Dragon Traveler gibt dir am Anfang das Gefühl: „Cool, ich hab einen Drachen, der macht halt mit.“ Und genau da tappen viele rein. Denn die Drachen sind nicht nur Optik oder ein netter Skill oben drauf – sie sind ein Build-Schalter. Du entscheidest damit indirekt, welche Fraktion du verstärkst, wie schnell du Overdrive rausdrückst und ob dein Team eher „mehr Schaden“ oder „mehr Kontrolle“ spielt.
Der Knackpunkt: Du bekommst zwar laufend Fragmente für verschiedene Drachen, aber das eigentliche Investment ist eine andere Ressource – Dragonblood (Drachenblut). Das ist so etwas wie ein universelles Upgrade-Material, das du gezielt in einen Drachen „versenkst“. Und genau das ist die Entscheidung, die du nicht jeden Tag rückgängig machen willst. Fragmente aktivieren und nebenbei Sterne geben: ja, mach das ruhig. Aber Dragonblood? Das ist dein Kapital.
Dieser Artikel zeigt dir deshalb, welche Drachen du zuerst ausbauen solltest – und warum. Ohne Theorie-Gelaber, sondern anhand der Mechaniken: Buffs, Overdrive-Tempo, Skill-Mehrwert und Team-Synergien.
Erst verstehen, was „Drachen ausbauen“ überhaupt heißt
In Dragon Traveler gibt’s zwei Baustellen:
1) Fragmente: „Haben ist besser als nicht haben“
Du bekommst zufällig Fragmente verschiedener Drachen. Wenn du genug hast: aktivieren, Sterne geben, mitnehmen. Das ist passiv und okay.
2) Dragonblood: Das ist die echte Investition
Dragonblood funktioniert wie ein universeller Splitter. Den kannst du gezielt einsetzen, um einen Drachen deutlich schneller hochzuziehen als den Rest. Genau hier entscheidet sich dein Progress.
Wichtig: Artefakte/Enhancements, die du im Drachennest einsetzt, sind nicht das Problem – die kannst du im Kern auch auf andere Drachen packen. Der Flaschenhals ist Dragonblood.
Warum der blaue Drache für fast alle der beste Start ist
Wenn du nur eine klare Empfehlung willst: Bau zuerst den blauen Drachen.
Das ist die Allround-Option, die im Early Game und darüber hinaus einfach brutal effizient ist.
1) Er bufft eine zentrale Fraktion direkt über „Dragon’s Roar“
Jeder Drache gibt seiner Fraktion einen Grundbuff (Attack/PhysDef/MagDef). Der ist am Anfang „nur“ 5% – aber du kannst ihn über ein Fortschritts-/Spell-System weiter verstärken. Heißt: Dieser Buff wird mit Investitionen spürbar stärker, nicht nur kosmetisch.
2) Der blaue Drache erhöht die Overdrive-Regeneration
Der wichtigste Teil: + Overdrive-Energy-Recovery pro Sekunde.
Das ist so ein Effekt, der in jedem RPG immer gut ist, weil Overdrive eben deine stärksten Skills triggert. Mehr Overdrive = mehr Ultis = schnellerer Clear, mehr Boss-Damage, weniger „ich häng fest“.
3) Sein Skill bringt Zusatzschaden UND später sogar Cooldown-Vorteile
Im Grundzustand feuert er Magic Missiles in einen kleinen Bereich. Das klingt unspektakulär, ist aber genau der Punkt: Du bekommst einen zweiten Damage-Kanal, ohne einen zweiten DPS-Slot im Team zu opfern.
Später wird’s noch besser: In höheren Evolutionsstufen kann der blaue Drache zusätzlich Effekte bringen, die Overdrive-Cooldowns von Verbündeten reduzieren (über zufällige Magic Bullets auf Allies). Und wenn du manuell spielst, kannst du das ausnutzen: Support-Ultis hältst du zurück, DPS-Ultis drückst du durch – und plötzlich bufft dir der Drache effektiv genau das, was du willst.
4) Er ist nicht nur „PvE nett“, sondern auch für Bosse top
Viele Bosse in solchen Games sind ein DPS-Rennen. Alles, was dir ermöglicht, öfter Overdrive zu zünden, ist ein direkter Damage-Multiplikator. Deswegen ist Blau so ein sicherer Start.
Kurz: Blau ist Progress. Blau ist Bossing. Blau ist „ich komm schneller an die Stelle, wo das Game endlich Spaß macht“.
Was ist mit dem Feuerdrachen? (Ja, am ersten Tag okay – aber kein Langzeit-Plan)
Feuer ist am Anfang nicht schlecht, weil er Ignite ins Spiel bringt und damit Element-Interaktionen triggert. Early Game hast du oft sowieso mehrere Einheiten, die mit Ignite/Chill/Shock arbeiten, also fühlt es sich rund an.
Aber: Du switchst relativ schnell, weil Feuer dir nicht dieselbe universelle Progress-Power gibt wie Blau. Als „Start-Drache, bis du Blau ausgebaut hast“ – okay. Als Hauptinvestment mit Dragonblood – eher nein.
Der grüne Drache: Kann clutch sein, ist aber kein Prioritäts-Upgrade
Grün bringt Heilung bzw. tankigere Utility. Wenn du mal in Stages stehst und dir wirklich ein zweiter Heileffekt fehlt, kann der grüne Drache dir kurzfristig den Hintern retten.
Aber als erster großer Ausbau? Unwahrscheinlich, weil Heilung im Spiel meistens leichter über Team/Heiler zu lösen ist als über deinen Hauptdrachen. Grün ist eher ein „nice to have“, nicht dein Motor.
Summoner-Drache: Stark – aber zum Launch oft ohne gutes Teamgerüst
Es gibt einen Drachen, der besonders in Summoner-Teams glänzt. Problem: Zum globalen Start fehlt häufig die wirklich runde Summoner-Roster-Basis, um das voll auszureizen. Kann später spannend werden, wenn mehr Banner/Units kommen. Früh investieren würde ich da nur, wenn du jetzt schon genau weißt, dass du Summoner hart spielen willst (und die Units hast).
Der dunkle Drache: Beste zweite Wahl für Free-to-Play
Wenn Blau dein „Damage/Tempo“-Motor ist, dann ist Dunkel dein „Kontrolle/Lock“-Motor.
Was macht Dunkel so stark?
Der dunkle Drache erhöht die Overdrive-Kosten der Gegner. Und das ist ein richtig ekliger Effekt – im positiven Sinne. Denn wenn Gegner ihre Overdrives/Ultis nicht zünden können oder deutlich später zünden, gewinnst du Kämpfe nicht über rohen Schaden, sondern über Kontrolle.
Das wirkt in:
- PvP (weil Ultis oft die Entscheidung sind)
- PvE-Stages mit gefährlichen Gegner-Skills
- langen Fights, wo du Gegner „aus dem Spiel nimmst“
Es gibt außerdem Synergien mit Einheiten, die ebenfalls Overdrive-Kosten hochdrehen oder Silence/Lock-Effekte mitbringen. In Kombination kann das so weit gehen, dass du Gegner komplett „ausbremst“.
Wichtig: Dunkel ist nicht der Bossing-König. Bosse sind oft weniger anfällig für solche Spielereien. Aber als zweite Team-Option, als zweiter Build-Strang oder für Content, wo Gegner-Ultis dich nerven: extrem stark.
Meine Einordnung:
- F2P: Blau zuerst, Dunkel danach.
- Wenn du zwei Teams baust: Blau Team 1, Dunkel Team 2 ist eine sehr logische Split-Strategie.
Der helle Drache: Eher Whale-Spielzeug (oder sehr spätes Projekt)
Der helle Drache zielt auf eine spezifische High-End-Synergie ab: Er unterstützt Teams, die bestimmte Buffs sauber stacken (Morale/Fervor → Grace-State) und dafür brauchst du typischerweise bestimmte SSRs und ein sehr gezieltes Lineup.
Das ist genau der Punkt: Für Free-to-Play ist das zu schwer zuverlässig aufzubauen, weil die Schlüssel-Units selten sind. Für Spender, die ihr Roster planen können und gezielt jagen: spannende Option. Für alle anderen: „später mal“ – wenn überhaupt.
Praktische Kaufregel: Wo bekommst du Drachen-Progress überhaupt her?
Neben Drops und Random-Fragmente gibt es Shops/Stores, die dir gezielt Drachen-Fragmente anbieten (z. B. tägliche Angebote). Das beeinflusst dein Upgrade-Tempo massiv.
Wenn du also ohnehin schon weißt „Blau ist mein Main“, dann ist die Logik simpel:
- Blau-Fragmente kaufen, wenn sie auftauchen
- Dragonblood in Blau kippen, bis der Drache richtig trägt
- alles andere nur nebenbei über Random-Fragmente
Fazit: So triffst du die Dragonblood-Entscheidung ohne Reue
Wenn du effizient spielen willst:
- #1 Priorität: Blauer Drache
Weil Overdrive-Tempo + solider Zusatzschaden + später starke Evolutions-Effekte dir überall helfen: Kapitel, AFK, Bosse, Progress. - #2 Priorität für F2P: Dunkler Drache
Weil Overdrive-Kosten erhöhen ein echtes Kontroll-Tool ist, das in PvP und schweren Stages Kämpfe gewinnt, die du sonst nur mit mehr Power lösen würdest. - Feuer/Grün/Summoner
situativ, teilweise nett – aber keine erste Dragonblood-Schaufel. - Heller Drache
eher für Leute mit gezieltem SSR-Roster und klarer Team-Architektur.

