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Im aktuellen Video „Top 10 neue KI-Trends die 2026 prägen werden“ legt Leonard Schmedding zehn Prognosen vor, die bewusst groß gedacht sind. Ich binde das Video hier ein – und mache dann etwas anderes als viele:
Ich schreibe mir diese Thesen auf und schaue am 31.12.2026 nüchtern drauf, was davon wirklich eingetroffen ist.

Erst der Rückblick – dann die Prognosen

Bevor Leonard Schmedding seine zehn KI-Trends für 2026 vorstellt, macht er etwas Ungewöhnliches:
Er prüft öffentlich seine Prognosen aus dem Vorjahr.

Sein Fazit:

  • 7 von 10 Prognosen für 2025 seien voll eingetroffen
  • 3 Punkte waren zu optimistisch, vor allem bei Tempo und Umsetzung
  • Wer früh auf diese Entwicklungen gesetzt hat, habe messbar profitiert – beruflich wie unternehmerisch

Dieser Rückblick ist kein Nebensatz, sondern der argumentative Hebel des Videos. Er sagt sinngemäß:
Ich lag nicht perfekt, aber deutlich näher dran als der Mainstream.

Kurzüberblick: Die 10 KI-Trends für 2026

Nur die Essenz, ohne Ausschmücken:

  1. Humanoide Roboter kommen real in Unternehmen (und erste Haushalte)
  2. KI liefert echte wissenschaftliche Durchbrüche
  3. Sprachmodelle stagnieren, Nutzung explodiert
  4. KI-Video wird der große Massen-Gamechanger
  5. Vertikale KI-Agenten für konkrete Branchen
  6. KI-Voice ist nicht mehr von Menschen zu unterscheiden
  7. KI-Coding übernimmt fast die komplette Softwareentwicklung
  8. Neue KI-Hardware, Robotaxis, Brain-Computer-Interfaces
  9. Massive KI-Infrastruktur: Rechenzentren, Energie, Chips
  10. Souveräne KI & Open-Source holen auf und überholen teils

Das ist die These-Liste. Jetzt wird’s spannend.

Was an den Prognosen realistisch wirkt

Ein Teil der Thesen wirkt deshalb plausibel, weil er keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern bereits heute sichtbar.
KI-Agenten in Unternehmen, Voice-Agents im Kundenkontakt, KI-gestütztes Coding oder eigene Corporate-LLMs sind keine Experimente mehr, sondern laufen produktiv – oft still im Hintergrund.

Der entscheidende Punkt: Diese Entwicklungen kommen nicht als große Revolution, sondern als schrittweise Optimierung. Sie ersetzen selten ganze Abteilungen auf einmal, sondern Aufgaben, Prozesse und einzelne Rollen. Genau deshalb fühlen sie sich weniger spektakulär an, sind aber langfristig wirksam.

Wo das Timing sehr ambitioniert ist

Andere Prognosen scheitern weniger an der Technik als am Tempo der Realität.
Humanoide Roboter im Alltag, Brain-Computer-Interfaces oder Aussagen wie „99 % des Codes kommt von KI“ sind technisch zumindest teilweise möglich, aber gesellschaftlich und wirtschaftlich noch nicht reif.

Hier bremsen mehrere Faktoren gleichzeitig:
Regulierung, Sicherheitsanforderungen, Haftungsfragen, Kostenstrukturen und vor allem Akzeptanz. Innovation skaliert nicht linear – schon gar nicht in Europa. Deshalb ist es wahrscheinlicher, dass diese Entwicklungen 2026 sichtbar werden, aber noch nicht flächendeckend ankommen.

Wo Prognose zur Erzählung wird

Ein dritter Teil der Thesen funktioniert eher als Narrativ denn als überprüfbare Vorhersage. Begriffe wie „Singularität“, „Fast-Fashion-Software“ oder „niemand erkennt mehr Realität“ erzeugen Aufmerksamkeit, erklären aber wenig.

Sie verdecken einen zentralen Punkt: In den meisten Organisationen ist nicht die KI der Engpass.
Es sind Strukturen, Prozesse, Datenqualität, rechtliche Rahmenbedingungen – und Menschen. Solange diese Ebenen nicht mitwachsen, bleibt selbst sehr leistungsfähige KI unter ihren Möglichkeiten.

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