Fenster putzen ist nervig. Das weiß auch Dreame, eigentlich bekannt für starke Staubsauger und Saugroboter. Nun bringen die Chinesen ihre ersten Fensterputzroboter auf den deutschen Markt: den C1 und den C1 Station. Preislich liegt der einfache C1 bei 399 Euro, die Station-Version bei 599 Euro. Zum Start bis 10. September gibt es jeweils 100 Euro Rabatt.
Was steckt drin?
Der C1 Station soll vor allem große Glasflächen wie Schaufenster, Wintergärten oder Bürogebäude bedienen. Mit 6 kg Gewicht saugt er sich per 5.500 Pa Vakuumkraft an der Scheibe fest. Ein mehrstufiges Antriebssystem mit Doppelmotor sorgt für gleichmäßige Bewegung. Für die Sicherheit: Notakku (30 Minuten), Fallsicherung, verstärkte Sicherheitsleine, Überwachung von Batteriestatus und Luftdruck.
Die Station bringt Komfort: integrierter Akku (7.800 mAh, ca. 180 Minuten Laufzeit), automatischer Kabeleinzug, Transportgriff und Fächer für Zubehör. Fünf Reinigungsmodi lassen sich direkt oder via Dreame Home App steuern – von Spot-Clean über Edge-Clean bis hin zu Deep-Clean. Der Roboter arbeitet mit speziellen Wischpads und der neuen CornerClean-Technologie, die mit kleinen Bürsten Ecken und Ränder besser erreicht.
Der normale C1 ist kleiner gedacht: Saugt ebenso mit 5.500 Pa, plant seine Route im Z- oder N-Muster, setzt ebenfalls auf Edge-Clean und Sprühdüsen für die Nassreinigung. Er eignet sich laut Dreame auch für Spiegel, Marmor oder Fliesen.
Stärken und Schwächen im Test
Videos erster Tester zeigen: Normale Verschmutzungen bekommt der C1 weg, die Eckenreinigung funktioniert sichtbar besser als bei Konkurrenzmodellen von Ecovacs oder Alfawise. Aber perfekt ist das Ergebnis nicht. Bei Sonne bleiben oft leichte Streifen zurück. Auch die Lautstärke (ca. 76 dB) fällt im Alltagstest auf.
Positiv: Die Pads nehmen viel Feuchtigkeit auf, die App ist übersichtlich, der Akku reicht in der Praxis für mehrere Fenster. Negativ: Die Größe (26 cm Kantenlänge, 7 cm hoch) macht den Roboter eher ungeeignet für kleine Fenster. Die Station ist sperrig und mit 6 kg nicht gerade handlich.
Einordnung
Dreame hatte die Modelle eigentlich schon für Mai 2025 angekündigt, lieferte aber erst jetzt. Damit stoßen sie in ein Segment vor, das bisher kaum besetzt ist – Ecovacs und ein paar kleinere Anbieter dominieren, meist mit gemischtem Nutzerfeedback. Die UVPs von 399/599 Euro liegen deutlich über No-Name-Geräten (teilweise ab 80 Euro), aber Dreame setzt auf Qualität und will durch ein sicheres Gesamtkonzept und bessere Ergebnisse überzeugen.
Zubehör und Kosten
Neben den Robotern verkauft Dreame auch eigenes Reinigungsmittel (10,90–24,90 Euro), Ersatz-Wischpads und Eckbürsten (je ca. 20 Euro). Wer das volle Paket kauft, landet also schnell deutlich über den reinen Gerätekosten.
Fazit
Die neuen C1-Modelle sind ein spannender Schritt für Dreame. Sie bringen viele clevere Ideen mit, bleiben aber technisch an die bekannten Grenzen von Fensterrobotern gebunden: Für normale Fensterputzarbeit okay, für streifenfreie Perfektion kein Ersatz. Ob sich der Preis lohnt, hängt davon ab, wie groß die Glasflächen zuhause sind – und wie sehr man Fensterputzen hasst.



