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Warum Kinder nicht ins Netz gehören – Die Meme-Gefahr!

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„Warte, Stopp, anhalte! Papa, da ist rot! Da ist rot, Papa. Das ist grün. Ahh, oh mein Gott, das ist so viel.“

Dieser Monolog eines Kleinkinds ist so runtergeschrieben ziemlich trocken. Und vielleicht auch ungewöhnlich für unser App-Blog. Doch hören kann man ihn in einer App. Nicht Homescapes, sondern im sozialen Netzwerk TikTok. Dort ist er gerade zum Trend geworden, viral gegangen. Natürlich nicht in seiner vollen Längen, sondern nur ein gewisser Teil. Nun könnte dieser Beitrag den viralen Trend erklären und seinen Ursprung aufdecken. Dann hätte die Überschrift wohl gelautet: TikTok Trend: Das ist so viel! Doch wenn man die ersten Lachtränen weggewischt hat, wird es irgendwie seltsam traurig.

Das ist so viel TikTok

Nochmal die Original-Szene: Das kleine Kind, ein Junge, fährt mit dem Papa durch die Stadt. Der Vater filmt als Fahrer seinen Sohn, welcher neben ihm sitzt. Er stellt es danach bei TikTok hoch. Man könnte erkennen in welcher Stadt es aufgenommen wurde, auf welcher Straße. Man könnte hier kritisieren, dass er als Fahrer nicht filmen sollte. Egal an dieser Stelle.

Weiter: Dem Jungen ist es offenbar zu langsam, also gibt der Vater ordentlich Gas. Man hört, dass er ein antikes Verbrennungsauto fährt. Kein Tesla mit besonderer Beschleunigung. Es kommt eine Ampel und der Junge sagt rot-grün im Oberlehrerton. Das ist völlig üblich und auch nix besonderes für das Alter. Nun passiert es aber. Der Vater gibt nochmal Gas, was natürlich völlig daneben ist in der Innenstadt. Auch egal.

Ein Meme entsteht

Interessant wird es erst jetzt. Woche und Monate später. Die Likes fürs Original sind längst vergessen, der Fame völlig Wurst. Die Lacher verflogen.

Nun passiert etwas, wofür TikTok sogar bekannt ist. Ein kreativer Remix. Irgendwer schneidet aus dem Sound den Satz dem so viel heraus. Der ist im Original schon seltsam und hat Meme-Potential.

Stand August haben nun etwa 20K Creator diesen Sound für ihre „Meisterwerke“ benutzt. Und darunter sind sehr seltsame Sampel.

Entsprechend könnte sich der Vater schon ärgern, was da gerade passiert. Mädels nutzen das Sample, um gewisse Qualitäten ihres Freundes zu beschreiben. Kann er mehr tun, um die Verbreitung zu stoppen? Ja, sein Smartphone ausschalten, aber das Netz vergisst nicht.

Werden wir den Jungen in 15 Jahren auf YouTube sehen, wie er davon berichtet, wie ein TikTok-Trend im Sommer ´20 sein Leben veränderte und erfür immer der „so viel“ Junge ist? Wohl kaum.

Eine Warnung sollte es trotzdem für alle sein, welche unbedacht ihre Kinder ins Netz stellen. Es geht hier nicht mehr nur um Bildrechte. Die Techniken der Manipulation sind mächtig geworden.

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