Es ist ein merkwürdiges Gefühl: Jahrelang begleitet dich Spotify auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport oder an langen Abenden mit Freunden. Du hast unzählige Playlists gebaut – für jede Stimmung, für jede Phase im Leben. Und plötzlich wird das Abo wieder teurer. Viele Nutzer sagen inzwischen offen, dass sie keine Lust mehr haben, jeden Monat mehr für denselben Service zu zahlen. Genau das liest man gerade auf Reddit, wo Leute frustriert diskutieren, wie sie ihre Playlists retten können, wenn sie zu Apple Music wechseln.
Die gute Nachricht: Es gibt keinen Grund, deine Lieblingsmusik aufzugeben. Mit ein paar Tricks lässt sich deine komplette Sammlung mitnehmen – und das erstaunlich unkompliziert.
So klappt der Umzug deiner Musik
Früher war es ein echtes Drama, wenn man den Streaming-Dienst gewechselt hat. Die Playlists blieben zurück, und man musste mühselig Song für Song nachbauen. Heute übernehmen spezialisierte Dienste diesen Job fast vollautomatisch.
Am bekanntesten ist Soundiiz, ein französisches Projekt, das im Browser läuft. Du loggst dich einmal mit deinem Spotify-Konto ein, einmal mit Apple Music, und dann kannst du auswählen, was rüber soll: einzelne Playlists, ganze Alben oder auch die Künstler, denen du folgst. Ein Klick, und deine Sammlung erscheint bei Apple Music.
Wer es einfacher halten möchte, nutzt Tools wie TuneMyMusic oder Playlistor. Dort reicht schon der Link einer Spotify-Playlist. Das Programm baut sie dir bei Apple Music nach. Für große Sammlungen sind sie etwas limitiert, für ein paar Lieblingslisten aber perfekt.
Noch spannender ist FreeYourMusic. Hier gibt es eine Gratis-Variante für bis zu 100 Songs, die Premium-Version erlaubt unbegrenzte Übertragungen und sogar automatische Synchronisierung. Das bedeutet: Änderst du etwas an deiner Spotify-Playlist, taucht es automatisch bei Apple Music auf. Praktisch, wenn man beide Dienste eine Zeit lang parallel laufen lässt oder später noch einmal den Anbieter wechselt.
Apple-Nutzer haben zusätzlich die App SongShift. Sie ist so beliebt geworden, dass Apple selbst inzwischen offiziell mit ihr zusammenarbeitet. Gerade auf dem iPhone ist der Umzug damit ein Kinderspiel.
Der Umstieg fühlt sich leichter an, als man denkt
Natürlich bleibt ein Rest Skepsis. Man hängt an Spotify, kennt die Oberfläche, vertraut auf die Algorithmen. Aber wer den Schritt wagt, merkt schnell, dass Apple Music nicht nur günstiger ist, sondern auch anders klingt und sich besser ins Apple-Ökosystem einfügt. Und die Angst, die eigenen Playlists zu verlieren, ist heute wirklich unbegründet.
Auf Reddit schreiben Nutzer wie ImaginationDeep5501 aktuell, dass sie ihre Playlists sogar gern teilen und austauschen, sobald sie den Wechsel wagen. Vielleicht ist das sogar der größte Vorteil: Man sortiert seinen Musikkosmos einmal durch, entdeckt Neues und merkt, dass ein Streaming-Dienst nicht das Ende der Welt ist, solange man seine Songs mitnimmt.


