Die Kollabo in Realms of Pixel ist live – und sie fühlt sich nicht nach einem reinen Fanservice-Event an. Die vier Figuren aus dem Astro-Boy-Universum bringen eigene Mechaniken, starke Synergien und teilweise echte Meta-Verschiebungen.
Phase 1 läuft vom 11. bis 24. Februar, Phase 2 vom 25. Februar bis 10. März. Alle Helden sind in beiden Abschnitten beschwörbar. Login-Rewards, Event-Missionen, Pass-System und Shop-Pakete sind wie gewohnt dabei. Ein Code („AstroBoyR“) bringt dir ein paar Extra-Gems. Nett, aber kein Gamechanger.
Spannend wird es bei den Kits.
Astro Boy – Der Eskalations-DPS
Astro Boy ist klar als Supreme-Held gedacht – und spielt sich auch so. Mehrfachangriffe, stapelbarer Bonus-Schaden („Atomladungen“), True Damage auf das Ziel mit der niedrigsten HP und dazu Selbstheilung, Immunitäten und Schadensblock.
Er skaliert über Zeit. Je länger der Kampf, desto brutaler wird er. Besonders stark ist seine atomare Kanone, die mit gesammelten Stacks zusätzlichen echten Schaden raushaut. Dazu kommen Effekte wie:
Schadensblock durch „Eisenarm-Wache“
Buff-Umwandlungen nach Ulti
Debuff-Resistenz
True Damage auf Normalangriffe
Kurz: Er ist nicht nur stark auf dem Papier. Im Feld dominiert er.
Pluto – Der Trotz-Tank
Pluto sammelt Energie, wenn er Schaden kassiert, und verteilt diese später als Flächenschaden zurück. Dazu leitet er Schaden von Verbündeten auf sich um und ist mehrfach vor dem Tod geschützt.
Mit Astro Boy im Team bekommt er zusätzliche Stacks. Er ist klar als Frontliner gedacht. Stabil, defensiv, aber weniger explosiv als Astro.
Wenn du ein Sustain-Team spielst, macht Pluto Sinn. Als Solo-Carry eher nicht.
Uran – Große Erwartungen, gemischter Eindruck
Uran bringt Heilung, Buffs, Debuff-Cleansing und Wut-Regeneration. Auf dem Papier sieht das stark aus: 150 Prozent Heilung basierend auf Angriff, Team-Schadensreduktion, Angriff-Buffs, Schilde.
In der Praxis? Durchwachsen.
Einige Tests zeigen: Sie wirkt solide, aber nicht überwältigend. Gerade im Vergleich zu Astro Boy fehlt ihr der „Wow“-Moment. Sie macht ihren Job, mehr aber auch nicht. Wer sie hochzieht, bekommt Stabilität – aber keinen Hard-Carry.
Ochanomizu – Erst belächelt, dann unterschätzt
Professor Ochanomizu – der „Doc“ – sah anfangs nach Standard-Support aus. Mana-Enhancement, AoE-Debuff, zufällige Team-Buffs pro Runde. Klingt erstmal langweilig.
Im Feld überrascht er.
Er verteilt zufällige „Guidance“-Buffs (Power, Endurance, Wisdom, Motivation) an alle Verbündeten. Und das nicht nur an Haupthelden – auch beschworene Einheiten profitieren. Dazu kommen:
Schilde nach Normalangriff
„Declaration of Peace“ mit Schadensnullifizierung
Zusätzliche Schadensreduktion
Teamweiter Bonus-Schaden bei Kollabo-Synergie
Er ist stark stat-basiert. Auf niedrigen Sternen wirkt er unscheinbar. Mit höherem Ausbau wird er unangenehm. Schwer zu töten, konstant Buff-Uptime, gute Utility.
Einige Tests gegen starke Teams mit Phoenix und Elina zeigen: Der Doc hält länger durch als erwartet – und kippt Kämpfe durch Buff-Stacking.
Er ist kein flashy DPS. Aber er verändert das Tempo.
Synergien – Alle vier zusammen?
Die Kits greifen ineinander. Astro profitiert von Buffs, Pluto von Präsenz, Uran stabilisiert, Ochanomizu verstärkt das Gesamtpaket.
In gemischten Tests zeigt sich: Einzelne Helden wirken okay. Im Team entfalten sie mehr Potenzial. Vor allem der Doc skaliert mit mehreren Kollabo-Einheiten deutlich besser.
Fazit – Wen solltest du priorisieren?
Wenn du Ressourcen sparen musst:
- Astro Boy – klare Priorität
- Ochanomizu – unterschätzter Value-Pick
- Uran – solide, aber nicht zwingend
- Pluto – gut im richtigen Setup
Das Event ist kein reiner Nostalgie-Trip. Es bringt echte Meta-Optionen. Aber wie immer gilt: Papier ist geduldig. Teste selbst, bevor du alles reinwirfst.
Und jetzt ehrlich: Ziehst du auf Maximum – oder wartest du auf die nächste Eskalation?
