punktesammler ist Datensammler - Check-App

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