Samsung will’s wieder wissen. Ein neues Falt-Handy, ein dicker Preis – und du fragst dich zu Recht: Lohnt sich das Flip 7 wirklich – oder ist das nur Spielerei für Nostalgiker mit zu viel Geld?
Die kurze Antwort lautet wie immer: Es kommt drauf an. Die lange bekommst du hier.
Das Flip 7 ist da – und der Preis macht schon Bauchschmerzen
UVP: 1.199 Euro. Für ein Klapphandy. Nicht für ein Laptop, nicht für einen Gaming-PC mit Gönergy-Flat. Für ein Telefon, das sich einmal falten lässt und dadurch in keine Hosentasche passt. Ja, das Display ist größer geworden, ja, es hat ein stylishes neues Cover-Display, ja, es ist wieder ein bisschen leichter. Aber rechtfertigt das den Preis?
Werfen wir einen Blick auf die Preisprognose von idealo, die sich auf die letzten beiden Flip-Modelle stützt. Das Flip 5 und das Flip 6 haben beide innerhalb von drei Monaten ordentlich Federn gelassen. Von rund 1.200 Euro UVP fielen sie auf knapp 700 Euro – ein Verlust von 40 Prozent. Wenn du da nicht zweimal überlegst, wann du kaufst, bist du schnell 500 Euro los. Einfach so. Dafür hättest du auch ein E-Bike-Upgrade oder drei Jahre Netflix (mit Werbung) bekommen.
Die Preisprognose: So schnell geht’s bergab
Auf Basis der idealo-Daten ergibt sich folgender Verlauf:
| Monat | Erwarteter Preis |
|---|---|
| 0 | 1.199 € |
| 1 | ca. 1.050 € |
| 2 | ca. 900 € |
| 3 | ca. 725 € |
| 4-12 | 700-750 € |
Für Frühkäufer ist das ein Schlag ins Gesicht. Denn sobald die Vorbestelleraktion vorbei ist, fällt der Wert des Flip 7 wie ein Klappstuhl unter Starkstrom.
Was bekommst du überhaupt für dein Geld?
Samsung hat beim Flip 7 ein paar Schrauben gedreht, klar. Das neue 4,1-Zoll-Außendisplay ist endlich brauchbar: WhatsApp, TikTok, Sprachnachrichten – alles direkt bedienbar. Auch das Hauptdisplay ist größer geworden (6,9 Zoll) und kommt mit adaptiven 120 Hz. Das Gerät ist leichter, schmaler, und fühlt sich in der Hand einfach hochwertig an.
Innen ist der neue Exynos 2500 verbaut, was in Europa traditionell mit hochgezogenen Augenbrauen kommentiert wird. In ersten Tests heißt es zwar, die Performance sei solide, aber Energieeffizienz bleibt Samsungs Dauerbaustelle. Immerhin hat man den Akku von 4.000 auf 4.300 mAh vergrößert, verspricht „31 Stunden Videowiedergabe“ und lässt das Flip kabellos (15 W) und kabelgebunden (25 W) laden. Aber Stopp, das hier wird keines der Datenblätter in Textform, nur auf eine Sache schauen wir noch:
Kamera? Fast Stillstand
Zwei Linsen auf der Rückseite: 50 MP Hauptsensor und 12 MP Ultraweitwinkel. Kein Zoom. Keine großen Sprünge zum Flip 6. Selfie-Fans dürfen immerhin das Außendisplay nutzen – das spart die Frontkamera fast komplett.
Software? Immerhin was los
Android 16 mit One UI 8, dazu 7 Jahre Updates. Circle to Search, Google Gemini und neue KI-Funktionen wie Audio-Eraser oder smarte Objektentfernung in der Galerie sind mit an Bord. Aber nichts davon gibt’s nicht auch bei anderen (günstigeren) Galaxy-Modellen.
Wer braucht das Flip 7 überhaupt?
Das Flip richtet sich nicht an die breite Masse. Es ist ein Lifestyle-Phone. Eine technische Spielerei, die man entweder will oder nicht braucht. Die Zielgruppe sind vermutlich eher urbane Nutzer mit Technikfable, die gerne auffallen – nicht unbedingt Poweruser oder Preis-Leistungs-Nerds.
Und genau das sollte man wissen, bevor man zuschlägt. Ja, du bekommst ein gutes Smartphone. Aber nein, es ist nicht 1.200 Euro gut. Nicht jetzt. Vielleicht in ein paar Monaten für 700 Euro. Vielleicht als Flip 7 FE. Vielleicht, wenn du dein altes Gerät eintauschst und alle Rabatte mitnimmst, die du finden kannst.
eSIM oder nicht?
Für alle, die beim iPhone schon die eSIM-Umstellung verflucht haben: Keine Sorge – das Flip 7 hat immer noch einen klassischen SIM-Slot. Zusätzlich ist aber auch eine eSIM verbaut, du kannst also wie gewohnt Dual-SIM nutzen. Wer wissen will, wie es bei Samsung generell aussieht mit eSIM, findet hier unseren stets aktuellen Überblick zu allen unterstützten Geräten.
Fazit: Kaufen, warten oder gleich vergessen?
| Option | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Jetzt kaufen | Top-Modell, Vorbestellerboni, Style | Teuer, schneller Wertverlust |
| Später kaufen | Bis zu 40 % günstiger, gleicher Inhalt | etwas Geduld nötig (aber nicht viel) |
| Nicht kaufen | Geld gespart, andere Topmodelle | Kein Flip-Feeling, keine Experimente |
Unser Tipp:
Warte. Stell dir bei idealo einen Preiswecker und beobachte den Markt. Unter 800 Euro wird das Flip 7 spannend. Vorher zahlst du einfach zu viel für zu wenig Innovation. Oder, um es anders zu sagen: Der Falt-Faktor allein macht noch kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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