Ich baue eine Stadt auf. Eine? Gleich in Level 3 werde ich aufgefordert die Eisinsel zu besuchen und zusätzlich zum ersten Standort „Hübsche Weide“ wieder Straßen zu bauen, Häuser und so weiter. Hm. Ob mir das nicht gleich zu komplex ist? Auch angesichts der Ladezeiten zwischen den beiden Orten? Dabei hatte ich auf Build a City: Community Town von Sparkling Society Games als eine von drei neuen Apps im Juli doch recht gespannt gewartet, zumal wir die Spiele-Apps des Entwicklers seit über 10 Jahren verfolgen. Die Kombo aus „tiefe Simulation von Stadtmanagement, Ressourcenverwaltung und städtebaulicher Expansion“ klang super. Hier mein ehrliches Review.
Erste Eindrücke: Mehr Komplexität, bitte!
Kaum habe ich das Spiel gestartet, schon werde ich ins kalte Wasser geworfen. „Hübsche Weide“ – klingt idyllisch, nicht wahr? War es auch, bis ich prompt in Level 3 auf die Eisinsel verschifft wurde. Hier soll ich nicht nur weiter Häuschen bauen und Straßen ziehen, sondern auch den frostigen Charme einer neuen Insel erobern. Klingt spannend, fühlt sich aber anfangs an wie ein Sprung ins kalte Wasser. Die Ladezeiten zwischen den beiden Orten sind auch nicht gerade kurz, was meine Geduld schon nach wenigen Minuten auf eine harte Probe stellt.
Grafik und Machart: Ein optisches Sahnestückchen
Lassen wir die Komplexität mal beiseite: Grafisch ist das Spiel ein echter Hingucker. Die liebevoll gestalteten Gebäude und die lebendigen Städte sorgen wirklich für eine angenehme Atmosphäre. Da macht das Bauen und Erweitern gleich doppelt Spaß, selbst wenn die Mikrotimer und die ständigen Pop-ups für In-App-Käufe mich ab und zu aus dem Konzept bringen.

Spielerlebnis: Zwischen Begeisterung und Frustration
Das Herzstück des Spiels, das Stadtmanagement, ist wirklich tief und durchdacht. Die zahlreichen Gebäude und die Verwaltung der Ressourcen bieten viel Raum für strategisches Planen. Doch dann die vielen Kaufaufforderungen… Ich möchte doch einfach nur in Ruhe meine Stadt wachsen lassen, ohne ständig das Portemonnaie zücken zu müssen!

Das Fazit: Potenzial trifft auf Geduldsproben
„Build a City: Community Town“ hat definitiv sein Potenzial. Für Fans von komplexen Stadtbausimulationen ist es sicherlich einen Blick wert. Wer jedoch nach einer entspannten Bausimulation sucht, könnte sich schnell von der Komplexität und den aggressiven Monetarisierungsstrategien überfordert fühlen.
Also, falls du dich als digitalen Bürgermeister versuchen möchtest und Geduld mitbringst (sowohl für Ladezeiten als auch für die Mikrotransaktionen), dann könnte dieses Spiel dein nächstes großes Ding werden. Ansonsten: Vielleicht doch lieber beim nächsten Update reinschauen, wenn hoffentlich einige der nervigeren Bugs ausgebügelt sind!


