Manchmal stolpert man bei eBay über eine Meldung, die nicht nur irritiert, sondern auch nervt: „Die hinzugefügte Sendungsnummer wird bereits von einem anderen Verkäufer verwendet.“ Eigentlich will man nur die Sendungsverfolgung eintragen, doch das System blockiert. Das passiert öfter, als man denkt – und sorgt bei Verkäufern für Stress, weil die Statistik für hochgeladene Trackingnummern leidet und Käufer im Zweifel im Dunkeln tappen.
Warum kommt diese Meldung überhaupt?
In den meisten Fällen liegt es an der Wiederverwendung von Sendungsnummern. Versanddienstleister recyceln Trackingnummern nach einer gewissen Zeit. Manche Tools wie PirateShip erzeugen Nummern, die in Einzelfällen schon wieder im Umlauf sind, obwohl sie eigentlich noch gesperrt sein sollten. eBay erkennt dann: Diese Nummer gibt es schon – und lehnt sie ab. Das Problem ist also nicht zwingend Betrug, sondern oft ein technischer Fehler durch Nummern-Recycling.
Reddit bestätigt: Kein Einzelfall
Auf Reddit (z. B. r/Flipping, r/eBaySellerAdvice) finden sich zahlreiche Berichte von Verkäufern mit genau diesem Fehler. Manche schildern, dass sie innerhalb weniger Monate gleich mehrfach betroffen waren. Besonders ärgerlich: Die automatisch hochgeladenen Nummern tauchen nicht auf, was später zu schlechteren Statistiken und möglichem Ärger mit eBay führt.
Einige Nutzer berichten von Workarounds:
- Nummer umformatieren: z. B. „420 + Postleitzahl + Sendungsnummer“ davor setzen, dann akzeptiert eBay die Eingabe.
- Neues Etikett drucken: Manche umgehen das Problem, indem sie einfach ein neues Label anfordern und die alte Sendungsnummer stornieren.
- Support kontaktieren: eBay for Business (z. B. über Facebook) hat Verkäufern auf Nachfrage bestätigt, dass PirateShip-Nummern zu früh recycelt wurden – und Fehler in der Statistik auf Wunsch entfernt.
Betrug oder Bug?
Viele stellen sich die Frage: Missbrauchen zwielichtige Verkäufer alte Trackingnummern, um Käufer zu täuschen? Möglich, aber in den meisten Fällen scheint es eher ein Bug im Zusammenspiel zwischen Versanddienstleistern und eBay zu sein. Dennoch bleibt das Problem heikel: Käufer sehen keine gültige Sendungsverfolgung, Verkäufer wirken unzuverlässig, und die Plattform reagiert oft träge.
Tipps für betroffene Verkäufer
- Immer Screenshots sichern, wenn eine Trackingnummer nicht akzeptiert wird.
- Nummer über PirateShip oder andere Tools vorab prüfen, um doppelte IDs zu vermeiden.
- Bei eBay nachhaken, falls die Statistik betroffen ist – damit das Verkäuferkonto nicht leidet.
- Alternativen erwägen, falls ein Versanddienstleister wiederholt Probleme macht.
Fazit
Die Meldung „Die hinzugefügte Sendungsnummer wird bereits von einem anderen Verkäufer verwendet“ sorgt für viel Verwirrung. Für Käufer sieht es nach Schlamperei oder Betrug aus, für Verkäufer nach unnötigem Stress. Tatsächlich steckt meist technisches Recycling dahinter. Dennoch ist es Aufgabe von eBay, solche Bugs sauber abzufangen, statt Verkäufer und Käufer mit kryptischen Fehlermeldungen allein zu lassen.



