Kontaktlos zahlen, Apple Pay, PayPal, Debitkarten: Im Alltag kommen die meisten Menschen heute problemlos ohne klassische Kreditkarte aus. Es gibt aber weiterhin einen entscheidenden Anwendungsfall, bei dem Debitkarten regelmäßig scheitern: Mietwagen-Kautionen. Viele Autovermieter verlangen nach wie vor eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen. Die Kaution wird dabei nicht abgebucht, sondern nur blockiert. Genau das können Debit- oder Prepaidkarten oft nicht oder nur eingeschränkt leisten. Die Folge: Viele Bankkunden behalten ihre Visa-Kreditkarte nur für diesen einen Zweck. Sie liegt monatelang ungenutzt herum – wird aber im Zweifel dringend gebraucht. Und genau hier wird es bei der comdirect Visa-Kreditkarte problematisch.

Deaktiviert heißt bei comdirect nicht kostenfrei

Wer seine comdirect Visa-Kreditkarte „temporär deaktiviert“ im Kundenbereich, etwa weil sie aktuell nicht benötigt wird, erwartet naheliegend: Karte aus → Kosten aus. In der Praxis bedeutet „temporär deaktiviert“ jedoch lediglich eine technische Sperre. Die Karte bleibt ein aktives Produkt – das monatliche Entgelt von 1,90 Euro fällt weiterhin an. Ein klarer Hinweis darauf fehlt im Backend. Nur auf dem Kontoauszug wird die Gebühr später sichtbar werden.

Das eigentliche Problem: UI und Begrifflichkeiten

Im Online-Banking werden Nutzern unter anderem folgende Optionen angezeigt:

  • temporär deaktiviert
  • Karte wieder aktivieren
  • Karte endgültig sperren

Was dort nicht erklärt wird:

  • dass „deaktiviert“ keine Gebühren pausiert
  • dass eine Kündigung nicht über die Kartenansicht erfolgt
  • dass die eigentliche Kündigung an anderer Stelle im Konto-Backend versteckt ist

Die Kündigung ist technisch möglich – aber nicht dort, wo Nutzer sie erwarten.
Bezeichnungen, UI und tatsächliche Vertragslogik greifen hier nicht sauber ineinander.

Mietwagen-Kautionen: Blockiert, aber nicht sichtbar

Dass Mietwagenfirmen Beträge nur blockieren und nicht abbuchen, ist normal.
Problematisch wird es bei der Transparenz.

Im comdirect-Forum taucht das Thema bereits seit 2019 regelmäßig auf:
Kunden berichten, dass sie zwar eine SMS erhalten, wenn eine Kaution angefragt wird – aber keine Information, wenn der Betrag wieder freigegeben wird.

Das Resultat:

  • Der verfügbare Kreditrahmen wird im Banking voll angezeigt
  • Gleichzeitig ist nicht nachvollziehbar, ob noch 800 € Kaution blockiert sind
  • Sicherheit gibt es nur über den Kundenservice

Die offizielle Erklärung:
Blockierungen laufen bankintern, sind zeitlich variabel (meist bis zu 8 Tage) und werden dem Kunden bewusst nicht in Echtzeit angezeigt.

Für Wenignutzer ist das unbefriedigend – für Mietwagen-Nutzer aber Alltag.

Kündigung? Ja – aber nicht dort, wo man sie erwartet

Die Visa-Kreditkarte lässt sich kündigen, das ist unstrittig.
Allerdings nicht über die Kartenverwaltung, sondern versteckt in der allgemeinen Kontoverwaltung.

Auch das ist kein neues Thema: Im comdirect-Forum wird seit Einführung der Gebühr regelmäßig gefragt,

  • ob die Kündigung kostenpflichtig ist
  • warum der Button „zahlungspflichtig freigeben“ heißt
  • und ob das wirklich eine Kündigung ist

Die Antwort der comdirect selbst: Die Kündigung ist kostenlos, sofort wirksam, anteilige Gebühren werden erstattet – die Darstellung ist schlicht irreführend.

comdirect digital: Ein halbes Jahr später – was sagen 500 Nutzerbewertungen?

Der Umgang mit der Visa-Kreditkarte ist kein Einzelfall, sondern passt ins digitale Gesamtbild.
Ein halbes Jahr nach dem großen App-Update im Juli 2025 haben wir uns rund 500 aktuelle Nutzerbewertungen der comdirect-App angesehen.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Kritikpunkte wiederholen sich auffällig konstant.

Viele Nutzer berichten weiterhin von grundlegenden Problemen bei Übersicht, Zuverlässigkeit und Transparenz. Typische Aussagen lauten:

„Seit dem Update unübersichtlich und unnötig kompliziert. Wichtige Funktionen sind versteckt oder fehlen ganz.“

„Ich finde in der App Dinge nicht mehr wieder, die früher logisch erreichbar waren.“

„Man muss ständig raten, ob etwas deaktiviert, gesperrt oder wirklich erledigt ist.“

Auch technische Probleme tauchen weiterhin regelmäßig auf:

„Login funktioniert sporadisch nicht, trotz stabilem Internet.“

„PhotoTAN-Verbindung bricht ab, App neu starten hilft oft nicht.“

Auffällig ist zudem, dass sich viele Bewertungen nicht auf einzelne Bugs beziehen, sondern auf grundlegende Prozesslogik:

„Warum sind einfache Dinge wie Kündigen oder Deaktivieren so umständlich gelöst?“

Genau hier schließt sich der Kreis zur Visa-Kreditkarte:
Missverständliche Statusanzeigen, versteckte Funktionen und fehlende Hinweise sind kein Ausrutscher, sondern ein wiederkehrendes Muster.

Teile den Beitrag:

Alle Beiträge kennzeichnen wir hiermit als Werbung. Die Werbekennzeichnung erfolgt, da Marken von Hard- und Software genannt werden. Oftmals werden App-Codes zur Verfügung gestellt sowie Gadgets zum Test. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Zudem gehen wir Contentpartnerschaften oder Kooperationen ein. Hilf uns, indem du mit diesem Amazon-Link einkaufst! Lade dir unsere kostenlosen Quiz-Spiele hier herunter!

Hinterlasse eine Antwort