Starlink war bisher vor allem für eine Sache bekannt: Internet per Satellit für Zuhause oder unterwegs – mit eigener Schüssel. Jetzt kündigt SpaceX etwas Neues an: Direct-to-Cell. Damit sollen Funklöcher verschwinden, ohne dass man spezielle Hardware braucht. Doch was steckt wirklich dahinter, und für wen lohnt es sich?

Handyempfang direkt aus dem All

Bisher brauchte man für Starlink immer die bekannte weiße Antenne. Mit Direct-to-Cell ist das anders: Jedes normale LTE-Smartphone kann sich künftig direkt mit den Satelliten verbinden. Damit werden diese zu „Handymasten im All“. SMS, Telefonate und mobiles Internet sollen so auch dort möglich werden, wo es bisher gar kein Netz gab – etwa im Wald, in den Bergen oder auf See.

Wer macht mit?

Starlink arbeitet mit bestehenden Netzbetreibern zusammen. In den USA ist T-Mobile an Bord, in der Schweiz Salt und in Kanada Rogers. Weitere Partner in anderen Ländern sollen folgen. Ohne solche Kooperationen wird der Service lokal nicht starten.

Was bedeutet das für zuhause?

Wichtig: Direct-to-Cell ersetzt nicht das Heim-Internet. Die Geschwindigkeit reicht zwar für Nachrichten, Telefonie und einfache Online-Anwendungen, aber nicht für dauerhaft schnelles WLAN. Wer Zuhause echtes Breitband braucht, setzt weiter auf die Starlink-Schüssel oder Alternativen wie DSL, Kabel oder Glasfaser.
👉 Einen Überblick über Preise und Hardware findest du hier: Starlink Kosten und Nutzen – lohnt sich das Satelliteninternet?

Nächste Schritte: 5G aus dem All

Die ersten 600 Direct-to-Cell-Satelliten sind schon unterwegs. Mit der nächsten Generation sollen deutlich höhere Datenraten kommen, sogar echte 5G-Verbindungen – laut SpaceX bis zu 100-mal leistungsfähiger als die aktuelle Version. Damit könnten künftig nicht nur Funklöcher verschwinden, sondern auch bestehende 5G-Netze in Städten entlastet werden.

Fazit

Starlink Direct-to-Cell ist kein Ersatz für dein Heimnetz, aber ein Gamechanger für Mobilfunk-Abdeckung. Funklöcher könnten bald der Vergangenheit angehören. Wer auf Reisen, in ländlichen Regionen oder sogar mitten im Wald erreichbar sein möchte, profitiert am meisten. Für Streaming am Fernseher oder Homeoffice bleibt jedoch die klassische Starlink-Schüssel oder ein Kabelanschluss die bessere Wahl.
👉 Mehr dazu, wie sich Starlink auch fürs Fernsehen schlägt: Starlink TV: Kann man mit Starlink wirklich fernsehen?

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