TikTok hat endlich etwas eingeführt, worüber viele genervte Nutzer schon monatelang reden: eine Möglichkeit, KI-Videos zu reduzieren. Kein Witz. Ein echter Eingriff in den Feed – etwas, das TikTok sonst extrem vorsichtig anfasst. Und ja, das trifft genau den Nerv all jener, die bei jedem zweiten Clip in die Kommentare schreiben: „Ist das KI?“ oder „Sieht fake aus…“.
Los geht’s. Ich zeige dir, was das neue Feature kann, warum es längst überfällig ist und wo die Grenzen liegen.
KI überall – warum TikTok ein Problem bekommen hat
Wenn du TikTok regelmäßig nutzt, kennst du das:
Du scrollst gemütlich, bekommst einen superrealistischen Hund, der sprechen kann… oder ein Model, das aussieht, als wäre es aus einem perfekten Videospiel gefallen… oder eine angebliche Nachrichtensprecherin, die eine sensationelle Weltmeldung verkündet. Am Ende stellt sich oft heraus: KI.
Und das nervt. Weil es kaum noch zu erkennen ist. Viele Creator kennzeichnen es nämlich nicht. Und TikTok verlangt es zwar – aber die durchschlagende Kontrolle fehlt. Die Folge: Unsicherheit. Ständiges Rätselraten. Sinkendes Vertrauen.
Darum ist der Schritt logisch: TikTok muss den Leuten wieder das Gefühl geben, selbst bestimmen zu können, was sie sehen.
Das neue Feature: Du stellst ein, wie viel KI du sehen willst
Ab November 2025 taucht bei ersten Nutzern ein neuer Regler auf – versteckt unter
Einstellungen → Themen verwalten.
Dort kannst du auswählen, wie stark KI-generierte Inhalte in deinem „Für dich“-Feed gewichtet werden sollen. Das ist keine An/Aus-Funktion, sondern ein Slider, der TikTok sagt:
- „Zeig mir weniger KI“
- „Zeig mir mehr KI“ (ja, manche feiern das Zeug auch…)
Das klingt simpel, ist aber ein Meilenstein. TikTok ändert selten direkt am Feed herum, weil der Algorithmus ihr Heiligtum ist. Aber der Druck war zu groß: zu viele Beschwerden, zu viel Fake-Potenzial, zu viele Videos, die so glatt sind, dass sie fast unheimlich wirken.
Der Haken: Du kannst KI nicht komplett blocken
Hier wird’s spannend:
Der Regler kann die KI-Flut reduzieren, aber nicht eliminieren.
Warum?
Weil TikTok oft selbst nicht sicher erkennen kann, ob ein Clip komplett KI ist oder nur partiell. Und Creator ohne Kennzeichnung sind weiterhin das größte Problem.
Kurz gesagt:
Wenn jemand seine KI-Videos tarnt, rutschen sie trotzdem durch.
Und genau deshalb liest du unter vielen Clips die ewige Frage:
„Ist das KI?“
„Real?“
„Fake?“
TikTok arbeitet zwar an automatischer Erkennung, aber der Abstand zwischen Realität und KI wird so klein, dass der Kampf kaum zu gewinnen ist.
Was Nutzer davon haben – und was nicht
Positiv:
- Der Feed wirkt wieder natürlicher.
- Du bekommst wieder mehr echte Menschen statt perfekte KI-Models.
- Weniger generische Trends, die komplett von AI-Tools gespammt wurden.
Negativ:
- Eine echte KI-Sperre gibt es nicht.
- Viele Fake-Videos bleiben unmarkiert.
- Der Regler ist im Moment nur in Tests und nicht überall verfügbar.
TikTok weiß aber, dass das Thema brennt. Und sie müssen handeln – sonst kippt die Plattform in einen „KI-Zoo“, in dem keiner mehr weiß, was real ist.
Fazit: Ein Schritt in die richtige Richtung – aber die Diskussion geht weiter
Der neue KI-Regler ist gut. Sehr gut sogar. Aber er löst nicht das Grundproblem: Creator kennzeichnen KI viel zu selten. TikTok kann regulieren, drosseln, algorithmisch filtern – aber solange Inhalte nicht sauber markiert sind, bleibt die Unsicherheit.
Und genau deshalb wirst du wohl noch eine Weile die nervigste Frage des Jahres in den Kommentaren sehen:
„Ist das KI?“



