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Preventicus Heartbeats erkennt Herzrhythmusstörungen – Kurzcheck

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Herzrhythmusstörungen erkennen mit dem Smartphone? Es heißt ja für alles gibt eine eine App und so offenbar auch für dieses gesundheitliche Anliegen. Der Entwickler von Preventicus Heartbeats kommt aus dem thüringischen Jena und verspricht einen EKG-vergleichbaren Bericht mit klarer Handlungsempfehlung. Ausprobieren kann man sie gratis. Die App ist nicht neu, wir haben sie damals am 14. Februar per Zufall im Store gesehen und bisher keinen realen Testkandidaten gefunden. Wir haben sie uns dennoch mal kurz angeschaut, da wir diesen Ansatz wie schon die Hautarzt-App von Dermanostic super innovativ und interessant finden.

Mehrere Milliarden Mal im Leben schlägt es. Als junger Mensch hat man es fast nur im Bewusstsein, wenn es um Liebe, den Cryptocrash und intensiven (e)Sport geht. Oder beides in Kombination bei einer Partie Battle Royale. Nein, nicht jene App oder diese, ob Tinder oder neues Spiel. Das Herz. Die saloppe Einleitung zur Vorstellung der Preventicus Heartbeats App hat einen Grund. Die App ist für ältere Nutzer gemacht und es wirkt schon krass, wenn man mit einer App reale und lebensbedrohliche Krankheiten erkennen kann. Gerade noch auf TikTok lustige Clips angeschaut und dann eine Minute sich Zeit genommen, um seinen Herzschlag zu checken. Dabei geht das fast genauso schnell, wenn man den Bedarf hat.

Preventicus Heartbeats ist ein Medizinprodukt

Entsprechend dieses Eindrucks, dass sie nur einen Klick von einem Hypercasual-Game entfernt ist, gibt sich die Preventicus Heartbeats äußerst seriös. Schon mit der Bezeichnung als Medizinprodukt, welches klinisch validiert und zertifiziert sei. Man gibt einen Disclaimer in der Storebeschreibung, wonach sie nicht in lebensbedrohlich empfundenen Situationen zur Entscheidungsfindung genutzt werden soll. Vielmehr diene sie dazu „einen unregelmäßiger Puls mit Verdacht auf Vorhofflimmern“, „sonstige Herzrhythmusstörungen“ und „einen zu niedrigen oder zu hohen Puls“ zu erkennen.

Es gibt drei Zielgruppen für Preventicus Heartbeats und das sind Personen über 55 mit Risikofaktoren, über 65 generell und nach ärztlicher Empfehlung. Das Foto im Header der App mit einem älteren Paar bekräftigt dies. Trotzdem kann man sich die App mal herunterladen, wenn man wie wir technisch interessiert sind und neugierig, wie sie funktioniert. Auch Hypochondern kann sie etwas Angst nehmen, sodass sie sich auf den Druck hinter dem Augen konzentrieren können. Oder sie vielleicht älteren Verwandten empfehlen möchte.

Messung und Preismodell

Gemessen wird am kleinen Finger mit der Kamera und dem Blitzlicht des Smartphones. Aus dem Lautsprecher plätschert eine Entspannungsmusik als wäre man in der Hotline von Wish gelandet und der Timer für eine Minute trödelt herunter. Der aktuelle Puls wird angezeigt und am unteren Screenbereich läuft ein Wellenmuster durch und die Signalqualität wird bewertet. Danach kommt eine Aussage, wie im Idealfall wohl „Messung ohne Auffälligkeiten“, wonach alles in Ordnung sei. Mehr Details soll es in der Vollversion geben.

Die kostenfreien Version bietet also nur wenige Funktionen, die Genauigkeit bekommt nur ein + im Vergleich, welcher nach dem Test angezeigt wird. Ebenso gibt es keine detaillierte Auswertung, kein EKG-vergleichbares PDF und keine Telecare-Zubuchung. Über 30 Minuten könne man die Vollversion aber kostenfrei testen. Dieser Test läuft dann nach der Zeit einfach aus, ohne Abo oder Verpflichtungen, sehr gut.

In der Vollversion dauert die Messung dann schon fünf Minuten, also wie eine schwere Partie von Clash Royale mit Verlängerung und das ist schon eine deutliche Geduldsprobe. Zumal man innerhalb dieser Zeit nicht seine Notifications lesen kann am Gerät. Dafür ist die Auswertung in der Tat wesentlich umfangreicher mit einem Dokument mit fünf Zeilen von Pulswellen und im Fall hier zwei grünen Punkten für Herzrhythmus und Puls. Man kann sich schon gut vorstellen, dass eine solche Auswertung sehr hilfreich ist. Zumal man das Dokument dann zur professionellen Bewertung gesendet werden kann.

Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern die App auch an.

Check-App meint: Gute und sinnvolle App, eine genaue Bewertung über die Messgenauigkeit und den medizinischen Nutzen erlauben wir uns hier nicht, aber die technische Umsetzung und Nutzerfreundlichkeit überzeugen. Natürlich könnte man die App noch mit Gadget vergleichen wie Sportbänder und Smartwatches. Hier ist der Vorteil einer permanenten Überwachung gegeben, welche allerdings den Kauf und das Tragen derartigen Handgelenksverschönerer voraussetzt.

*Die Werbekennzeichnung erfolgt, da Marken von Hard- und Software genannt werden. Oftmals werden App-Codes zur Verfügung gestellt sowie Gadgets zum Test. Unsere Amazon-Links sind Affiliate-Partnerschaften. Zudem gehen wir Contentpartnerschaften oder Kooperationen ein. Es erfolgt eine Kennzeichnung.
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