Manchmal fragt man sich ja, ob uns jemand veräppeln will. Wir sind ein App-Blog, wir testen seit Jahren Apps – und dann kommt die Telekom daher und kündigt ein Smartphone ohne Apps an. Das sogenannte KI-Phone ist jetzt erhältlich. Klingt nach Science-Fiction, ist aber echt. Und genau das macht die Sache so schräg.

Ab sofort zu kaufen – und das steckt drin

Seit dem 14. August 2025 kannst du das neue T Phone 3, von der Telekom „KI-Phone“ getauft, kaufen. Preis: 149 Euro. Wer gleich einen passenden Telekom-Tarif dazu nimmt, kriegt das Gerät sogar für einen symbolischen Euro. Dazu gibt’s ein 18-monatiges Abo von Perplexity Pro sowie 3 Monate Picsart Pro obendrauf. Parallel erscheint ein KI-Tablet (T Tablet 2) für 199 Euro. Beide Geräte gibt’s nicht nur hierzulande, sondern auch in Österreich, Polen, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Griechenland, Ungarn, Montenegro und Nordmazedonien.

Was das KI-Phone können soll

Die Telekom verspricht nichts Geringeres als „KI für alle“. Ein Knopfdruck auf den Magenta-Button und der Perplexity-Assistent springt an. Er soll:

  • Termine eintragen, Mails schreiben, lange Texte zusammenfassen
  • Menükarten übersetzen oder ganze Gespräche dolmetschen
  • Reiserouten planen, Ubers bestellen, Restaurants reservieren
  • Kochtipps und Ernährungspläne liefern
  • Shopping-Empfehlungen raushauen
  • Musik, Bücher, Filme und Konzerte nach Geschmack finden
  • Matheaufgaben lösen und schwierige Themen simpel erklären

Klingt nach einem Taschen-Butler, der alles erledigt – ohne dass du eine einzige App installieren musst.

Und jetzt die App-Perspektive

Für uns als App-Blog ist das fast schon eine kleine Ohrfeige. Denn ohne Apps bedeutet: keine Auswahl. Du musst nehmen, was dir die KI vorsetzt. Und wenn sie mal danebenliegt? Pech gehabt – eine Alternative zum Nachinstallieren gibt es nicht.

Noch ein Punkt: Nach 18 Monaten endet das kostenlose Perplexity-Pro-Abo. Was dann passiert, hat die Telekom nicht so richtig erklärt. Werden die Funktionen dann eingeschränkt? Fallen Zusatzkosten an? Und was ist eigentlich mit der Hardware? Infos zu Prozessor, Kamera oder Speicher sind extrem dünn. Billighardware mit KI-Label? Möglich.

Dazu kommt: Das KI-Phone ist komplett von der Cloud abhängig. Bedeutet: deine Daten wandern zwangsläufig raus – Datenschutzfragen inklusive.

Fazit: Revolution oder Rohrkrepierer?

Die Telekom denkt groß, keine Frage. Aber ob die Welt wirklich auf ein Smartphone ohne Apps gewartet hat? Eher nicht. Für uns ist das Ganze mehr Marketing-Stunt als echte Revolution. Vielleicht ein günstiger Einstieg für KI-Neulinge – ja. Aber als Alltagsgerät? Fraglich.

Und mal ehrlich: Wir wollten schon immer ein Smartphone haben, auf dem wir keine Apps mehr testen können… nicht!

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