Wer sein Passwort für den Nintendo-Account vergessen hat, landet schnell auf einer Seite wie dieser: „Geburtsdatum oder Spitzname eingeben“. Klingt zunächst harmlos. In der Praxis ist genau diese Stelle aber oft der Punkt, an dem viele Nutzer endgültig stecken bleiben.
Der Grund liegt im Aufbau des Nintendo-Kontosystems. Anders als bei vielen anderen Plattformen reicht die E-Mail allein nicht aus, um ein Passwort zurückzusetzen. Nintendo verlangt zusätzlich eine zweite Information, die beim Erstellen des Accounts hinterlegt wurde.
Das Problem: Diese Angaben werden häufig Jahre später nicht mehr erinnert.
Warum Nintendo hier so strikt ist
Nintendo nutzt Geburtsdatum oder Spitzname als zusätzliche Sicherheitsprüfung. Hintergrund ist, dass ein Nintendo-Account oft mit gekauften Spielen, Guthaben oder Online-Abos verknüpft ist. Ohne diese zusätzliche Hürde könnten Accounts relativ leicht übernommen werden.
Der Ablauf sieht deshalb so aus:
- Passwort-Reset starten
- E-Mail-Adresse angeben
- Identität bestätigen
- Geburtsdatum oder Spitzname eingeben
Erst danach wird überhaupt eine Reset-Mail verschickt.
Wenn diese Angaben nicht stimmen, bleibt der Button „E-Mail senden“ ausgegraut – genau die Situation, die auf dem Screenshot zu sehen ist.
Typischer Fehler: falsches Geburtsdatum beim Account
Gerade bei älteren Accounts taucht ein häufiger Sonderfall auf: Beim Anlegen wurde ein falsches Geburtsdatum eingetragen.
Das passiert vor allem bei:
- Kinder-Accounts
- Accounts, die mit Freunden erstellt wurden
- Accounts, bei denen Altersbeschränkungen umgangen werden sollten
Das Problem zeigt sich dann erst Jahre später beim Passwort-Reset.
Das System akzeptiert nur exakt das gespeicherte Datum. Schon ein falsches Jahr blockiert den gesamten Prozess.
Der Spitzname hilft auch nicht immer
Die Alternative „Spitzname“ wirkt zunächst einfacher. Allerdings ist damit nicht der Anzeigename auf der Switch gemeint, sondern der Nickname, der beim My Nintendo Account hinterlegt wurde.
Viele Nutzer wissen nicht mehr:
- welchen Namen sie damals eingetragen haben
- ob Groß-/Kleinschreibung eine Rolle spielt
- ob Sonderzeichen enthalten waren
Damit scheitert oft auch diese Variante.
Was noch funktionieren kann
Ganz verloren ist der Account nicht unbedingt. Es gibt ein paar Möglichkeiten, die manchmal noch funktionieren.
Wenn die Switch noch mit dem Account verbunden ist, kann man versuchen:
- im Profil der Konsole nach dem Nickname zu schauen
- in alten Nintendo-Mails nach dem Accountnamen zu suchen
- die E-Mail-Adresse des Accounts herauszufinden
Je mehr Informationen vorhanden sind, desto größer ist die Chance, dass der Nintendo-Support helfen kann.
Nintendo verlangt dafür oft mehrere Nachweise, etwa:
- Seriennummer der Switch
- Kaufhistorie im eShop
- verwendete E-Mail-Adresse
Ohne irgendeinen dieser Punkte wird der Support den Account in der Regel nicht zurücksetzen.
Ein strukturelles Problem vieler alter Nintendo-Accounts
Der Screenshot zeigt ein Problem, das gerade bei älteren Nintendo-Konten häufig auftaucht. Viele Accounts wurden vor Jahren schnell erstellt – oft ohne die Daten irgendwo zu notieren.
Erst wenn ein Passwort verloren geht, zeigt sich, dass Nintendo ohne zusätzliche Angaben keinen Zugriff erlaubt.
Technisch ist das verständlich. Für Nutzer ist es trotzdem eine Sackgasse.



