Vor ein paar Wochen haben wir hier schon ausführlich gewarnt: Gefälschte E-Mails mit angeblichen Zahlungslinks sind die häufigste Betrugsmasche auf Vinted. Sie wirken seriös, locken aber auf nachgemachte Seiten, wo am Ende Geld und Daten verloren gehen. Damals haben wir erklärt: Die Gefahr ist real, aber auch leicht zu vermeiden, wenn man die Plattform so nutzt, wie sie gedacht ist.
Lies bitte: Neue Vinted-Betrugsmasche sorgt auf TikTok für Aufsehen und Schon wieder neue Betrugsmasche auf Vinted? Nein und Ja, nur, wenn man die Spielregeln ignoriert
Jetzt kocht das Thema erneut hoch – ausgelöst von einem TikTok-Video, in dem eine Betroffene schildert, wie sie beinahe 900 € verloren hätte. Genau die gleiche Story, nur neu erzählt. Und wieder verbreitet sich die Angst, Vinted sei unsicher. Doch stimmt das? Nein.
Was wirklich passiert ist
Die Nutzerin hat ihre E-Mail rausgegeben, auf einen Link geklickt, wurde auf eine Fake-Seite geleitet und hat dort eine Zahlung bestätigt. Das ist kein neues „Super-Hack“, sondern genau die Masche, vor der wir schon im März und April gewarnt haben. Vinted selbst betont seit Monaten: Nur im System kaufen und verkaufen, niemals über E-Mail oder externe Links.
Kommentare zeigen: Die Community hat’s längst verstanden
Spannend ist, dass unter solchen TikToks die besten Tipps oft nicht von Influencern kommen, sondern von ganz normalen Nutzern. Ein paar Beispiele aus den Kommentaren, die ihr euch merken solltet:
- „Darum kaufe und verkaufe ich nur übers System.“ – Käuferschutz, Nachverfolgung, sichere Abwicklung. Alles drin.
- „Schickt nie eure PayPal-Mail raus, nutzt den PayPal.Me-Link oder den QR-Code.“ – schützt vor Phishing.
- „Der Chat ist verschwunden, weil die Person gesperrt wurde.“ – kein Bug, sondern ein Sicherheitsfeature.
- „Immer die Absenderadresse checken.“ – Fake-Mails verraten sich meist hier.
- „PayPal geht inzwischen auch direkt im Vinted-System.“ – sicher, einfach, kein Grund für Umwege.
Diese Hinweise decken sich komplett mit dem, was Vinted selbst im Hilfebereich schreibt. Wer sie beherzigt, hat nichts zu befürchten.
Warum TikTok mehr Angst als Aufklärung bringt
Natürlich ist es gut, wenn Betroffene warnen. Aber der Algorithmus liebt Drama, Tränen und Empörung – nicht nüchterne Fakten. Das führt dazu, dass Vinted immer wieder als „unsicher“ dargestellt wird, obwohl die Plattform klare Schutzmechanismen eingebaut hat. Reichweite ja, Aufklärung eher zweitrangig.
Unser Fazit nach drei Warnungen
- Die Masche ist alt, bekannt, dokumentiert.
- Wer die Vinted-Regeln befolgt, fällt nicht drauf rein.
- Die besten Tipps kommen aus der Community, nicht von viralen Clips.
- Vinted ist nicht das Problem – sondern der Klick auf externe Links.
Bleibt wachsam, hört auf die Hinweise im System und auf die Erfahrungen anderer Nutzer. Dann gilt auch beim dritten Mal: Kein Grund zur Panik – nur Grund zur Vorsicht.



