Du erinnerst dich noch an unseren kritischen Blick auf die Zendure App im Herbst 2023? Damals lag die Bewertung bei 2,7 Sternen. Nicht gerade überzeugend für eine App, die das Herzstück eines smarten Energiesystems sein will. Zwei Jahre später sieht die Lage – auf den ersten Blick – ein kleines bisschen besser aus: Die Bewertung ist auf 3,0 gestiegen, die Zahl der Rezensionen hat sich versechsfacht. Aber halt, bevor wir jetzt die Entwickler feiern: Wirklich gut sieht anders aus.

Was hat sich getan?

  • Bewertung leicht gestiegen: Von 2,7 auf 3,0 – das ist ein Plus, aber eben kein Befreiungsschlag.
  • Downloads über 50.000: Die App ist kein Nischenprodukt mehr.
  • Funktionalität erweitert: Es gibt neue Features wie HEMS (Home Energy Management System) und eine deutlich erweiterte Datenanalyse.
  • Optik & Struktur überarbeitet: Die Screenshots zeigen eine modernere Oberfläche, die Funktionen wirken konsistenter aufgeteilt.

Das klingt erstmal okay. Aber: Die Probleme von früher? Sind nicht verschwunden. Und neue sind dazugekommen.

Die alten Probleme – immer noch aktuell

Wir haben uns nicht nur durch die offizielle App-Beschreibung gewühlt, sondern auch rund 270 aktuelle Bewertungen analysiert. Das Ergebnis ist klar: Die Nutzer kämpfen weiterhin mit grundlegenden Problemen:

ProblemfeldHäufigkeitBeispielhafte Beschwerden
VerbindungsproblemeSehr hochGeräte offline, kein WLAN erkannt, keine BT-Verbindung
Instabilität & BugsHochApp „vergisst“ Geräte, muss regelmäßig neu installiert werden
Undurchsichtige ÄnderungenMittelHEMS ersetzt Zenlink Cluster – ohne Kommunikation
BenutzerfreundlichkeitMittelMenüführung weiterhin verwirrend, teils fehlerhafte Übersetzungen

Ein Nutzer fasst es treffend zusammen: „Für das Geld, was ein Zendure-System kostet, eine Schande.“

Neue Features, neue Verwirrung

Statt alte Baustellen zu schließen, wirft Zendure neue Begriffe in den Raum. HEMS ist offenbar der Nachfolger des Zenlink Clusters. Das klingt technisch spannend – aber kaum jemand versteht, was das konkret heißt. Eine Anleitung? Fehlanzeige. Transparente Kommunikation? Leider nicht vorhanden.

Auch die angeblich intelligente Stromplanung mit KI sorgt für Stirnrunzeln. Laut App-Beschreibung soll sie den Bedarf des Hauses automatisch anpassen. In der Praxis berichten Nutzer aber, dass sich Geräte eigenmächtig verabschieden oder gar nicht erst verbinden lassen.

Die Wahrheit steckt im Durchschnitt

In Zahlen sieht es so aus:

  • Durchschnittsbewertung: 2,82 Sterne (eigene Auswertung)
  • Spitzenwertungen (5 Sterne): Nur 55 von 272
  • Ein-Stern-Bewertungen: Ganze 86

Und diese Ein-Stern-Rezensionen sind nicht alt – viele stammen aus den letzten Monaten. Das zeigt: Die App ist kein Auslaufproblem, sondern ein aktueller Schwachpunkt im Zendure-Ökosystem.

Fazit: Der Flaschenhals bleibt die Software

Zendure hat technisch spannende Produkte – siehe unseren Bericht zum AIO 2400 Balkonkraftwerk. Das Konzept stimmt, das Design auch. Aber was nützt der beste Speicher, wenn die Software nicht zuverlässig mitspielt?

Wenn Zendure ernsthaft in der Home-Energy-Liga mitspielen will, muss bei der App deutlich mehr passieren. Eine Bewertung knapp über 3 ist in diesem Bereich einfach nicht ausreichend. Nutzer erwarten Stabilität, Transparenz und echte Kontrolle – nicht nur bunte Grafiken und Marketingsprech.

Also: Gute Hardware, schwache Software – leider noch immer. Bleibt nur zu hoffen, dass Zendure 2026 liefert. Sonst wird aus dem smarten Energiesystem schnell ein dummer Frustfaktor.

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