Nicht jede technische Entwicklung passt automatisch zu jedem Menschen. Das zeigt sich besonders beim Thema Mobiltelefone. Während Smartphones für viele selbstverständlich geworden sind, gibt es eine wachsende Gruppe älterer Nutzerinnen und Nutzer, für die diese Geräte schlicht nicht alltagstauglich sind. Und das betrifft längst nicht nur Menschen über 80. Auch viele in den späten 50ern oder frühen 60ern sagen offen: „Ich brauche das alles nicht. Ich will nur erreichbar sein.“
Genau diese Lücke greifen die neuen Feature Phones Gigaset GL695 und Gigaset GL795 auf. Es sind keine nostalgischen Retro-Geräte, sondern bewusst reduzierte Telefone für Menschen, die mit der digitalen Dauerpräsenz nichts anfangen können oder sie nicht mehr bewältigen möchten.
Wenn Smartphones zu viel verlangen
Wer mit älteren Menschen arbeitet, weiß: Technikkompetenz hat wenig mit dem Geburtsjahr zu tun. Viele Seniorinnen und Senioren bedienen ihr Smartphone souverän, schreiben Nachrichten, navigieren mit Apps oder organisieren Arzttermine digital. Aber daneben steht eine zweite, oft übersehene Gruppe – und die wächst.
Es sind Menschen, die ihre Grundbedürfnisse am Telefon anders definieren. Häufig hört man in Kursen oder Familiengesprächen Sätze wie:
- „Ich habe Angst, etwas falsch zu machen.“
- „Das Handy zeigt ständig irgendwas an, das ich nicht verstehe.“
- „Ich will keine Updates, keine Passwörter, kein Internet.“
- „Ich brauche große Tasten, keine Wischerei.“
- „Es soll einfach klingeln, wenn jemand anruft.“
Diese Aussagen zeigen, dass es nicht um „fehlende digitale Bildung“ geht. Sondern um Alltagsrealität. Um Menschen, die Technik nicht als Erweiterung erleben, sondern als Belastung.
Für sie ist ein Smartphone zu komplex – unabhängig vom Alter.
Gigaset setzt bewusst auf Reduktion
Als wir Gigaset vor zehn Jahren in Berlin mit der ME-Serie kennengelernt haben, lag der Fokus noch klar auf Smartphones: starke Hardware, edles Design, „Made in Germany“. Und auch heute bringt Gigaset moderne Modelle wie das GS6 mit OLED-Display und 5G auf den Markt – ein klares Commitment zur aktuellen Technik.

Doch parallel verfolgt das Unternehmen eine zweite Linie, die kaum ein Hersteller in Deutschland in dieser Konsequenz anbietet: klassische Telefone, die genau das tun, was sie sollen – telefonieren.
Die neuen Feature Phones GL695 und GL795 verzichten bewusst auf:
- Internet
- Apps
- App-Stores
- Updates
- komplexe Menüs
Das ist kein Mangel. Es ist das Produktkonzept.
Für wen diese Geräte wirklich gemacht sind
Die entscheidende Frage lautet: Wer profitiert am meisten von einem Handy ohne Internetfunktion?
- Für Menschen, die Technik als Belastung empfinden: Viele ältere Nutzer wünschen sich ein Gerät, das nicht ständig „etwas von ihnen will“. Keine Update-Meldungen. Keine Icons, die sich plötzlich verändern. Kein Risiko, sich zu „verklicken“. Diese Telefone geben Struktur, Ruhe und Klarheit.
- Für Hochbetagte, die Erreichbarkeit brauchen – aber keine App-Welt: Ab einem gewissen Alter zählt vor allem Sicherheit: Anrufen, angerufen werden, und im Notfall Hilfe holen können. Ohne Menüflut, ohne Schnickschnack.
- Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen:
- eingeschränkte Sehfähigkeit → große Schrift, klare Kontraste
- eingeschränkte Motorik → echte Tasten statt Touchscreen
- Hörgeräte-Nutzung → hörgerätekompatible Lautsprecher
Beim GL795 sorgt das größere Klappdisplay für gute Lesbarkeit auch bei stärkerer Sehschwäche.
Für Personen, die bewusst ein Handy wollen – kein Smartgerät
Es gibt erstaunlich viele Menschen, die sich aktiv gegen Smartphones entscheiden: wegen Datenschutzbedenken, wegen Ablenkung, wegen ihrer Lebensgewohnheiten. Auch sie finden hier ein passendes Gerät.
Was die Geräte im Alltag leisten
Sowohl GL695 als auch GL795 konzentrieren sich auf das Nötigste – aber das machen sie gut.
Die Menüführung ist konsequent entschlackt: große Symbole, klare Beschriftungen, und immer nur wenige Optionen gleichzeitig sichtbar. Für viele ältere Nutzer ist das eine enorme Erleichterung.
Beide Telefone verfügen über eine SOS-Taste, die im Notfall bis zu fünf Kontakte automatisch nacheinander anruft. Dazu zwei Direktwahltasten für die wichtigsten Personen. Das gibt vor allem Angehörigen Sicherheit.
Die Sprachqualität ist hoch, und mit Voice over LTE bleiben Gespräche stabil und verständlich. Für schwerhörige Nutzer gibt es eine automatische Verstärkung, die nach dem Gespräch wieder herunterregelt.
Der Alltag wird außerdem durch eine Ladestation erleichtert: kein Einstecken mehr, kein Kabel, das nicht passt – einfach hineinstellen. Auch kleine Details wie die Kamera für Kontaktfotos oder der kräftige Akku tragen zur Nutzbarkeit bei.
Was die Geräte im Alltag nicht leisten
Gigaset macht in seiner Rückmeldung sehr deutlich, dass die Modelle GL695 und GL795 bewusst keine Smartphone-Funktionen übernehmen. Es handelt sich um klassische Feature Phones, die weder Internetverbindung noch einen App-Store besitzen. Damit fallen alle Anwendungen weg, die heute viele als selbstverständlich ansehen: WhatsApp, DB-Navigator, Wetterdienste, Übersetzer, Kalender-Apps oder andere mobile Alltagshelfer. Diese Geräte sind ausdrücklich nicht dafür gedacht, solche digitalen Aufgaben zu übernehmen.
Auch das Bedienkonzept ist bewusst reduziert. Die Telefone zeigen immer nur wenige Optionen an, verzichten auf komplexe Strukturen und bleiben bei klaren Symbolen und stark vergrößerter Schrift. Dadurch entsteht eine gute Orientierung – aber eben nur innerhalb eines sehr begrenzten Funktionsrahmens. Wer unterwegs Busverbindungen prüfen, Nachrichten verschicken oder Fotos teilen möchte, findet hier nicht das passende Gerät.
Selbst beim Bildschirm weist Gigaset darauf hin, dass die kompakteren Displaygrößen nicht mit denen eines Smartphones vergleichbar sind. Die Lesbarkeit soll durch hohe Kontraste erreicht werden, nicht durch Bildschirmfläche. Das funktioniert für Telefonie und SMS, nicht aber für moderne Anwendungen, die mehr visuelle Informationen benötigen würden.
Kurz gesagt: Die GL695 und GL795 ersetzen ein klassisches Mobiltelefon – und nichts darüber hinaus. Für Nutzerinnen und Nutzer, die ein bewusst einfach gehaltenes Gerät möchten, ist das konsequent und hilfreich. Für alle, die digitale Funktionen erwarten, sind diese Modelle hingegen nicht geeignet.
Warum einfache Handys plötzlich wieder wichtig werden
Wir leben in einer Zeit, in der sich Technik immer schneller entwickelt. Für viele bedeutet das Fortschritt. Für andere bedeutet es, dass sie Schritt halten müssen, obwohl sie das gar nicht möchten.
Die Gigaset-Modelle GL695 und GL795 füllen genau diese Lücke. Sie holen Menschen dort ab, wo sie stehen – nicht dort, wo der Markt sie gern hätte. Und sie entlasten Angehörige, die ein Gerät suchen, das zuverlässig funktioniert und keine ständige Betreuung erfordert.
Diese Telefone sind nicht gegen Smartphones gebaut. Sie sind für Menschen gebaut, die ein anderes Bedürfnis haben. Für Ruhe. Für Klarheit. Für Sicherheit. Und für Erreichbarkeit, ohne digitale Überforderung.
Fazit: Eine echte Alternative – nicht nur für „die ganz Alten“
Die neuen Feature Phones von Gigaset sind ein Angebot an alle, die sagen: „Ich brauche kein Smartphone. Ich brauche ein verlässliches Telefon.“
Und das betrifft weit mehr Menschen, als man denkt.
Ob hochbetagt, technikmüde oder einfach konsequent reduziert: GL695 und GL795 liefern eine pragmatische, durchdachte und alltagstaugliche Lösung – gerade weil sie das Smartphone nicht ersetzen wollen, sondern bewusst ein anderes Konzept verfolgen.



