Der Echo Show 5 ist eigentlich eine simple Idee: kleines Display, Alexa drin, fertig. Uhr, Wetter, Timer, bisschen Smart-Home – so ein Ding steht in Küche, Flur oder Schlafzimmer und läuft einfach mit.

Und dann merkst du schnell: Amazon nutzt dieses Display nicht nur für deine Infos, sondern auch für seine. Bedeutet ganz konkret: Der Show zeigt dir zwischendurch Werbung, Empfehlungen und “Sponsored”-Inhalte. Nicht als „kleines Banner unten“, sondern teils so, dass du erstmal wieder zurück zur Uhr finden musst. Nervig, weil du ja genau dafür ein Display willst: einmal hinsehen, fertig.

Die Werbung ist nicht “ein Feature” – sie ist der eigentliche Plan

Was viele (auch in den 1-Stern-Rezensionen) triggert, ist nicht nur, dass Werbung kommt – sondern wie sie kommt:

  • Vollbild/auffällig hell, gern genau dann, wenn man eigentlich Ruhe will (Schlafzimmer lässt grüßen).
  • Du schaltest gefühlt alles ab – und trotzdem taucht wieder was auf.
  • Es fühlt sich an wie: „Du hast das Gerät bezahlt, aber die Oberfläche gehört weiter Amazon.“

Das ist der Punkt, an dem ein „normales Review“ langweilig wird, weil Technikdaten egal sind. Entscheidend ist die Frage: Willst du in deinem Wohnraum ein Gerät, das regelmäßig versucht, dir noch was unterzuschieben?

“Kann man das abschalten?” – so halb, so wacklig

Der ehrliche Stand: Du kannst es reduzieren, aber bei vielen bleibt es nicht zuverlässig weg. Und genau das macht’s so unerquicklich: Du investierst Zeit in Einstellungen, aber bekommst keine Garantie.

Was du typischerweise probieren kannst (ohne Zaubertricks zu versprechen):

1) Startseiten-Inhalte radikal ausmisten

In den Einstellungen vom Echo Show bzw. in der Alexa-App gibt’s Bereiche wie „Startseite“, „Inhalte“, „Home Content“ (Bezeichnungen variieren). Da kannst du vieles deaktivieren: Tipps, Vorschläge, Rezepte, Nachrichten, Shopping-Kacheln usw.
Problem: Selbst wenn alles “aus” ist, berichten viele, dass sponsored Inhalte trotzdem auftauchen.

2) „Bitte nicht stören“ aktivieren (vor allem nachts)

Viele stellen DND so ein, dass es quasi immer aktiv ist. Das kann helfen, den Show eher wie einen stillen Uhrbildschirm zu nutzen.
Aber auch hier: nicht bei jedem identisch, und teilweise kommt’s wieder zurück, sobald das Gerät meint, “normal” laufen zu müssen.

3) Foto-/Rahmenmodus per Routine “festnageln”

Manche lassen dauerhaft Fotos laufen und starten das per Routine regelmäßig neu, weil es sonst irgendwann abbricht. Funktioniert als Workaround, ist aber genau das: ein Workaround.

4) Kindermodus als Werbe-Bremse (mit Nebenwirkungen)

Wird manchmal als Trick genannt, kann aber Funktionen einschränken. Wenn du Skills, Smart-Home-Spielereien oder freie Bedienung willst, kann das nerven.

Unterm Strich: Wenn du Pech hast, kämpfst du dauerhaft gegen die Oberfläche. Und das ist für ein Gerät, das “nebenbei laufen” soll, ein echter Konstruktionsfehler.

Und dann ist da noch das zweite Problem: Performance, die sich nach 2012 anfühlt

Die Werbe-Nummer wäre schon unangenehm genug. Was aber oft dazukommt (und in vielen Rezensionen wie ein roter Faden wirkt):

  • Touch reagiert träge, teils mit Sekunden Verzögerung
  • Alexa-Befehle werden später oder gar nicht ausgeführt
  • WLAN-Zicken trotz gutem Netz
  • Display hängt / bleibt dunkel / braucht Neustarts
  • Videos/Apps wirken instabil oder rucklig

Heißt: Selbst wenn du sagst „ok, Werbung ist halt so“ – dann willst du wenigstens, dass das Ding flüssig funktioniert. Genau das scheint bei manchen Einheiten nicht der Fall zu sein.

Für wen taugt der Echo Show 5 trotzdem?

Wenn du ihn sehr billig bekommen hast, ihn nicht im Schlafzimmer nutzt und du ihn eher als „Alexa mit kleinem Bildschirm“ siehst, kann das passen. Timer in der Küche, Wetter im Flur, Türkamera kurz anzeigen – solche Sachen.

Aber sobald dein Anspruch ist: „Ich will einfach nur Uhr + Wetter + Ruhe“, ist der Echo Show 5 paradox. Weil er dir genau diese Ruhe nicht zuverlässig lässt.

Fazit: Der Echo Show 5 ist kein smartes Display – er ist ein Display mit Agenda

2026 interessiert sich niemand für „Auflösung, Lautsprechergröße, Prozessor“. Die entscheidende Erfahrung ist: Du wirst regelmäßig daran erinnert, dass Amazon das Display als Werbefläche betrachtet. Und das fühlt sich auf einem bezahlten Gerät einfach falsch an.

Wenn du einen unaufdringlichen Nachttisch-Screen willst: Finger weg.
Wenn du eine Alexa willst, die einfach nur hört und macht: Ein Gerät ohne Display ist oft die entspanntere Wahl.

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