Wir begleiten die Burger King App jetzt seit über fünf Jahren – und wenn man ehrlich ist, sogar noch länger. Auch wenn unsere Schwerpunkte im Blog anfangs eher bei Fotografie-Apps und Denkspielen lagen, haben wir immer wieder einen Blick auf den Whopper aus der Hosentasche geworfen.
2018 war der große Auftritt: „Neue Burger King App enttäuscht“ hieß es damals, und das war nicht nur ein flotter Titel, sondern auch unser ernst gemeintes Urteil. Seitdem folgten Tests zu Aktionen wie dem AR-Torwandschießen, der irren Clown-Flucht-Kampagne oder zuletzt der Start des MyBK-Treueprogramms. Zwischendrin haben wir die App immer mal wieder installiert, ausprobiert, gelöscht – und wieder installiert. Wir kennen die Höhen und Tiefen, und die Tiefen waren oft tiefer als mein Blutzuckerspiegel nach einer Fahrt durch den Drive-Inn ohne Bestellung (Insider).

Warum jetzt der Verdacht auf ein Aus?

Der aktuelle Anlass: eine Analyse von rund 20.000 Google-Play-Reviews zur Burger King App, vom Start 2011 bis heute. Offiziell zeigt der Play Store 4,2 Sterne – in der Google-Suche aber taucht für dieselbe App ein Wert von 2,6 auf. Dieser niedrigere Wert stammt aus einer längeren Phase mit katastrophalen Bewertungen, vor allem um 2020 (Tiefpunkt bei ca. 2,3★). Ab 2022 gab es eine kleine Erholung, doch 2025 sinkt das Vertrauen wieder deutlich.

Besonders auffällig: Gleich mehrere aktuelle Rezensionen klingen, als stünde die App kurz vor dem technischen K.o.

  • 10. Mai 2025: „App funktioniert nicht mehr. Die Auswahl der Filiale klappt nicht, Coupons werden nicht geladen.“
  • 27. Juli 2025: „Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich und beendet die App sofort. Absolut unbrauchbar.“
  • 24. April 2025: „Seit 2 Wochen lädt die Android App auf dem S25 Ultra nicht mehr. Nur der Startscreen, dann nichts.“
  • 12. Mai 2025: „Seit Wochen lässt sich die App nicht öffnen. Es passiert einfach nichts.“
  • 24. April 2025: „Es ist die schlechteste App aller Zeiten, es geht wirklich gar nichts.“

Das passt zu dem, was wir selbst im Frühjahr geschrieben haben: „Burger King App funktioniert nicht? 2025 wird’s noch schlimmer – das sagen Nutzer“. Dort war schon klar, dass selbst langjährige Fans abspringen, weil nichts mehr geht – weder Bestellung noch Coupons.

Zwischen Tiefpunkt und Topwert – warum der Play-Store-Schnitt täuscht

Zwischen 2011 und 2015 startete die Burger-King-App mit soliden bis guten Bewertungen. Im Premierenjahr 2011 lag der Schnitt bei starken 4,45 Sternen – die Nutzer freuten sich über die neue digitale Gutscheinwelt: „Endlich Coupons direkt auf dem Handy, super praktisch!“
In den Folgejahren sank der Schnitt leicht, blieb aber zwischen 3,2 und 3,8 Sternen, was auf kleinere Kritik, aber insgesamt zufriedene Nutzer hinweist. 2015 war ein Hochpunkt mit 3,72 Sternen und Kommentaren wie „Übersichtlich und schnell, nutze ich jedes Mal.“

Ab 2017 begann ein spürbarer Abwärtstrend. 2018 rutschte die Durchschnittsbewertung erstmals unter drei Sterne, viele monierten: „App hängt sich ständig auf, schade um die gute Idee.“ Der Negativtrend setzte sich fort, 2019 fiel der Schnitt auf 2,63 Sterne.

2020 markierte den Tiefpunkt mit nur 2,30 Sternen – offenbar ausgelöst durch technische Probleme und Usability-Frust. Ein typischer Kommentar lautete: „Unbrauchbar, stürzt beim Öffnen ab – früher war sie top.“
Auch 2021 blieb das Niveau niedrig bei 2,38 Sternen, wobei die Kritik nun oft grundsätzlicher wurde: „Alles verschlimmbessert, keine Lust mehr.“

Erst ab 2022 kam es zu einer leichten Erholung auf 3,06 Sterne, Nutzer lobten Verbesserungen, blieben aber vorsichtig: „Läuft wieder stabiler, aber noch Luft nach oben.“
Das Jahr 2023 brachte erneut einen Rückschlag auf 2,54 Sterne, was in vielen Rezensionen mit neuen Bugs und Login-Problemen begründet wurde: „Musste mich schon wieder neu registrieren – nervig.“

In den beiden letzten Jahren stabilisierten sich die Jahreswerte um die 3,0 Sterne (2024: 2,99; 2025: 3,03). Der höhere Gesamtwert von derzeit 4,2 Sternen im Play Store ergibt sich daraus, dass dort sämtliche Bewertungen seit 2011 zusammengefasst werden, darunter viele aus den Anfangsjahren mit deutlich besseren Noten. Das aktuelle Stimmungsbild in den Rezensionen ist also gemischter, als der Gesamtwert vermuten lässt: „Ganz okay, aber immer noch nicht wie früher.“

Unterm Strich entsteht so das Bild einer App, die zwar in den Anfangsjahren funktional und modern war, später aber durch technische Instabilität, schlechte UX und mangelnde Weiterentwicklung den Anschluss an aktuelle Erwartungen verloren hat.

Die Grafik basiert auf einer eigenen Auswertung von rund 20.000 im Google Play Store veröffentlichten Nutzerbewertungen der Burger-King-App (Zeitraum 2011–2025) und zeigt den arithmetischen Mittelwert pro Jahr. Die Werte dienen lediglich der Darstellung von Tendenzen; Abweichungen zu aktuell im Store angezeigten Bewertungen sind möglich. Es wird keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität übernommen.

Technische Krise oder strategischer Schnitt?

Spannend ist der Blick hinter die Kulissen: Die Social-Media-Betreuung von Burger King Deutschland wurde gerade neu vergeben. Die Berliner Agentur „charles & charlotte“ soll den Auftritt inhaltlich, visuell und tonal komplett umbauen.
Offen ist, ob dieser Neustart auch die App betrifft.

Wenn Burger King wirklich „mehr Popkultur und Community-Engagement“ will, dann muss die App entweder massiv überarbeitet oder ganz anders gedacht werden. Ein kosmetisches Update reicht nicht, wenn Nutzer schon an der Anmeldung scheitern.

Wer entwickelt die Burger King App überhaupt noch?

Ein weiterer Hinweis darauf, dass sich hinter den Kulissen etwas verändert: Im Play Store ist als Support-Kontakt noch die setup GmbH aus München hinterlegt – inklusive Website und Impressum.
Dort liest man allerdings:

„Danke! Unsere Agentur gibt es bald nicht mehr. Wir bedanken uns bei all unseren langjährigen Partnern und Freunden! Falls Sie uns dennoch kontaktieren müssen oder möchten, finden Sie alle benötigten Infos in unserem Impressum.“

Das Unternehmen befindet sich also in Liquidation. Heißt: Selbst wenn Burger King an der App festhält, dürfte es bald einen Wechsel beim technischen Partner geben. Das kann eine Chance für einen echten Neuanfang sein – oder das letzte Kapitel vor dem Aus.

Unsere Einschätzung

Die Burger King App hat seit 2011 viele Gesichter gesehen – von minimalistischer Kacheloptik ohne Login bis zum Bonusprogramm mit Kronen. Wir haben sie getestet, kritisiert und Aktionen begleitet. Aber der aktuelle Zustand? Er erinnert an die berüchtigten Phasen, in denen Apps aus dem Store verschwinden, um Monate später neu aufzutauchen.

Ob es so kommt, wissen nur die Verantwortlichen. Klar ist: So wie jetzt kann es nicht bleiben. Für eine Marke dieser Größe ist eine App, die von „schlechteste App aller Zeiten“ bis „gar nichts geht“ beschrieben wird, nicht tragbar. Wenn Burger King uns nicht bald mit einem funktionierenden Update überrascht, könnte das nächste große News-Update lauten: „App eingestellt“ – und diesmal wäre es keine Übertreibung.

Zum Schluss: Wenn’s wirklich ’ne neue Burger-King-App geben sollte, testen wir gern. Aber nur, wenn wir dabei keinen Chili Cheese Chicken Tortilla probieren müssen. Und ja – unsere Lieblingsfiliale in der Spandauer Altstadt bleibt eh unantastbar, weil sie einfach perfekt ins Stadtbild passt.

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