Stell dir vor, du öffnest Netflix, um dich gemütlich in die nächste Staffel von „The Witcher“ zu stürzen oder den neusten True-Crime-Hit durchzubingen, und da prangt es: ein neues „Mobile Game“ in der Vorschau. Monument Valley 3, Civilization VI oder – halt dich fest – GTA: San Andreas. Klingt irgendwie cool? Dachte ich auch. Doch während ich mir die Spiele ansehen wollte, höre ich plötzlich die kollektiven Schreie der Abonnenten: „Wer braucht sowas in einer Streaming-App?!

Die Idee: Spiele mit deinem Abo, wenn du kannst
Ganz ehrlich, als jemand, der seine Kindheit mit Snake auf dem Nokia und stundenlangen LAN-Partys verbracht hat, bin ich nicht abgeneigt, auf Netflix mal ein Spiel zu zocken. Immerhin sind einige Titel wie Monument Valley oder Into the Breach echte Klassiker und ein Hingucker. Mit deinem Abo bekommst du sie kostenlos – theoretisch.

Praktisch jedoch scheitert das Ganze schon beim Versuch, irgendein Spiel zu starten. Systemanforderung: Android 8 oder neuer. Check. Kompatibilität: „Dieses Gerät wird nicht unterstützt.“ Pardon? Ich habe ein High-End-Smartphone aus 2024. Netflix scheint also entweder eine Zeitmaschine oder ein sehr launisches Kompatibilitätsorakel zu verwenden.

Der Frust der Nutzer: „Löscht das von meiner Startseite!“
Ich bin nicht allein. Während ich versuche, Monument Valley 3 zu laden, stoße ich auf Nutzerbewertungen, die einen Ton anschlagen, den ich so nur aus Twitter-Beefs kenne. Ein paar Highlights gefällig?

  • Ich will keine Mobile Games auf meiner Startseite. Bitte ausblenden!
  • „Netflix, was ist mit Serien und Filmen passiert? Wieso zwingt ihr mir Games auf?“
  • „Die App ist unübersichtlich, überladen und penetrant. Ich bezahle doch für Streaming!“

Ich fühle mit euch. Es gibt Dinge, die gehören zusammen: Nutella und Brot, Popcorn und Filme. Aber Netflix und Mobile Games? Das ist wie wenn der Typ neben dir im Kino plötzlich Fortnite spielt.

Abzocke-Vibes inklusive
Ein weiterer Vorwurf: Netflix nutze die Games, um „noch mehr Geld aus uns rauszupressen“. Zwar gibt es noch keine direkten In-Game-Käufe, aber das Misstrauen ist groß. Der allgemeine Tenor: „Erst ein teureres Abo, und jetzt Mobile Games? Nein, danke!“

Zwischen Streaming und Gaming: Ein Identitätsproblem
Netflix scheint sich gerade ein bisschen zu verzetteln. Da haben sie eine Plattform, die in der Hochphase Squid Game und Stranger Things rausballerte, und was machen sie? Sie schmeißen uns Handyspiele auf die Startseite. Die Spiele an sich sind nicht mal schlecht, viele von ihnen sind preisgekrönt – aber Netflix ist kein Gaming-Portal. Und der Versuch, eins zu werden, wirkt so gezwungen wie eine Hip-Hop-Einlage auf einer Familienfeier.

Fazit: Netflix Games – cool, aber nicht hier
Ich wollte Monument Valley 3 spielen, ehrlich. Doch nach Fehlermeldungen, Startseiten-Frust und nervigen Games-Bannern habe ich mich doch für das einzig Richtige entschieden: Serienmarathon. „One Piece“ läuft ja schließlich nicht von allein durch.

Netflix, wenn ihr das unbedingt braucht, macht doch einfach eine separate App. Dann können die, die wirklich Lust auf die Games haben, sie spielen – und wir anderen können in Ruhe das tun, wofür wir eigentlich zahlen: geile Serien bingen und vergessen, dass wir existieren.

Video: Netflix Games sind schlecht. Warum?

Es sehen übrigens nicht nur wir so. Auf YouTube wird Netflix Games regelrecht zerrissen – und das aus guten Gründen. Der Streaming-Dienst hat zwar zuletzt Millionen neue Kunden durch das Vorgehen gegen Passwort-Sharing gewonnen, aber offenbar bringt dieser Schwung keine Innovationen bei den Games mit sich. Stattdessen wirkt das Gaming-Angebot wie ein verzweifelter Versuch, auf einen weiteren Markt aufzuspringen. Die meisten Titel sind entweder kleine Zeitvertreiber oder aufgewärmte Spiele aus den App-Stores, die schon seit Jahren existieren.

Die Zahlen sprechen Bände: Weniger als ein Prozent der Netflix-Abonnenten spielen überhaupt diese Games. Warum? Zum einen fehlen große, eigenständige Hits, die den Namen Netflix auch auf Gaming-Ebene zum Zugpferd machen könnten. Zum anderen läuft das Konzept komplett am Nutzerverhalten vorbei: Die meisten Menschen streamen Netflix auf ihrem Fernseher – und nicht auf dem Smartphone, wo die Games zu finden sind. Dazu kommt: Wer weiß überhaupt, dass Netflix Spiele anbietet? Die Marketing-Bemühungen sind so gut versteckt wie das letzte Stück Pizza im Kühlschrank.

Fazit: Netflix hätte das Potenzial, mit seinen Serien-Marken echte Gaming-Highlights zu schaffen – stattdessen bleibt das Angebot uninspiriert und unsichtbar. Gaming könnte die Plattform im Streaming-Krieg wirklich attraktiver machen, aber in dieser Form wirkt es eher wie ein Fremdkörper.

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