Auf einem Event in Berlin hat Amazfit die T-Rex 3 Pro vorgestellt. Super organisiert, tolle Atmosphäre (wie schon im Vorjahr bei der T-Rex 3) und vor allem spannend zu sehen, welche Sportler:innen die Uhr bereits tragen und welchen extremen Herausforderungen sie sich stellen. Beeindruckend ist, dass Athleten wie Yeman Crippa, Europameister über 10.000 Meter und Halbmarathon, die Uhr nutzen – ein Beispiel dafür, wofür sie gemacht ist: nicht fürs Büro, sondern für echte Belastung.
Doch die Bühne gehörte nicht nur der Hardware. Gregory Herd von Amazfit gab interessante Einblicke, die zeigen: Man denkt längst über das reine Gerät hinaus. Es ging um den App Store, die Turn-by-Turn-Navigation, sogar um eine Podcast-App. Alles soll wie gewohnt nach Kauf der Uhr ohne Abo nutzbar sein. Ein klarer Fingerzeig in Richtung Ökosystem, der mich ehrlich gesagt fast mehr erhellt hat als die Ankündigung der Uhr selbst.
Die Uhr selbst: härter, heller, smarter
Natürlich stand die Hardware im Mittelpunkt. Die T-Rex 3 Pro bringt ein Gehäuse aus Titan (Grade 5) und Saphirglas fürs Display – Materialien, die sonst eher in teureren Klassen auftauchen. Das 1,5-Zoll-AMOLED erreicht bis zu 3000 Nits Helligkeit und ist damit noch besser ablesbar als beim Vorgänger.

Dazu gibt es eine zwei-farbige LED-Taschenlampe mit SOS-Funktion, einen integrierten Lautsprecher und ein Mikrofon für Anrufe, Sprachsteuerung und Audio-Hinweise während des Trainings. Karten sind jetzt noch detaillierter: Stadtpläne, Topo-Karten, Pistenkarten, dazu POI-Suche und Routenplanung direkt auf der Uhr.

Das GPS wurde überarbeitet, unterstützt sechs Systeme und bietet Dual-Band für präzisere Tracks. Auch Akkulaufzeit und Robustheit bleiben Amazfit-typisch stark: über drei Wochen im Smartwatch-Modus, Temperaturtoleranz von –30 bis +70 Grad, 15 militärische Tests. Preislich liegt die Uhr bei 399,90 Euro, erhältlich ab sofort in 48 mm (Tactical Black), weitere Varianten folgen.

Die Uhr und ihre Funktionen
Was mich beeindruckt hat: Amazfit will nicht nur die härteste Uhr im Feld liefern, sondern auch die nützlichste. Herd machte klar, dass der Store und die Erweiterungen eine größere Rolle spielen. Keine künstlichen Paywalls, sondern echte Mehrwerte wie neuen Karten, Apps, Trainingsmodi. Das ist für viele sicher der größere Schritt als Titan und Saphir.

Die Stimmung vor Ort war locker, viele Presse- und Tech-Leute hatten die Chance, die Uhr direkt in die Hand zu nehmen. In den Gesprächen ging es sofort darum, ob die Navigation alltagstauglich ist, wie stark sich die Taschenlampe im Dunkeln auswirkt oder wie sich die neue Größe (44 mm) am Handgelenk macht.
Ausblick: kein Schnelltest, sondern echte Erfahrung
Wie schon beim Vorgänger werde ich hier kein schnelles Review in 24 Stunden heruntertippen. Stattdessen nehme ich die T-Rex 3 Pro in den Alltag. Besonders interessieren mich:
- die neue Kartenfunktion mit Import eigener Routen
- die Routenplanung und Navigation unterwegs
- das Display bei Sonne und im Always-On-Betrieb
- und natürlich, wie sich die Uhr im Vergleich zur normalen T-Rex 3 anfühlt
Der vollständige Test folgt also frühestens in 1–2 Wochen, wenn die Uhr im Jogging, Radfahren und Alltag ihre Stärken (oder Schwächen) zeigen konnte.

Fazit nach dem Auftakt
Die Amazfit T-Rex 3 Pro ist mehr als ein robustes Update. Titan und Saphir sind Premium, klar. Aber die wirkliche Geschichte liegt in den neuen Karten- und Store-Funktionen, die nach Kauf frei nutzbar bleiben. Amazfit setzt damit ein Statement gegen Abo-Zwang und zeigt, dass Outdoor-Smartwatches nicht nur härter, sondern auch smarter werden können.
Jetzt bleibt die Frage: Hält die T-Rex 3 Pro auch draußen, was sie auf dem Event versprochen hat? Das werde ich in den nächsten Wochen herausfinden.



