Januar 2026. Alexa+ ist plötzlich da. Und zwar nicht nur für freiwillige Tester, sondern bei manchen Prime-Kunden automatisch. Genau das sorgt gerade für Ärger. In Foren und auf Reddit häufen sich Berichte, dass Echo-Geräte ungefragt auf die neue KI-Version umgestellt wurden. Offiziell dementiert Amazon zwar einen flächendeckenden Zwangs-Rollout in Deutschland, das Gefühl vieler Nutzer ist trotzdem klar: Alexa+ kommt – ob man will oder nicht.
Zur Einordnung: Schon im November 2025 haben wir uns den Start von Alexa+ und die damals bereits gespaltene Stimmung genau angesehen – den Beitrag findest du hier: Alexa+ startet endlich in Deutschland – doch die Stimmung ist jetzt schon gespalten
Was stört die Nutzer konkret?
Die Kritik ist erstaunlich einheitlich. Alexa+ soll schlauer sein, wirkt im Alltag aber oft langsamer und unzuverlässiger als die alte Alexa.
Typische Punkte aus den Erfahrungsberichten:
- Antworten brauchen spürbar länger (1–3 Sekunden Verzögerung)
- Einfache Fragen liefern falsche Infos, etwa Öffnungszeiten
- Smart-Home-Befehle reagieren verzögert oder im falschen Raum
- Routinen funktionieren teilweise gar nicht mehr
- Alexa kommentiert Gespräche, statt einfach Befehle auszuführen
Der Tenor: Viele wollen keine gesprächige KI, sondern eine Assistenz, die Licht einschaltet, Timer setzt und dann still ist.
Rückzug möglich – aber gut versteckt
Ganz ausgeliefert sind Nutzer immerhin nicht. Mit dem Sprachbefehl
„Alexa, beende Alexa+“
lässt sich aktuell wieder zur klassischen Version zurückkehren. Das klappt – und genau dieser Vergleich fällt für Alexa+ oft schlecht aus. Alte Alexa: schneller, präziser, weniger Gelaber.
Warum treibt Amazon das trotzdem durch?
Der Grund ist simpel: Druck. Während ChatGPT, Google Gemini & Co. riesige Sprünge gemacht haben, wirkte Alexa jahrelang wie stehengeblieben. Alexa+ soll das ändern – läuft aber auf Millionen teils sehr alter Echo-Geräte. Unterschiedliche Chips, Mikrofone und ein chaotisches Skill-Ökosystem machen das Ganze zum Technik-Minenfeld.
Viele Nutzer haben dafür wenig Geduld. Aussagen wie „Wenn das Pflicht wird, verkaufe ich meine Echos“ liest man derzeit häufig.
Kurzfazit
Alexa+ ist kein Totalausfall, aber klar nicht marktreif. Amazon erhöht spürbar das Tempo, riskiert dabei aber Vertrauen. Für Prime-Nutzer heißt das aktuell:
- Testen: okay, kostet nichts
- Begeisterung: eher selten
- Zwangsgefühl: leider real
- Abo-Angst: absolut berechtigt
2026 wird zeigen, ob Amazon Alexa wirklich repariert – oder nur mit KI-Buzz über alte Probleme tapeziert.



