The Division Resurgence galt fast schon als verschwunden. Zwei Jahre Funkstille, kaum Infos, viele Fans hatten das Projekt längst abgeschrieben. Doch Ubisoft überrascht: Seit dem 18. November läuft eine neue regionale Beta – und plötzlich wirkt das Ganze wieder sehr lebendig. Die Entwickler ziehen klar die Linie: Resurgence soll kein abgespecktes Mobile-Projekt sein, sondern ein echtes Division für unterwegs. Und genau diesen Anspruch sieht man dem aktuellen Stand auch an.
Entwicklungsschub durch Team-Umbau – Ubisoft richtet Resurgence neu aus
Laut dem letzten Entwickler-Update der Ubisoft-Studios wurde hinter den Kulissen ordentlich umgebaut. Neue Leute, neue Expertise, klare Qualitätsziele. Die ruhigen Monate waren keine Pause, sondern ein Neuaufbau. Das Team hat sich sämtlichen Baustellen angenommen, Systeme überarbeitet und Prozesse gestrafft. Ergebnis: Die Produktion läuft schneller, sauberer und mit mehr Fokus. Und vor allem bleibt das ursprüngliche Ziel bestehen – ein authentisches Division-Erlebnis auf dem Smartphone inklusive langfristigem Support.
Insider-Programm gestartet – Ubisoft holt aktive Spieler ins Boot
Man will die Community dieses Mal bewusst enger einbinden. Dafür wurde das neue Resurgence-Insider-Programm gestartet. Eine kleine Gruppe besonders aktiver Spieler sitzt nun in einem privaten Discord, testet neue Builds und gibt Feedback direkt an die Entwickler weiter. Wer The Division 2 kennt, erkennt das Prinzip sofort: Das ETF-Programm hatte damals entscheidenden Einfluss auf Balance und Features. Ubisoft setzt jetzt denselben Weg fort – nur eben für Mobile.
Regionale Beta läuft seit 18. November – wer teilnehmen kann
Seit dem 18. November testen Spieler:innen in den USA und Brasilien das neue Build. Der Zugang wird zufällig unter jenen verteilt, die sich vorab registriert haben. Die Server sind bis 16. Dezember geöffnet. Für den Rest der Welt bedeutet das: zuschauen, Infos aufsaugen und warten, bis die nächste Phase startet. Eine globale Beta wurde noch nicht angekündigt, aber Ubisofts Kommunikationsstil deutet klar darauf hin, dass weitere Regionen folgen werden.
Erste Eindrücke aus der Beta – New York wie in Division 1
Wer in die Beta reinschaut, fühlt sich sofort wie in Division 1 versetzt. Snowfall, das Weiße Haus, die vertrauten Straßen – alles wirkt wie eine mobile Neuinterpretation der alten Karte. Und das Setting sitzt zeitlich zwischen Division 1 und Division 2, was Story-Fans freuen dürfte. Bekannte NPCs tauchen wieder auf, darunter Jessica Kandel. Viele Szenen wirken bewusst nostalgisch, aber aufpoliert. Der Ansatz ist klar: Resurgence will sich wie „Division 1.5“ anfühlen – nur eben auf dem Handy.
Spezialisierungen im Überblick – vom Bollwerk bis zum Drohnenführer
Resurgence zwingt dich nicht auf eine Klasse fest. Du kannst deine Spezialisierung einfach wechseln – genauso flexibel wie in Division 2.
Verfügbar sind:
- Vorhut – klassischer Sturm-Agent
- Sprengmeister – Granaten, Artillerie, reine Explosionspower
- Drohnenführer – neue Spezialisierung, Tech-Drohnen, Überladungsfähigkeiten
- Bollwerk – Schild-Build, defensive Schockwellen
- Feldsanitäter – Chemie-Tools, Korrosionsschwärme, Support
Jede Spezialisierung bringt eigene Fähigkeiten, Skills und Spielweisen mit. Besonders positiv: Die Abklingzeiten, Animationen und Schadenswerte wirken erstaunlich nah an Division 2. Kein Mobile-Downscaling, sondern echte Builds mit Tiefe.
Waffen, Gear und Sets – erstaunlich tiefes RPG-System
Was sofort auffällt: Das Spiel ist komplexer als erwartet.
Waffentalente, Mods, Set-Boni – alles ist drin.
Das erwartet dich:
- Waffen mit zwei Talenten gleichzeitig
- exotische Waffen (Scorpion, Tommy Gun, Diamondback-Klapperschlange u.a.)
- Markensets mit 2/3/4-Teile-Boni
- Farbrollen wie in Division 2 (rot/gelb/blau)
- sekundäre Boni, Fertigkeitsdauer, kritische Trefferwerte
- umfangreiche Mod-Slots für Skills, Rüstung und Waffen
Viele Spieler vergleichen es bereits mit Division 2 – nur kompakter, klarer strukturiert und weniger überladen.
Crafting & Arsenal – Blaupausen, Upgrades und Mitleveln
Auch hier setzt Ubisoft auf Tiefe statt Abkürzungen:
- Crafting mit Blaupausen
- Waffen und Gear herstellen
- Materialien farmen oder zerlegen
- Kompetenzlevel für Waffen (ähnlich Expertise in Division 2)
- Upgrades, mit denen du alte Waffen auf dein aktuelles Level hochziehst
- Rekalibrierung ab Level 20
- exotische Blaupausen im Arsenalbaum sichtbar
Der größte Vorteil: Du musst Items nicht dauernd wegwerfen. Hast du ein gutes Teil gefunden, ziehst du es einfach mit.
Progression & Aktivitäten – Daily, Weekly, Events und SHD-Level
Resurgence hat deutlich mehr zu tun, als man Mobile-Games zutraut:
- Daily Quests
- Weekly Quests
- Events mit klaren Aufgaben statt reiner Loot-Lotterie
- Reise des Agents als lineare Fortschrittskampagne
- SHD-Level, die extra Belohnungen bringen
- Belobigungen ähnlich den Commendations aus Division 2
- Season Pass mit Gratis-Track und Premium-Track
Vor allem das SHD-System wirkt aufwendiger als gedacht. Es läuft komplett im Hintergrund und steigert grundlegende Werte wie Gesundheit oder Fertigkeitspower.
Gameplay wie auf Konsole – Deckung, Skills, Koop und Hub
Das Herz von Division bleibt bestehen:
- Third-Person-Deckungssystem
- flüssige Bewegungen
- gut skalierte Skills
- Gegner mit verschiedenen Stufen und Elite-Symbolen
- Bossfights wie gewohnt
- Lootdropps nach jedem Encounter
Dazu kommen:
- Koop-Missionen (ab bestimmter Stelle freigeschaltet)
- Controller-Support
- eine Hub-Area, in der mehrere echte Spieler rumlaufen
- Skill-Kombinationen wie Granaten + Drohnen + Turrets
Das Fazit vieler Beta-Spieler:
Resurgence spielt sich deutlich weniger wie „Mobile“ und deutlich mehr wie „echtes Division“.
Free-to-Play und Mobile-Anforderungen – das musst du wissen
Das Spiel ist kostenlos, läuft auf Android und iOS und benötigt rund 7,5 GB Speicher.
Monetarisierung ist bisher kaum sichtbar, abgesehen von kosmetischen Items und einigen Eventboosts, die aber optional bleiben.
Wichtig: Controller-Support funktioniert bereits in der Beta, was das gesamte Handling deutlich verbessert.
Fazit – Resurgence wirkt stabiler, größer und ambitionierter als erwartet
Man merkt sofort: Ubisoft hat Resurgence nicht aufgegeben, sondern neu gestartet. Die Beta seit dem 18. November zeigt ein überraschend umfangreiches, technisch solides und RPG-lastiges Division – ohne Abstriche. Natürlich fehlen noch Feinschliff, globaler Start und Balance-Arbeit. Aber das neue Team wirkt motiviert, die Community wird bewusst einbezogen und die Features sind jetzt schon beeindruckend.
Wenn Ubisoft das Niveau hält, landet Resurgence am Ende genau dort, wo es hinwill: Ein echtes Division für die Hosentasche – nicht weniger.



