Große Namen, große Hallen, große Preise – das zeigt sich auch beim Metallica-Konzert 2026 im Berliner Olympiastadion. Schon im Vorverkauf von System of a Down wurde klar: Wer hier dabei sein will, muss tief in die Tasche greifen. Business-Seats kosten über 500 Euro pro Person. Wir haben uns die Karten deshalb nicht gekauft – und das lag nicht nur am Preis.
Denn selbst wer bereit ist, diese Summen zu zahlen, landet am Ende wieder beim altbekannten Problem: der Ticketmaster-App. Sie ist Pflicht für den Einlass, gleichzeitig aber eine der am schlechtesten bewerteten Event-Apps überhaupt. Und das trifft auch auf andere kommende Konzerte zu.
Metallica-Fans im Presale: Chaos statt Vorfreude
Ein Blick in die App-Reviews zeigt, dass gerade Metallica-Fans beim Presale besonders hart getroffen wurden:
- Presale-Codes funktionierten nicht oder führten in Endlosschleifen.
- Tickets verschwanden nach Updates einfach aus der App.
- Logins scheiterten, selbst mit korrekten Daten.
So schilderte ein Nutzer:
„Ich habe einen Presale Code vom Metallica Fan Club … und trotzdem lässt sich nichts buchen.“ (1★, Mai 2025)
Das zeigt: Auch wer früh dran ist, wird von der App ausgebremst.
Linkin Park und andere Bands: gleiches Problem
Nicht nur Metallica. Auch bei Linkin Park in Bern gab es ähnliche Klagen:
„Was ist mir den Kohlen?“ – sinngemäß: teuer, aber die App machte den Kauf zusätzlich zur Farce.
Die Muster sind immer gleich: Tickets hängen im Ladebildschirm, QR-Codes bauen sich nicht auf, oder Nutzer werden im entscheidenden Moment ausgeloggt.
Ticketmaster – Marktführer mit schwacher App
Ticketmaster gehört zur Live Nation-Gruppe, einem Milliardenkonzern. Der Anbieter hat in vielen Stadien Exklusivrechte. Für Fans bedeutet das: kein Ticket ohne Ticketmaster. Umso absurder wirkt es, dass die App regelmäßig versagt.
Was tun, wenn Tickets nicht sichtbar sind?
Erprobte Notlösungen der Fans:
- Login im Browser statt in der App.
- Tickets in Apple Wallet oder Google Wallet speichern.
- Screenshots anfertigen (inoffiziell, aber oft die Rettung).
- Support kontaktieren – meist ohne schnelle Hilfe.
Fazit: Preis + App-Frust = Stimmungskiller
Ein Metallica-Konzert im Olympiastadion ist eigentlich ein Pflichttermin. Doch wenn Preise über 500 Euro und eine fehlerhafte App zusammenkommen, ist das ein echter Stimmungskiller. Viele Fans überlegen, ob sie sich das Erlebnis antun sollen.
Vielleicht bessert Ticketmaster bis 2026 nach. Vielleicht auch nicht. Derzeit bleibt ein schaler Beigeschmack: die größte Rockband der Welt, verkauft über die schwächste App der Branche.



