Jaja, weste, jetzt kommen sie alle raus und bringen Beiträge. Erst die Berliner Zeitung dann auch noch so ein YouTube-Kanal und ihr hier aufm Blog…?! René Dost alias ReDo-XXL begleitet uns hier auf Check-App nicht erst seit gestern. Wir haben ihn bereits als aufstrebenden Gastro-Influencer porträtiert als er vor zwei Jahren nur 30K Follower hatte („Vom Currywurst-Truck zum XXL-Gastro-Star“) und zuletzt im Catering-Alltag zwischen Stromsuche und Steakstress begleitet („Foodtruck-King im Stress“).

Jetzt gibt es ein neues Video über ihn – nicht von ihm selbst, sondern von einem Kanal, der sich auf Internetphänomene spezialisiert hat: „Die deutschen Backrooms“. Titel: „Der Fiebertraum eines Gastronomen – Rene Redo (Bubensahne Edition)“. Über 100.000 Aufrufe in kurzer Zeit. 7.000 Likes. 700+ Kommentare.

Und plötzlich ist ReDo nicht nur Gastronom. Sondern Meme.

Das Backrooms-Video zeigt jetzt die dritte Ebene: Was passiert, wenn diese Mischung nicht mehr nur „Content“ ist, sondern Material für eine Community, die daraus ihr eigenes Spiel baut.

Vom Unternehmer zur Internetfigur

Das Video zeichnet René als Mischung aus erfolgreichem Unternehmer, Social-Media-Selbstdarsteller und unfreiwilligem Meme-Generator. Wer unsere bisherigen Beiträge kennt, kennt die Zutaten: XXL-Gerichte, klare Sprüche, „GIG – Gastro ist geil“, hohe Schlagzahl an Shorts und Reels. Neu ist nicht Redo selbst, neu ist die Art, wie das Netz ihn gerade verarbeitet. Der Kanal beschreibt ihn als „sich entwickelndes Internet-Meme“ – und trifft damit einen Nerv, weil es nicht nach PR klingt, sondern nach Beobachtung: Die Persona ist so markant, dass sie sich memetisch vervielfältigt. Jeder Clip wird ein Anlass, jeder Satz ein Trigger, jede Wiederholung ein Ankerpunkt für neue Witze, Parodien und Kommentare.

Die Kommentar-Lawine: Wenn aus GIG ein Baukasten wird

Das Spannende ist weniger der einzelne Spruch (viele Kommentare sind bewusst drüber und teils einfach nur derb), sondern das System dahinter. Im Video wird deutlich, wie schnell sich eine eigene „Redo-Sprache“ bildet: Ein Ausdruck wird abgewandelt, wiederholt, zugespitzt – und irgendwann ist es ein Baukasten, den jeder weiterdrehen kann. Genau so entstehen Internet-Lores: nicht, weil jemand „wahr“ ist, sondern weil er wiedererkennbar ist. Und Redo ist extrem wiedererkennbar. Das war auch in unserem Foodtruck-Beitrag der Punkt: Er ist nicht geschniegelt, nicht glatt, nicht „Content-optimiert“ im Influencer-Style – er ist Alltag mit Lautstärke. Das zieht Leute an. Und es gibt Trollen Fläche.

Macht er das absichtlich – oder passiert ihm das?

Die große Frage, die im Video mitschwingt: Passiert das alles gegen seinen Willen, oder ist es Teil der Strategie? Redo ist keiner, der zufällig online ist. Er nutzt Social Media bewusst, und er weiß, dass Aufmerksamkeit neue Gäste und potenziell auch Mitarbeitende bringt – das war schon ein Kern unseres Porträts. Gleichzeitig zeigt das Backrooms-Video etwas, das viele Creator unterschätzen: Du kontrollierst dein Format nur so lange, bis eine Community dein Material als Rohstoff nimmt. Dann bist du nicht mehr nur Sender, sondern auch Figur im Spiel anderer. Das kann Reichweite pushen, aber es kann auch kippen, weil die Meme-Ebene plötzlich lauter ist als das, was du eigentlich verkaufen willst: Essen, Läden, Marke.

Zwischen Erfolg und Fremdscham

Unter dem Video selbst siehst du das typische Splitting: Ein Teil feiert ihn als Marketing-Genie, ein Teil cringed hart, ein Teil will einfach nur „mehr davon“. Und das passt leider ziemlich gut zu dem, was wir an Redo schon mehrfach gesehen haben: Er polarisiert nicht trotz, sondern durch seine Art. Beim Catering-Clip war das noch sympathisch-chaotisch („läuft trotzdem“). In der Meme-Perspektive wird es schneller unangenehm, weil jede Geste ironisiert wird und jeder Auftritt in eine Interpretation gedrückt wird. Das Internet ist da nicht fair, aber es ist konsequent.

Fazit: Der Moment, in dem eine Marke nicht mehr nur Marke ist

Wir haben Redo bisher als Gastro-Case erzählt: Unternehmer, Foodtrucks, Social-Reichweite, echter Betrieb. Dieses Video ist jetzt die Social-Eskalationsstufe: Aus „Gastro-Influencer“ wird „Internetphänomen“. Das ist für uns als Plattform sogar ein spannender Anschluss, weil es genau die Schnittstelle trifft, die wir immer wieder beobachten: Realität + Plattformlogik = Kultur. Und Kultur entsteht oft nicht dort, wo der Creator sie plant, sondern dort, wo die Kommentare anfangen, ein Eigenleben zu entwickeln.

Das Backrooms-Video ist keine Enthüllung und auch kein „Expose“. Es ist eher eine Momentaufnahme davon, wie schnell eine Persona zur Lore werden kann, wenn genug Leute das gleiche Material sehen, remixen und kommentieren. Redo liefert gerade unfassbar viel Rohstoff: markante Sprüche, starke Wiederholung, extreme Selbstinszenierung – und gleichzeitig echtes Tagesgeschäft, wie wir es im Foodtruck-Stress-Beitrag gezeigt haben. Ob das langfristig gut für eine Gastro-Marke ist, hängt davon ab, ob er die Meme-Welle als Reichweite nutzt, ohne dass die Nummer komplett kippt. Sicher ist nur: Langweilig ist das nicht.

Warum wir das einordnen – und nicht mitmobben

Uns geht es hier nicht darum, auf einen Meme-Zug aufzuspringen oder jemanden vorzuführen. Wir beobachten, analysieren und ordnen ein, weil genau das unser Job ist, wenn Social Media auf echte Unternehmen trifft. Kritik, Satire und Internetkultur gehören dazu – persönliche Angriffe oder gezielte Hetze nicht. Wer polarisiert, bekommt Reaktionen. Aber zwischen Analyse und Mitmachen liegt ein Unterschied. Den ziehen wir bewusst.

Und bei aller Meme-Dynamik: Wir gehen auch gern einfach bei Redo essen – weil am Ende entscheidet nicht der Kommentarbereich, sondern was auf dem Teller landet.

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