Wenn man heute den Fernseher einschaltet, läuft fast immer etwas, das die Leute spaltet: vormittags Quizshows wie Gefragt – Gejagt, mittags das RTL-Mittagsjournal, abends Serienklassiker wie The Big Bang Theory oder der nächste Tatort. Viele schauen längst nicht mehr linear am großen Bildschirm, sondern greifen zu Apps, die Live-TV auf Smartphones und Tablets bringen. Eine davon ist TV.de – ein Dienst, der inzwischen über 500.000 Downloads im Play Store zählt. Doch hinter der App steckt mehr Geschichte, als man denkt: Sie begann 2011 als Couchfunk.

Von Couchfunk zum TV.de-Universum

Couchfunk startete als Social-TV-Experiment aus Radebeul bei Dresden. Gründer Uz Kretzschmar und Frank Barth wollten das „Second Screen“-Erlebnis prägen: Nutzer konnten sich in Sendungen einchecken, Kommentare posten und über Hashtags mitdiskutieren. Damit war die App ein Pionier im Bereich Social TV, doch sie stand unter hohem Konkurrenzdruck. Twitter und Facebook boten ähnliche Funktionen, während sich das Publikum gleichzeitig immer stärker Streamingdiensten zuwandte. Couchfunk als Marke verschwand – die Firma dahinter blieb.

Heute tritt die Couchfunk GmbH mit TV.de auf. Das Angebot ist keine Community mehr, sondern ein Bündel aus Live-TV-Streaming und TV-Programm. Neben der Haupt-App existieren spezialisierte Ableger wie Fußballfunk oder Mediatheken-Apps.

Funktionen und Pakete

Die Basisversion von TV.de ist kostenlos und werbefinanziert, enthält aber nur die öffentlich-rechtlichen Sender. Im kostenpflichtigen Pro-Paket für 8,99 Euro im Monat kommen die Privatsender wie RTL, ProSieben und Sat.1 hinzu, dazu bessere Bildqualität und Werbefreiheit. Ein weiteres Paket namens „Fernsehen mit Herz“ richtet sich an Fans von Heimat- und Romance-TV.

Zusätzlich bietet die App eine 14-Tage-Programmübersicht, Erinnerungsfunktionen und die Möglichkeit, Sender individuell zu sortieren. Sie läuft auf iOS, Android, Apple TV, Fire TV und Chromecast.

Kritikpunkte aus den Stores

In den App-Store-Bewertungen wird TV.de für seine einfache Bedienung gelobt. Kritisch sehen Nutzer die Zusatzkosten trotz Rundfunkbeitrag, Probleme mit Abo-Umstellungen sowie die umfangreichen Datenschutz-Einwilligungen beim Start.

Fazit

TV.de zeigt exemplarisch, wie sich eine frühe Social-App zu einem bodenständigen Streaming-Angebot entwickeln kann. Couchfunk war seiner Zeit voraus, überlebte den Markt aber nur als Marke im Rückblick. Heute bietet die Couchfunk GmbH mit TV.de eine stabile Lösung für alle, die klassisches Fernsehen flexibel streamen wollen – mit klaren Stärken in der Einfachheit, aber auch Grenzen im Vergleich zu großen Plattformen wie Joyn oder Zattoo.

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